Ninas Schmierblo(g)ck

Konservierungsmittel...

Gerecht ist das nicht!!!

Geschrieben von Nina • Donnerstag, 4. Januar 2007 • Kategorie: privates
Ich hab heut meinen ersten Arbeitstag im neuen Jahr. Beim Reinkommen sah mich Chef von schon von weitem. Als ich dann mit meinem ersten Kaffee in mein Büro schlurfen wollte, stand er wartend vor meiner Bürotür. Mit einem Zettel für mich. Für die Personalakte, ein Lob für meine "Leistung" im letzten Jahr, genauer gesagt eine Übernahme von einem anderen Amt, die wir durchgeführt haben. Ich selbst war dafür ein paar Tage in Clausthal-Zellerfeld um da die Rechner umzustellen. Wohlbemerkt freiwillig. Ebenso wie einige andere Kollegen. Nicht ganz so freiwillig.

Naja, ich hab mich für das Zettelchen bedankt und wollte es schon in der Schublade vergessen, in die ich es gepackt hatte, als mein Zellengenosse meinte, ich hätte echt Pech gehabt, daß ich bei der falschen Behörde angestellt bin (wir sind ein Verbund aus einer Bundesbehörde, einer Landesbehörde und einem wissenschatlichen Institut - ich bin bei der Landesbehörde, die meisten Kollegen beim Bund). Ich guckte meine Kollegen verwirrt an worauf er vorsichtig damit herausrückte, daß die Bundesbediensteten eine keineswegs unerhebliche Geldprämie zum Zettelchen bekommen hätten.

Na danke auch, jetzt tät ich ihn doch gern als Klopapier benutzen!!!!

Weihnachten

Geschrieben von Nina • Samstag, 23. Dezember 2006 • Kategorie: privates
rückt unaufhaltsam näher... Stört mich dieses Jahr aber nicht... Ich muss in diesem Jahr nicht mehr arbeiten, obwohl ich das momentan sowieso sehr wenig muss. Die Kiddies haben seit heute Ferien, das heisst wenigstens, daß wir nicht dauernd so früh aufstehen müssen. Die Geschenke sind längst schon gekauft (danke Amazon, daß euer Sortiment in diesem Jahr tatsächlich fast komplett geschenkumfassend war für mich!), der Baum steht auf dem Balkon und wartet drauf, aufgebaut zu werden und sogar den Feiertag-Nahrungsvorat hab ich bereits gekauft.

Klingt fast langweilig... Wo bleibt der Streß? Hmm... den hab ich auch ohne Weihnachten. Dieses ist mir sowieso reichlich schnuppe. War früher mal anders, aber ich erinnere mich wage, daß ich hier im letzten Jahr soetwas bereits reingeschrieben habe... Ist auch egal... Irgendwann ist man alt genug um festzustellen, daß es einfach nur eine Konsumschlacht ist, die ihren tieferen Sinn beinahe schon verloren hat. Trotzdem behält man sich manche "Traditionen" - und so war ich auch in diesem Jahr mit 2 Freundinnen zum obligatorischen "Weihnachtsmarktreffen". Wäre es nach mir gegangen, hätte ich da gut drauf verzichten können. Immerhin hab ich nicht so gefroren wie in manch anderen Jahren und meine Kinder haben mit dem Zanken aufgehört, als wir endlich im Gewühl angekommen waren. Das könnte man fast als positiv werten...

Danke lieber Nikolaus!

Geschrieben von Nina • Mittwoch, 6. Dezember 2006 • Kategorie: privates
Ich muss wirklich artig gewesen sein im letzten Jahr, weil ich heute im Briefkasten gleich 3 CDs von Heinz Rudolf Kunze gefunden habe :) .

Die Promo-CD mit 2 Songs vom neuen Album Klare Verhältnisse, welches erst im Januar erscheint, die Promo-CD für das neue Musical "Kleider machen Liebe" und Kommando Zuversicht , das "Musikalische Hörbuch" zu seinem 50. Geburtstag.

