Ich hab vorhin 3 Zigaretten geraucht. Hausverwaltung, Eigentümerversammlung. Irgendwie war meine Selbstbeherrschung wohl nicht mit und somit hab ich zu den dort angebotenen Zigaretten gegriffen. Ich gebe zu, ein bisschen habe ich vorher schon damit gerechnet. Ich bin mir sicher, wenn ich gewollt hätte, wäre ich gegen diese Situation eigentlich noch gut angekommen. Aber ein Teil von mir wollte es irgendwie und somit hab ich nun wenigstens mal wieder probiert, wie das nochmal war mit dem Rauchen.
Kopfweh kriegt man davon und mir war schlecht danach. So ein bisschen zumindest. Wird langsam beides besser aber das Gefühl, was mir die Zigaretten gegeben haben, war das auf jeden Fall nicht wert.
Sie fühlten sich komisch an. Die ersten richtigen Zigaretten, die ich in der Hand hatte seit September. Ich war froh, als ich meine Hände wieder für andere Dinge frei hatte, mochte die Zigarette nur auch nicht ausmachen, bevor ich sie weggeraucht hatte.
Der Rauch kratzte nicht und schmeckte sogar ein bisschen. Aber auch nur ein bisschen. Auch das war es aber nicht wert gewesen, andere Dinge schmecken auch und das sogar viel besser.
Letztenendes hab ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil ich ja gar nicht mehr rauchen wollte. Aber auch ein positives Gefühl weil ich zum Einen danach nicht in der Raucherfalle gelandet bin, also nicht weiterrauche, nur weil ich mal 3 Zigaretten geraucht hab. Und irgendwie für mich die Sinnlosigkeit vom Rauchen an sich zumindest jetzt grad recht deutlich wahrnehme. Warum habe ich so lange geraucht? Und warum wird die Angst, wieder anzufangen, kaum weniger? Warum sind da noch immer so viele Momente, in denen mir die Zigaretten fehlen (vorhin war ja einer dieser Momente)?