URLAUB! - ENDLICH!
Boah, ist das nötig! Boah, bin ich körperlich und seelisch aus dem Gleichgewicht und brauche dringend eine Pause!
Nun hab ich sie, seit wenigen Stunden. Entspannt bin ich noch nicht, ganz im Gegenteil. Ungewohnt angespannt bin ich. Innerlich, äußerlich... Okey, es ist auch fast Weihnachten und das bisschen Streß holt sogar mich
Aber hey, ich darf wieder fahrradfahren!!! Ich hab nämlich gar nix. Bis auf Schmerzen natürlich *hrhr*. X-Beine, Störungen im Bewegungsapperat.. Soso... dauert bis das weggeht, sagt Frau Doktor. Und das ich unbedingt weiter Sport machen soll. Ausdrücklich fahrradfahren! Und schwimmen. Und wenns zu sehr wehtut, soll ich ne Pille gegen die Schmerzen futtern. Ahja... *hust*... Und mit der Kniebandage rumlaufen. Mehr als bislang, da hab ich sie ja nur beim Joggen getragen. Und Einlagen krieg ich. Und Krankengymnastik (aber erst nach Nachfragen), letzteres wollte ich eigentlich auch gar nicht. Sie machte mir wenig Hoffnung, daß das schnell wieder weggeht... Toll... Laufen kann ich damit wohl vorerst vergessen! Aber wenn Fahrradfahren wieder geht bin ich ja schon zu 3/4 glücklich!
Und fahrradfahren ging. Gestern 30 Minuten, heute 45. Bislang keine Probleme. Mit Kniebandage fährt es sich allerdings doof.
Vorsicht, es wird ein bisschen sentimental nun...
Wie schwer es doch fällt, Kinder loszulassen... Vanessa (wird im März 10) ist nun öfter mal bei ihrem Vater Nachmittags. Ab Schulschluß (meist 13 Uhr) ist sie seit diesem Schuljahr allein Zuhause bis ich von der Arbeit komme (meist zwischen 15 und 16 Uhr). Sie wollte das so, ein Jahr lang hätte sie noch in den Club gehen können (wie Hort aber nur bis 15 Uhr). Das wollte sie nicht. Somit koche ich meistens vor, sie futtert alleine, macht Hausaufgaben alleine (das tat sie eh immer) und spielt ein bisschen bis ich mit ihrer kleineren Schwester nach Hause komme. Oder sie verabredet sich auch mal für einen Nachmittag. Dies passiert aber eher seltener. Sie ist ja sowieso eher das etwas zurückgezogene Kind, findet schwieriger Anschluss, Freunde. Aber braucht dies wohl auch weniger als zum Beispiel ihre Schwester, die sich alleine so gar nicht zu beschäftigen weiß (und somit eigentlich immer unterwegs mit oder zu Freunden ist).
Naja, Vanessa das Schlüsselkind leidet unter Einsamkeit nachmittags. Also hab ich den Vater der Kinder 'aktiviert'. Dieser hat eh öfter mal in der Woche frei und eigentlich jeden Tag am Nachmittag (Teildienstpause zwischen halb 3 und halb 6 Uhr). Er hatte versprochen sie öfter mal nachmittags zu nehmen, dies aber von alleine bislang nicht getan. Jetzt tut er es - und verplant gleich ihr ganzes Leben *stöhn*.
Gestern war der erste Tag dieser 1-Kind-Nachmittags-zum-Papa-Geschichte. Er hatte sowieso frei und sie von der Schule abgeholt. Sie ist dann auch gleich über Nacht geblieben und hat sich drauf gefreut. Heute Morgen dann der Anruf von ihm, daß er sie heute wieder abholt, diesmal um 15 Uhr von Zuhause, also von mir. Morgen würde er sie auch wieder nehmen und am Freitag und im Frühjahr führe sie dann mit dem Rad bis zu ihm und mit dem Bus könnte sie ja auch fahren, das müssten sie nur mal üben und überhaupt, seine Lebensgefährtin hätte heut frei, sie könnte also - wenn sie das wollte - wieder über Nacht bleiben...