Zeit und Geld

Geschrieben von Nina • Dienstag, 5. Dezember 2006 • Kategorie: privates
Seit nunmehr 5 Wochen arbeite ich nur noch halbtags. Das hat vertragliche Gründe bzw. liegt daran, daß es da, wo ich beschäftigt bin, keine unbefristeten Vollzeit- oder Dreiviertelstelle gibt. Ich habe einen festen Halbtagsvertrag und die letzten fünf Jahre zusätzlich einen befristeten 1/4-Vertrag gehabt. Der ist nun ausgelaufen und kann nicht wieder verlängert werden. Länger als fünf Jahre darf man nicht befristet beschäftigt sein.

Für mich bedeutet das etwa 400 Euro netto weniger im Portemonaie. Und plötzlich unglaublich viel Zeit. Ok, stimmt so gar nicht. Die Zeit verschwindet, pardon - vergeht natürlich genauso schnell, wie sonst auch. Nur muß ich an 3 Tagen morgens nicht zur Arbeit hetzen, sondern kann faul im Bettchen liegen bleiben. Eigentlich nur 2 Tage, der dritte Tag ist mein "Studientag", da mein Arbeitgeber mich für drei Semester als Gasthörer an einer Fernuni freigestellt hat. Dies wiederum hat seinen Hintergrund in meinem nicht anerkannten Studiengang. Ich hab seinerzeit an einer privaten Akademie den Abschluß "Informatik-Betriebswirt (VWA)" erlangt, der zwar teilweise in der freien Wirtschaft aber keineswegs im öffentlichen Dienst einem Fachhochschulabschluß gleichgestellt wird. Um mich auch finanziell meinen Kollegen gleichzustellen, die ja in etwa das gleiche leisten wie ich, hat mein Chef sich stark gemacht für diese Art der "Weiterbildung" und mein Amt zahlt mir nun das Studium, stellt mich einen Tag in der Woche frei und ich muss dafür fleissig Informatik büffeln.

Und nun hab ich so viel weniger Streß als ich es gewohnt bin und das irritiert mich. Ich wache morgens schon mit einem schlechten Gewissen auf, wenn ich, nachdem die Kids zur Schule entschwunden sind, wieder eingeschlafen bin. Und hab das dumme Gefühl, daß ich irgendwas verpasse, daß ich mehr leisten müsste. Wenn ich schon so viel Zeit zur Verfügung habe. Das wird sich sicherlich bald wieder "geben", ich hoffe auf einen weiteren Zeitvertrag, wenn eine Frist von etwa 9 Monaten abgelaufen ist oder eine andere Art der Mehrbeschäftigung. Vielleicht sogar einen ganz anderen Job, der wäre dann aber wahrscheinlich Vollzeit. Für den Moment sollte ich die Zeit und die Ruhe und den Mangel an Streß einfach geniessen! Und dabei zur Ruhe kommen! Ein bisschen tue ich das ja. Und doch habe ich noch mehr als sonst das Gefühl, als würde mir mein Leben, meine Tage einfach zwischen den Fingern durchrieseln. Wobei ich dieses Gefühl ja immer habe, jetzt verstärkt es sich aber dadurch, daß ich so wenig arbeiten muss. Arbeiten darf? Arbeiten kann? Ich hab ein regelrechtes schlechtes Gewissen! Sogar meinem Job gegenüber, für den ich nun so wenig Zeit habe. Das ist dämlich!

Da ich meinen Mangel an Arbeit nicht zu verschulden habe, brauch ich dem Job und meiner freien Zeit gegenüber kein schlechtes Gewissen haben! (Verdammtnochmal!)

Aber ich möchte dennoch die Zeit besser nutzen! Mehr lernen, mehr Sport machen, mehr Liegengebliebenes erledigen, aber auch mehr Zeit einfach nur bewusst "vertrödeln"!

Und endlich mal anfangen, meine Wohnung zu streichen! Das ist sowas von lange schon überfällig... Allerdings würden wir ja gerne umziehen, daher hab ich das Streichen lange vor mir her geschoben. Jetzt streich ich aber doch, wenigstens die schlimmsten Räume. Und entrümpel die Kinderzimmer.

