Eine, wenn nicht sogar die schönste Stelle in Döhren ist heute das Leinewehr. Es wurde 1667 von
Johann Duve gebaut um die Wasserkraft seiner Mühle zu vergrössern. Die Döhrener Mühle, die zu dieser Zeit in dem Besitz von Johann Duve war, wurde schon 1402 erwähnt. Anfangs gehörte sie Otto V. Hallermund, später den welfischen Landesherren, der Döhrener Kirche und seit 1703 der Stadt Hannover. Einer der wohl heute noch bekannteste Besitzer dürfte Johann Friedrich Fiedeler bzw. sein Sohn Carl Georg Fiedeler gewesen sein, in deren Hände die Mühle von 1820 bis 1872 war. 1872 ging die Mühle dann in den Besitz der Wollwäscherei und Kämmerei. Nachdem diese ihren Betrieb aufgab, wurden die verbliebenen Reste der Mühle 1976/77 abgerissen. Der Geschichte der Wollwäschrei und Kämmerei werde ich zu einem späteren Zeitpunkt hier noch einen Artikel widmen.
Das Leinewehr wurde 2004 von der Stadt Hannover komplett umgebaut, bis dahin erinnerten die Metallaufbauten noch immer an die Wollwäscherei. Heute bietet dieser Ort einen wesentlich hübscheren Anblick, vor allem für die vielen hier vorbeikommenden Spaziergänger und Sportler.



Zurück zur Familie Fiedler, an die wir an verschiedenen Stellen in Döhren auch heute noch erinnert werden. Im Jahre 1820 pachtete der Müller Johann Friedrich Fiedeler die Mühle. Da er noch eine weitere Mühle gepachtet hatte, brauchte er für diesen doppelten Mühlenbetrieb eine Ausnahmegenehmigung der Stadt Hannover, die er auch bekam. Im Jahre 1850 kaufte sein Sohn, Carl Georg Fiedeler, die Mühle und die dazugehörigen Liegenschaften von der Stadt Hannover und verkaufte sie, da es in der Familie keinen Müllernachwuchs mehr gab, im Jahr 1872 an die Woll-Wäscherei und Kämmerei. Übrig blieben die Ländereien, die Carl Fiedeler zu einem Gut zusammenfassen ließ. Für dieses erwarb er die Ritterschaftsstimme. So entstand das Rittergut Döhren und damit auch der noch heute (teilweise) vorhandene Wiehbergpark. Bewirtschaftet wurde dieses Gut von Hermann Friedrich Fiedeler, dem Sohn von Carl Georg Fiedeler. Besonders hervorzuheben ist das Haus- Hof- und Parkanlage des Rittergutes Fiedeler. Hier wurde ein beeindruckendes Herrenaus gebaut, dessen direkte Zufahrt von der Hildesheimer Straße (damals noch Hildesheimer Chaussee) durch die eigens dafür gebaute Kastanienallee führte. Der Park um das Haus herum enthielt einen botanischer Garten, Teiche und Wasserspiele, eine Gärnterei und sogar ein Palmenhaus.

Durch den Tod von Hermann Fiedeler im Jahre 1911 musste die Landwirtschaft aufgegeben werden, schon 1915 begann die Liquidierung des Rittergutes mit dem Verkauf von Schloß, Hof und dem Park an der Wiehbergstraße 1. Verkauft wurde an den damaligen Direktor der Wollwäschere und Kämmerei, Hans Heintze. Weitere Flächen wurden durch den Bau der Bahnstrecke und (1933) den Bau des Maschsees abgegeben bzw. enteignet. Einzig der Wiehbergpark, die Kastanienalle, das Grabdenkmal auf dem alten Döhrener Friedhof sowie natürlich die Straße Fiedelerstraße und der Döhrener Dorfmittelpunkt
Fiedelerplatz erinnern uns heute noch an die Familie Fiedeler.
Weitere Einträge zur Geschichte Döhrens:
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Geschichtliches - Döhren
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Döhrener Turm
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Die Woll-Wäscherei und Kämmerei