Ja - fein... Hoffe ich... *seufz.* Es muss das Beste für Vanessa sein, soweit ist mir das klar. Aber in meinem Bauch grummelt es ziemlich... Am Liebsten hätte ich ihn heut Morgen gleich gebremst in seiner Art nun Knall auf Fall ihr halbes Leben umzustellen... (das ich sowieso nicht glaube, daß er das dauerhaft durchhält, möchte ich nur ganz leise und am Rand erwähnen).
Ich halte ihm zugute, daß er es ja auch nur gut meint. Aber sie wohnt doch hier... auch hier... und sie kann durchaus Nachmittags allein bleiben. Sie soll es ja nach Möglichkeit nur nicht immer! Und sie soll sich durchaus hier weiter mit ihren Freundinnen verabreden! Und und und... Ich kann durchaus hin und wieder auch mal früher Zuhause sein, das bin ich so ja auch!
*seufz*...
Es fühlt sich an als wolle er mir das Kind wegnehmen. Egal wie dämlich das nun klingt und egal wie fern es der Realität ist oder sein kann.
Heut Nachmittag war ich kurz Zuhause weil ein Wasseruhrenableser kam. Somit hatte ich mit meinem grossen Töchterchen grob eine halbe Stunde. Wir haben zusammen gegessen und kurz geredet bevor ich wieder zur Arbeit gefahren bin. Ich hab ihr gesagt, das sie Heute wieder bei ihrem Vater schlafen könnte, wenn sie wollte, und sie wollte. Ging aus dem Raum und machte spaßeshalber den Spruch, daß sie so fast ganz zum Papa zieht. Sie hat dann selbst gemerkt, daß das wohl nicht ganz glücklich formuliert war und innegehalten, mir einen Blick zu geworfen.... bei dem ich wieder sicher weiß, daß man auch mit 9, fast 10 Jahren, schon eine Menge von den Gefühlen und Gedanken anderer verstehen kann.
*seufz*
Bei ihrem Vater hat sie ihren Lieblingshund. Das ist gut! Das sie weniger alleine ist und beide Kinder hin und wieder ein Elternteil für sich allein haben ist auch gut! Das ich weniger schlechtes Gewissen so haben muss und vielleicht ein bisschen weniger Streß habe oder mir mache ist auch gut!
Warum fühlt es sich dann auch ein ganz klein bisschen schlecht an? :(
Sonntags morgens schreibt es sich auch echt prima, wenn ich noch halbschlafend mit meinem Kaffee im Bettchen kuschel, die Traumreste noch nachwirken...
Aufgewacht bin ich gegen halb 10 Uhr, geweckt von einem saudämlichen Traum: ich bin mit Marko Auto gefahren (wohin auch immer) und in eine Verkehrskontrolle gekommen. So eine Abzockerkontrolle, bei der es weder um Verkehrsvergehen geht sondern nur darum, kostenpflichtig abmahnen zu können. Selbstverständlich haben sie in meinem Traum auch bei mir etwas gefunden, einen Zusatz zum Führerschein, der mir fehlen würde. Der Traumbeamte hat im Traum rechts an einem Hebel gezogen und der Kostenbescheid ist da rausgepurzelt. Und ich bin Traum explodiert wegen der Frechheit der Abzockemethode und meiner Hilflosigkeit und weil ich noch niemals nich davon gehört habe, daß man zum Führerschein son Dingens dazu haben müsste! *motz* *mecker*
Boah, selbst ne Stunde nach dem Aufwachen bin ich noch immer stinkig *grins*
Naja, der Traum davor war auch kaum besser. Ein kleiner, alter DDR-Fahrstuhl, der sich mühsam mühte, sein von uns angepeiltes Ziel zu erreichen und den ich auf halbem Wege besser verlassen habe weil mir Aufzüge Angst machen, grad wenn sie offenbar nur mit letzter Anstrengung den gewünschten Haltepunkt erreichen. Als ich dann im Traum zu Fuß das gewünschte Stockwerk erreichte (wo es einen reich gedeckten Frühstückstisch gab), erzählte mir der dort bedienende Ober (!), daß der Fahrstuhl auch nur mit maximal 90 Kg belastbar wäre. Urgs... Und wir waren mindestens 3 da drin gewesen, die 2 anderen schwer übergewichtig. Wie gut, daß ich ausgestiegen bin. Und nich mehr schwerer als 90 Kilo *g*.