Apropos Kinder: die sind absolute Gewinner meiner momentanen Arbeitssituation - so viel Zeit haben sie sonst nie mit mir gehabt und eine so ruhige Mama hatten sie auch nur selten... :)

Urlaubsbericht Teil 5

Geschrieben von Nina • Montag, 7. August 2006 • Kategorie: privates
Mittwoch, 26.7.2006 - 14 Uhr

Es regnet... Bislang hatte es jeden Tag abends gewittert oder geregnet und diese Abkühlung war uns allen sehr gelegen gekommen bei Temperaturen von über 30 Grad, zumindest unten im Tal. Heute regnete es allerdings bereits beim Aufwachen, was unseren Tagesplan, das Fahren mit der Luftseilbahn bei Meiringen, zunichte machte. Selbst ohne Regen wäre die Sicht zu schlecht gewesen, die Fahrt eher sinnlos. Und im Regen wie geplant den Zwergenweg runtermarschieren ist auch doof...

Also waren wir in Lauterbrunnen und im Dorf dahinter, die Trümmelbachfälle wollten wir nicht sehen, dafür aber diverse Touristen, die uns vor dem Auto rumrannten. Einmal einkaufen in Interlaken, in dem kleinen Einkaufszentrum gab’s auch Klamottenläden - dort dann aber leider keine Regenjacken. Jaja, die Urlaubspackplanung weisst kleinere Lücken auf. Bzw. Lücken gab’s vor allem dann beim Zusammenpacken... *mitdenaugenroll*

Nach dem Einkaufen sah die Wolkendecke alles andere als friedlich aus, wir haben uns entschlossen wieder hochzufahren, ein wenig zu faulenzen und zu hoffen, daß das Wetter nachher noch besser wird und eine ausgiebige Erkundung der näheren Wanderwege erlaubt. Danach sieht es jetzt sogar aus, vorher gibt’s aber noch Kaffee, eine kleine Müslipause und Zeit fürs Urlaubstagebuch.

Gestern, Dienstag, waren wir mit Erika und Christian, unseren Gastgebern, unterwegs zu der Rosenlauischlucht. Ich bin mir sicher, alleine wären wir die nicht angefahren, sie war es aber mehr als wert gewesen! Die Beiden hatten sich extra ein größeres Auto geliehen, einen relativ überdimensioniert großen Transporter mit 9 Sitzen, damit wir alle in ein Auto passen… . *schluck*. Um 9 Uhr ging es los, wir waren sogar ganz pünktlich ;). Die Fahrt vom Berg herunter (gestern bin ich wieder gefahren, heute ist Marko wieder dran - wir wechseln ganz artig ab *g*) hat ziemlich Spaß gemacht, ich werde immer sicherer, schneller und angstfreier. Dafür steigt der Schwierigkeitsgrad auch Stück für Stück immer mehr an, gestern hatte ich schon doppelten Gegenverkehr inkl. Postbus bei regennasser Fahrbahn und einem weiteren Fahrzeug vor mir *g*. Marko hatte dafür 'nen Laster mit Anhänger *schluck*.

Bei Bali, sorry, Erika, ging es mit dem weißen Transporter los, vorbei am Brienzer See nach Meiringen. Dort ging es dann den Berg hinauf und ich hab mich gefragt, warum ich hier auf der Isenfluhstraße immer leichte Panik bekomme, die Rosenlauistraße ist wesentlich schmaler, weisst wesentlich weniger Ausweichstellen auf und es fahren große Postbusse da hoch! Und davon jede Menge!!! Christian fuhr sehr sicher und somit hab ich Markos Hand auch nur ein wenig zerdrückt ;). Rückwärts zurücksetzen um einen von vorn kommenden dicken Postbus vorbeizulassen hat dann aber doch meinen Puls reichlich nach oben getrieben *g*.

