Hunde sind ja die natürlichen Feinde des Radfahrers. Zumindest manche. Wobei ich den armen Hunden hier unrecht tue, eigentlich sind es ja eher die Besitzer. Manche zumindest... Ich bin immer froh wenn ich sehe, daß ein Hundebesitzer mich gesehen hat und seinen Hund zu sich ruft, kürzer an die Leine nimmt oder am Halsband festhält. Vors Rad sind mir schon einige Hunde gelaufen, passiert ist bislang zum Glück noch nie etwas. Meistens reicht es ja auch, wenn der Hund mich sieht und mir dann nicht aus Versehen vors Rad rennt. Weswegen ich meistens, wenn mir ein unangeleinter und unachtsamer Hund begegnet, diesem etwas zurufe. Dann erschreckt er weder mich noch sich, rennt mir nicht vors Rad und beißt mir auch nicht in die Waden.
Der Hund gestern reagiert völlig anders, wenn auch eigentlich relativ argerecht und somit gar nicht so überraschend. Er trottete, einige Meter vor mir, aus einem Seitenweg auf den breiten Radweg, mitten in der Eilenriede - dem hannoverschen Stadtwad. Seine Besitzer waren ein gutes Stück hinter ihm und ich rief "Hey Hund". "Hund" schaute hoch, freute sich sichtlich und raste los. An mir vorbei und halb schräg vor meinem Vorderrad. Sich immer wieder zu mir umschauend. Ich bin mir eigentlich schon ziemlich sicher, daß dieses Exemplar wirklich nur spielen wollte, war mir aber nicht sicher, ob er mir deswegen nicht trotzdem zwischen die Speichen gerät. Einige hundert Meter später hat er das Rennen aber aufgegeben. Da er noch nicht erschöpft wirkte denke ich mal, seine Menschen haben ihn gerufen.
Egal, das Rennen hab ich somit aber trotzdem gewonnen ;)
Und brauche wohl eine andere Hundetaktik im Wald...
Bei der Gelegenheit auch gleich eine gegen radwegverstopfende, halbtaube Menschen. Meine Klingel ist wirklich keineswegs leise, für manche aber offenbar noch immer unhörbar. Vielleicht brauche ich doch noch sone Tröte, wie sie in Fußballstadien benutzt wird. Im besten Fall springen die zweibeinigen Verstopfungen dann vor Schreck direkt vom Radweg in den Matsch daneben *hehe*.