Der dritte Traum der hängengeblieben ist, war dann wohl von den Bildern her auch der skurilste. Ich war in einem Horror-Film-Szenario. Ein Auto, bei dem auf dem Fahrer- und Beifahrersitz 2 mumifizierte Leichen saßen. Im Motorraum waren Körperteile und Köpfe drapiert und als ich da noch so stand und die Story zum Horror lesen wollte, die passenderweise auf die Windschutzsscheibe geschrieben stand, kam ein Typ vorbei, der selber in jedem Horrorfilm mitspielen könnte. So eine Art sympatischer Frankenstein, nur kleiner und dünner aber mit sonem Ding im Hals und Nähten überall und sehr grau im Gesicht. Aber nett war er und ebenso neugierig auf die Story wie ich. Er sprach allerdings englisch als Muttersprache. Was dann auch ein super sinnloses Detail in diesem Traum war, aber echt...
Ich fang besser nicht an davon zu schreiben, was ich in der Nacht zuvor alles geträumt hab. Das war teilweise noch wirrer... ;)
Na fein... nun nehm ich mir 2 Tage "frei" für eine betriebliche Schulung, organisiere also mit einem leicht schlechten Gewissen eine Kinderbetreuung für heute Nachmittag, grübele rum was ich mit Darlene (meiner 7-jährigen Tochter) morgen Nachmittag mache, verfalle halb in Streß deswegen und alles, weil ich hier auf der Arbeit zu einer zweitägien SAN-Schulung abgeordnet bin. Und was ist? Ich muss oder soll nun gar nicht mehr im Ganzen teilnehmen. Was ich allerdings erst erfahren habe als der erste, allgemeine Teil dieser Schulung vorbei war und nur noch der harte Kern sitzen geblieben ist. Zu dem 2 meiner Kollegen und ich trotz Abordnung zur Schulung, gar nicht gehörten. Was uns bis zu diesem Moment aber irgendwie so gar nicht klar war.
Ähm... ja sagt mal... gehts noch???
Ich will ja nicht mal behaupten, daß ich besonders wild auf eine SAN-Schulung und eine CX-500 Einführung bin (Storage-Technologie, nicht die Güllepumpe). Ich will auch nicht meckern, schliesslich hab ich so viel weniger Streß heute und morgen (es ist Nikolaus, mein Neffe hat Geburtstag, meine Kinder mag ich ja gar nicht Nachmittags so lange unbetreut lassen, auch nicht die Große).
Aber "fürn Arsch" ist die Geschichte so dann aber auch! Hallo? Wie gut, daß meine Kinder so groß sind, daß ich sie notfalls ein bisschen allein lassen kann. Wie gut, daß ich mir für heute keinen wirklichen Babysitter oder etwas vergleichbares besorgt hab. Wie gut, daß ich kaum Aufwand hatte für eine Schulung, an der ich dann doch nicht teilnehmen soll.
WEIL ANSONSTEN WÜRDE ICH NOCH STINKIGER SEIN, ALS ICH SO GRAD SCHON BIN!!!
Sie fing im Sommer dieses Jahres an. Recht schleichend begann mein eines Knie zu schmerzen. Weniger beim Fahrradfahren, öfter mal beim Laufen aber nichts, weswegen ich zum Arzt gehen würde geschweige denn überhaupt întensiver drüber nachdenken. Eine Sportbandage hab ich irgendwann mal gekauft, sowas was man beim Laufen ummachen kann.
Das Knie war daraufhin meist besser und manchmal etwas schlechter. Bis vor einigen Wochen. Seit dem geht's eigentlich rapide bergab. Seit Anfang November bin ich fast nicht mehr gelaufen und auch fast nicht mehr Fahrrad gefahren. Zwischendurch hatte ich sowieso einen grippalen Infekt, der mich gleich tagelang ans Bett gefesselt hat. Mein einziger Versuch danach Fahrrad zu fahren wurde durch böse Schmerzen im betroffenen Knie quittiert. Also hab ich dann doch mal in den sauren Apfel gebissen und ärztlichen Rat eingeholt. Von Trainingspause bis Sportbandagen, salben, kühlen und schonen ist es ja nicht besser geworden. Am Ende sogar noch schlechter.