Das alte Rosenlauihotel sieht ehrwürdig aus, alt und ehrwürdig. Es steht auf einer relativ großen, fast ebenen Fläche, kein Wunder daß damals viele Menschen hier hochwollten. Damals gab es aber auch noch eine warme, schwefelhaltige Quelle, die sich bei einer Bergverschiebung irgendwann geschlossen hat. Somit hat das Hotel seine besten Zeiten längst hinter sich, und grade das macht es sehr reizvoll. An der Rezeption ist noch die alte Technik zu sehen, es gab auf den Zimmern Schnüre, an denen die Gäste ziehen konnten, wenn sie den Zimmerservice benötigten. An der Rezeption ging dann eine Klappe auf und ein Lichtlein an, so daß das Personal sehen konnte, wer gezogen hat.

Die Rosenlauischlucht war sehr faszinierend! Erika meinte, so viel Wasser wie diesmal hätte sie dort noch nie gesehen und die beiden klangen so, als wären sie schon oft hier oben gewesen. Trotzdem hat Christian fotografiert, ich natürlich auch. Bewegende Wassermassen sind allerdings relativ schwer mit einer nicht grad hochklassigen Digitalcamera festzuhalten, einige Bilder gefallen mir aber doch sehr gut. Es war kalt dort, so kalt, daß meine Kiddies beide irgendwann die Regenjacken von Erika und Christian an hatten. Ich hab zwar, unter anderem auch in Erinnerung an die Kälte der Beatushöhlen, an Pullis gedacht, dann aber nicht genug darauf gedrängt, daß sie auch eingepackt werden. Ich bin eine schlechte Mutter und ein dummer Tourist *seufz*.



Ganz oben und außerhalb der Schlucht war es sofort wieder sehr warm. Wir waren etwa auf 1400 Meter Höhe und haben erstmal eine kurze Pause gemacht bevor wir den Wanderweg wieder runtergelaufen sind. Zwischenstop machten wir an einem Bach, an dem die Kiddies und irgendwann auch ich Steinchen aufschichteten um einen Damm zu bauen. Irgendwie macht das sicherlich fast jedes Kind, was dort vorbeikommt *g*. Noch mehr Wasser, Steine und Spielereien hatten wir dann auf der Schwarzalp, an der wir picknickten. Inklusive Kühen, die den dummen Touries Hallo sagen kamen, sehr zur Freude meiner Kinder. Das Essen schmeckte gut (wahrscheinlich hätte dort oben alles gut geschmeckt) und wir alle haben danach noch lange, lange an den Steinen, mit den Steinen und im Wasser gespielt :)



Gegen 16 Uhr waren wir dann wieder zurück bei Erika und Christian, aßen noch ein Eis, tranken einen Kaffee und fuhren dann zurück nach Isenfluh. Ich hatte auch genug Gastfreundschaft genossen, wollte lieber wieder allein mit meiner "Familie" und nach "Hause" - wie schnell wir uns doch heimisch fühlen hier, also ich zumindest :)

Abendessen mit Pizza, spazieren gehen zum Aussichtspunkt "Brändli", wo ich eine neue Form von Höhenangst genießen durfte... Ich stand als erstes am Metallzaun, der uns davon abhalten soll, viele hundert Meter in die Tiefe zu stürzen. Ich fand die Aussicht auch gigantisch, auch noch, als Marko auch kam. Aber keineswegs mehr, als die Kids dazukamen. Die Angst um diese ist es, nicht die Angst um mein eigenes Leben, die... ich weiß nicht... Panik auslöst. Angst... *schulterzuck*... Ich hab’s hinterher noch mal getestet, alleine stehe ich da oben mit einem leichten aber wohl menschlichen Magengrummeln, stehen die Kiddies daneben, will ich da weg, will ich die da weg haben...

Überhaupt finde ich den Grillplatz dort sehr... gewöhnungsbedürftig... Eine kleine Schaukel steht dort, allein der "Abstieg" zu der kleinen Hütte ist besorgniserregend, geht es direkt dahinter zwar auf einer Wiese aber doch recht steil herunter. Und das ist ein Familiengrillplatz? Naja, nachher werden wir diesen wahrscheinlich auf Tauglichkeit testen - und mich auf Angstresitenz...



