Manche Dinge werde ich nie verstehen. Warum Männer so gerne überholen zum Beispiel. Also ich verstehe es schon (der schnellste sein, andere besiegen, ...) , ich kann es nur für mich nicht nachvollziehen. Ich mein... es mutet schon sehr komisch an, wenn 3 Rennradfahrer sich die Mühe geben, auf einem etwa 2 KM langen Stück Landstraße die geschätzt 200-300 Meter Abstand zwischen mir (vorneweg fahrend mit ca. 27-28 km/h, Gegenwind) und sich einzuholen um mich zu überholen (was ja ihr gutes Recht ist, wenn sie schneller sind - zumal sie auch noch sooo freundlich gegrüsst haben), nur um dann direkt danach, abgebogen auf einen kleineren Feldweg, nur noch mit 25-27 km/h (hier jetzt ohne Gegenwind) vor mir her zu schleichen. Ich bin kein Überholer, ich hab langsam aufgeschlossen. Ich mag nicht überholen, schon gar nicht, wenn ich denke, daß die anderen gleich wieder Gas geben und ich ihnen dann wieder im Weg bin, sie mich schon wieder überholen müssen. Aber die drei hatten es plötzlich gar nicht mehr eilig, ich bin an ihnen vorbei und hatte an der Ampel im nächsten Ort laaaange warten müssen, bis sie von hinten wieder angeschlichen kamen. Aber am Ortsausgang wieder das gleiche Spiel, sie mussten unbedingt nochmal Gas geben. Inzwischen aber nur noch zwei der drei Rennradler, der dritte blieb zurück. Worauf die beiden "Sprinter" im nächsten Dorf auf ihn warten mussten und ich gar nicht anders konnte als wieder an ihnen vorbeizuziehen.
Ein paar Kilometer weiter bog ich ab auf eine lange, breite und von Autos nahezu gar nicht befahrene Seitenstraße, von hier wären es noch maximal zwei Minuten, bis ich Zuhause wäre - zu wenig für das gesteckte Ziel von 60 Minuten, also hab ich am Ende der Straße gedreht und bin wieder zurück. Und wer kam mir da nach einigen hundert Metern wieder entgegen? Na? Die 3 Überholer...