Die Sprechstundenhilfe meiner Hausärztin meinte, ich sollte erstmal bei denen vorbeischauen. Ja ne, iss klar. Termin gemacht, tatsächlich nur eine halbe Stunde gewartet, drangekommen, 3 Minuten Untersuchung und Überweisung zum Chirurgen. Vielen Dank, daß ihr da jetzt wenigstens nicht auch noch meintet, dran rumpfuschen zu müssen.
Weiter gings mit einem Termin bei einer chirurgischen Praxis (Empfehlung eines Kollegen), leider mit 2 Wochen Wartezeit. Mir fehlt einfach das Jammergen, mit dem andere Menschen vermutlich frühere Termine bekommen hätten. Daran sollte ich arbeiten!
Die Wartezeit über hab ich weiterhin artig Trainingspause eingehalten. Die erste Zeit davon waren übrigens furchtbar. Wenn man sich dran gewöhnt hat, eigentlich jeden Tag irgendwie körperlich ausgepowert zu sein, fehlt das einem dann doch sehr! Inzwischen kriecht eine Angst in mir hoch, daß ich, selbst wenn ich wieder einsatzfähig bin, nicht wieder zurückfalle in mein altes Sportpensum. Aber das ist purer Blödsinn, dafür macht das doch einfach nach wie vor viel zu viel Spaß und ich vermisse es und werde ganz hibbelig, wenn ich so wie hier jetzt darüber schreibe, darüber nachdenke.
Aber auch diese eisener Trainingspause brachte keine wirkliche Gesundung. Die Besserung, die zwischenzeitlich eingetreten war, wurde durch ein einzelnen Fehltritt auf der Leiter meines Hochbettes wieder zunichte gemacht - danach war es schlechter als je zuvor. Dementsprechend nervös machte ich der Arzttermin jetzt. Aber dementsprechend viel Hoffnung hab ich auch in diesen gesetzt. Gestern Nachmittag war es dann soweit. Eine nette Praxis mit netten Helferinnen ist es. Da ich ja einen Termin hatte, brauchte ich auch nicht mal lange warten. Das Knie wurde geröngt und ich nach kurzer Zeit in ein Behandlungszimmer gebracht, von Helferin und anschliessend der Ärztin interviewt, untersucht und... wie sollte es anders sein... *seufz*... es gibt erstmal keinen greifbaren Befund... Dafür trage ich jetzt einen Zinkleimverband und futter Ibuprophen gegen die Entzündung. Ende nächster Woche habe ich den nächsten Termin. Wenn bis dahin keine Besserung eingetreten ist, wäre die weitere Vorgehensweise dann Kernspin und gucken was da genau los ist.
Immerhin sieht es nicht schlecht aus, sagte die Ärztin. Das ist eigentlich schon sehr beruhigend! Aber so wirklich "zufrieden" bin ich keineswegs... Mir war klar, dass es keinen Schamanenzauber geben wird, mit dem Ratzi-Fatzi alles wieder gut wird. Aber so wie jetzt hab ich Probleme damit, mich nicht als Hypochonder zu fühlen. Ich HABE das Knie geschont! Wesentlich länger als mir bis hierhin schon lieb ist! ICH HABE Beschwerden, auch wenn sie nicht so greifbar sind, wie Frau Doktor das vielleicht gern gehabt hätte um eine Diagnose stellen zu können. Mein Knie ist seit Wochen dick, es tut permanent ein bisschen weh, unter Belastung wird es sofort wesentlich schlimmer, der Verband jetzt darauf ist absolut unangenehm wie er auf die Kniescheibe drückt!
Und alles was sie erstmal tut ist ein freies entzündungshemmendes Mittel zu verschreiben und einen Zinkleimverband... hmm... *grummel*...
Ich will mich wieder schmerzfrei bewegen können! Ich will wieder Sport machen können!!! JETZT! BALD!!! SCHNELL!!! :(