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Nachtrag: am Mittwoch sind wir, nachdem der Regen aufhörte, mit der kleinen Isenfluh-Sulwald-Seilbahn gefahren. Wir wollten spazieren und den Kiddies erschien das wohl spannender als laufen. Da wir sowieso für die Hasliberg-Meiringen-Bahn üben mussten und meine Angst was Berge, Straßen und Höhen angeht, langsam normalere Ausmaße angenommen hat, brauchte ich eine Steigerung und somit saßen wir kurz danach in dem kleinen, roten Waggon *schluck*. Das der Bauer kurz davor angefangen hat, unglaubliche Mengen unglaublich stinkdener Gülle auf die Felder oberhalb unserer Wohnung zu kippen, hat unseren Entschluss glaub ich noch etwas leichter gemacht: mit der Seilbahn ging es am Schnellsten weit, weit weg von dem Gestank! Vielleicht hat’s auch bloß unser Hirn zu sehr vernebelt, so dass meine Vernunft oder Angst nicht mehr laut werden konnten...



Die Aussicht oben war die fünf Minuten Herzrasen aber wert gewesen! Es kam immer mehr Sonne hervor (auch wenn einige Regentropfen auch noch dazwischen waren), die schönen Schneeberge waren von dort oben viel besser zu sehen. Ein weiterer Aussichtspunkt, offenbar fast direkt oberhalb des Aussichtpunktes mit dem Grillplatz, bot einen noch genialeren Ausblick auf Interlaken. Marko und ich wollten gern ein wenig spazieren, leider war das mit den Kiddies eher schwierig. Erst bockten Beide, dann wurde das Darlene zu doof, sie ging lieber vorne bei Marko und mir während Vanessa hinten weitermaulte und im Schneckentempo hinterher schlich. Ich hab sie vor die Wahl gestellt, auf dem Stein dort sitzen zu bleiben, bis wir wiederkommen - was durchaus 1-2 Stunden dauern kann - oder mit uns mitzugehen. Sie wollte dann doch lieber mitgehen und ab da ging es etwas besser. Darlene fand ein Baumhaus zwischen zwei oder drei Tannen, die auf einem dicken Felsen Wurzeln geschlagen hatten. Und nach einem relativ abenteuerlichen "rot-weißen" Wanderweg nach oben machten wir kurz nach einem kleinen Bauernhof (inklusive einer Baby-Kuh, die neugierig zu uns kommen wollte bis der Bauer sie wieder einfing) eine Rast. Um viertel vor fünf, kurz vor Feierabend der Bahn, waren wir wieder dort und fuhren runter. Fast angstarm, zumindest hab ich nur wenige Male kurz die Augen geschlossen. Darlene fand es toll - sie hatte ja auch Angst. Vanessa hat gar keine, sagt sie.



Unten angekommen haben wir unser Grillzeug geschnappt und sind zu "unserem" Grillplatz. Der tatsächlich schon belgt war. Die Holländer waren allerdings schon fertig mit Grillen und haben freundlicherweise Platz für uns gemacht. Wir haben ein riesengroßes Weißbrot gefuttert, dazu ein Berg Salat, Würstchen (seltsam schmeckend), Hackfleischburger (auch komisch) und Leberkäse (normal). Dann noch eine halbe Ewigkeit kokeln, Blätter, Schneckenhäuser und alles mögliche andere verbrennen und schlussendlich das Feuer irgendwie wieder löschen. Wir haben hübsche Rauchzeichen gemacht - aber gegenüber auf dem Berg waren wohl keine Indianer, zumindest hat niemand geantwortet. Es kam aber auch keine Feuerwehr;)

Freitag, 28.7.06 - 22 Uhr

Der letzte Abend, die Kids sind im Bett und meine Augen fallen schon wieder fast zu. Aber zum Schlafen ist es wahrlich noch zu früh, für die meisten anderen Dinge schon zu spät ;)

Wir haben eben ne Runde Mensch ärgere Dich nicht gespielt, das zweite Mal in diesem Urlaub, daß wir überhaupt zu so etwas gekommen sind. Die restlichen Tage sind einfach viel zu schnell vorbei gewesen, als das man abends noch Zeit für etwas solches gehabt hätte. Vor dem Mensch ärgere Dich nicht gab es noch eine Runde eines Harry Potter Spieles, was Vanessa sich hier von ihrem Urlaubstaschengeld gekauft hat. Davor waren wir in Kandersteg. Eigentlich wollten wir mit der Seilbahn hochfahren aber das Wetter wie auch die Uhrzeit sprachen dagegen, als wir endlich dort waren. Wir haben ausgeschlafen heute Morgen und haben es erst gegen 11 Uhr geschafft überhaupt aus dem Haus zu kommen. Dann regnete es blöderweise, wir haben in Spiez Pause für einen Einkaufsbummel gemacht und ein Gewitter lang in einem seltsamen Einkaufsmarkt verbracht (wo Vanessa das Harry Potter Spiel erstanden hat). In Kandersteg war es dann schon halb vier Uhr als wir parkten - und fast fünf Uhr, als wir nach einer kleineren Bergwanderung samt Mini-Picknick den Sessellift gefunden hatten. Beim Bergspazieren und Picknicken schien die Sonne, aber der Zauber hielt nur eine halbe Stunde - bis der Regen wiederkam. Somit war es nix mit Sessellift und Sommerrodelbahn sowie dem Oeschienensee. Die Temperaturunterschiede hier waren selten deutlicher als heute, zwischen extrem schwitzen oben auf dem Stückchen Berg als die Sonne schien bis hin zu frieren und Jacke anziehen (sogar Marko) als es regnete und gewitterte.

Zurück in Isenfluh haben wir nur noch gegessen, ein bisschen gepackt (Vanessa ist schon fast fertig! Streber ;) ), gespielt und nun ist der letzte ganze Tag des Schweizurlaubes auch schon rum. Morgen früh kommen Erika und Christian kurz Adieu sagen und wir überlegen noch, was wir mit dem letzten Teiltag anfangen wollen.

Gestern waren wir mit der Seilbahn fahren. Erika hatte uns ja eine Fahrt auf den Alpen-Tower (Meiringen, Hasliberg) geschenkt. Somit mussten wir fahren - und es war von einigen Angstattacken abgesehen, auch gut so :). Mein Standardspruch hier galt dann auch da: "boah, ist das geil!". Die Aussicht isses aber auch, da oben natürlich am meisten (zumindest von den Dingen, die wir hier gesehen haben). Ganz oben zu stehen und überall nur Berge, so viele Berge, so viel Sicht, ... Unbeschreiblich!!! Unbeschreiblich war auch meine Angst davor, dass mir die Kiddies die Berge herunterkugeln. Diese haben eh mal wieder etwas verrückt gespielt da oben (vielleicht war die Luft zu dünn ;) ), also hab ich es vorgezogen,sie zu bewachen während Marko ein Stückchen weiter des Weges ging um Fotos zu machen. Eigentlich wäre ich selbst gern ein Stück mehr herumspaziert da oben - das war aber einfach nicht möglich.

Die Seilbahn dort ist viergeteilt. Das erste Stück fuhren wir mit einer großen Gondel, in die angeblich 80 (!) Personen passen. Dann umsteigen in eine kleinere, die schätzungsweise 8 Personen fasst. Diese fuhr über 2 Stationen (ein- und aussteigen war an der Zwischenstation möglich), bis auf den 2.höchsten Punkt. Dort musste man noch einmal umsteigen und mit einer meiner Meinung nach etwas wackeligeren Bahn mit identisch großen Gondeln ging es ganz nach oben. Unter uns grasten die Kühe, sah man Skilifte, Hütten, grüne Wiesen und Wanderwege, über uns blauer Himmel mit einzelnen Wölkchen. Leider war die Sicht auch an diesem Tag leicht trüb, wie eigentlich jeden Tag hier. Trotzdem war die Aussicht einfach überwältigend. Die Sonne brannte ziemlich auf uns runter und es war oben irgendwie heller als unten, blendete mehr. Kälter war es auch, zumindest der Wind. Sobald dieser etwas Windschatten bekam, merkte man aber sehr deutlich, daß die Sonne noch mehr Kraft besaß als unten. Wir waren alle mit Sonnencreme eingecremt, sogar ich (zumindest ein bisschen *g*).




Nach einigem Staunen, knipsen, brutzeln und zittern sind wir dann mit der Bahn wieder eine Station nach unten gefahren und eine weitere Station nach unten gewandert. Auf dem "Muggestutz", einem Kinderwanderweg, welcher sich an einer hier sehr bekannten Märchen-Zwergen-Geschichten orientiert. Das anfängliche Genörgel der Kiddies "wandern ist soooo ödeeeeee" verstummte dann auch sehr bald, statt dessen spielten sie auf Wurzel-Stein-Höhlenbergen, mit "Tannenzapfentrocknungsanlagen" oder sägten Holz mit kleinen Sägen, erkundeten ein Mini-Zwergenhaus und waren immer neugierig, was denn nun als nächstes kommt. Für die 5 KM Weg, die laut Karte leicht bergab gingen, für meine Begriffe aber teilweise sehr stark bergab aber auch bergan verliefen, brauchten wir sagenhafte 3 (!) Stunden! Und je weiter wir ins Tal kamen, umso heißer wurde es... Sogar ich, die körperlich reichlich ungewohnt wenig gefordert wurde diesen Urlaub, hatte am Ende kein Bock mehr auf Laufen - wir waren alle froh, endlich die Seilbahn wieder zu erreichen. Die zwei Stationen nach unten war ich viel zu erledigt um groß Angst zu bekommen, ich hab sogar nach unten geschaut ohne daß sich mein Magen umgedreht hat.

Gegen 18 Uhr waren wir dann endlich bei Bali, eingeladen waren wir für etwa 17 Uhr. Daß dies eventuell schwer einzuhalten ist, war aber schon vorher klar gewesen, somit war mein schlechtes Gewissen darüber, daß ich so spät erst komme, auch recht gering.

Molle (Andre) kam auch aus Bern angereist - es war also ein Mini-SA-Treffen ;)

Lecker gegrillt haben wir und einen sehr netten Abend verbracht. Die Kiddies waren bis auf kleinere Aussetzer recht friedlich, bekamen dafür auch eine Ration "Zivilisation" in Form eines Filmes. Gewittert hat es mal wieder, wie eigentlich jeden Tag. Ziemlich heftig sogar! Wie gut, dass davon nix mehr übrig war, als wir gegen 22 Uhr im Dunkeln aufgebrochen sind nach Isenfluh. Ich war dran mit fahren, der dunkle Bergweg war also meiner *schluck*. Ich hatte keinen Gegenverkehr und auch keine Probleme den Weg im Dunkeln zu finden. Trotzdem wirkte es alles ganz anders, auch perspektivisch anders. Das letzte Straßenstück hier vor dem Haus wirkte so eng, daß ich mir gar nicht mehr sicher war, ob ich da überhaupt durchpassen kann... Heil angekommen sind wir natürlich trotzdem - und ein Teil von mir liebt den Weg! Ein anderer verursacht weiterhin Herzrasen, egal ob ich fahre oder Marko. Ich bin immer ein bisschen froh, wenn ich auf dem "Boden" angekommen bin bzw. beim hochfahren oben auf dem Parkplatz das Auto ausmache. Aber ich werde die Strecke und den leichten Nervenkitzel sicher vermissen, wenn ich wieder in Hannover bin. Da wo alle Straße so breit und grade sind...

Das war’s nun mit dem Urlaubstagebuch, bleibt noch zu erwähnen, daß ich unbedingt nochmal nach Isenfluh möchte. Ohne Kinder aber mit nem Mountainbike. Und das es ein relativ anstrengender aber sehr schöner Urlaub war, der mir sicher lange in guter Erinnerung bleiben wird!

Auf dem Rückweg haben wir wieder im Hunsrück Halt gemacht, diesmal für 3 Nächte und diesmal in Markos Elternhaus ohne seine Eltern (die waren inzwischen selbst schon in den Urlaub aufgebrochen). Ungewohnt viel Platz samt Garten hatten wir dort, und ein Klavier, was die Kinder zwar mit wenig Talent aber dennoch viel Spaß und sehr lange bespielt haben. Eine Burg haben wir noch besichtigt, die Burg Rheinfels. Eine riesengroße Burgruine, in der man wunderschön herumklettern und alles erkunden kann.



Stundenlang sind wir mit Kerzen durch die halbdunkeln und gänzlich dunklen Gänge getappt, haben uns viel gegruselt und hatten eine Menge Spaß. Vor allem in dem kleinen Kriechgang, den man auch mit Kerze nur ein winziges Stück einsehen konnte, der dann abknickte und - so schien es - unendlich lang ins Dunkle führte. Und aus dem scharrende Geräusche kamen! Nach einiger Zeit auch eine Stimme, nach noch viel längerer Zeit kam irgendwann ein Koreaner aus dem Loch gekrabbelt, der tatsächlich ohne irgendein Licht in der Hocke durchs Dunkle gekrabbelt ist. Meine Kiddies waren dort auch drin, Vanessa mutig vorneweg. Bis ich sie zurückgepfiffen habe.Ich konnte sie nicht mehr sehen, auch kein bisschen Licht von ihrer Lampe (sie hatten sich eine Taschenlampe von anderen Besuchern geliehen um dort reinzugehen) und selbst hab ich es nicht geschafft, dort reinzukrabbeln. Nach 2-3 Metern bin ich schnell wieder raus, es war einfach zu eng und zu dunkel für mich.

Urlaubsbericht - Teil 4

Geschrieben von Nina • Montag, 24. Juli 2006 • Kategorie: privates
24.7. - 22 Uhr

Die Kids sind im Bett, Darlene ist eben schon vor der eigentlichen Schlafenszeit auf unserem Bett eingeschlafen. Der Tag war lang und vor allem sehr heiß! Wir sind gegen halb acht Uhr von einem Haufen nervtötender Fliegen geweckt worden und waren so schon gegen halb zehn unterwegs in Richtung Beatushöhlen. Dort angekommen mussten wir leicht grinsend feststellen, daß wir vermutlich das erste und wohl auch einzige Mal zu früh zu irgendwas gekommen sind, die Höhlen öffnen erst um halb elf Uhr. Also sind wir ein bisschen rumspaziert, aber bis auf die Straße und den Berghang gab es da nicht wirklich etwas spannendes - auch wenn die Aussicht runter auf den Thuner See schon arg beeindruckend ist.




Der Weg hoch zum Höhleneingang war recht lang, und als wir endlich oben waren, mussten wir nicht mal mehr lange warten, bis wir uns der ersten Führung anschliessen konnten. Die Höhlen waren cool, wortwörtlich. 8-10 Grad Celsius sind dort, das ganze Jahr über. Wie gut, daß wir nicht in der Mittagshitze dort waren, dann wäre der Temperatursturz noch heftiger gewesen. Gefroren hab ich drin aber eigentlich nicht, dafür hat Darlene es genossen, frierend getragen zu werden. So kalt war ihr gar nicht, sie hat den Tragekomfort trotzdem genossen und ausgenutzt. In den Höhlen gibt es ne Menge Stalakmiten (die von unten wachsen) und Stalaktiten (die von oben kommen), kleine und mittelgrössere Seen, ne Menge Kamine, die bis zu 400 Meter bis an die Bergspitze hoch gehen, einige grössere Höhlen und für uns Touries ungefähr 1 KM Weg, den wir abgehen konnten. Viele Treppen, 85 Meter Höhenunterschied bewältigt man auf einer solchen Führung. Es war schon sehr beeindruckend.



Draußen angekommen war uns sofort heiß und sogar die Brillen sind beschlagen. Auf dem Weg nach unten gab es einen kleinen Spielplatz zum Pausieren, leider hatten wir das Essen im Auto gelassen.

Weiter ging es nach einer Weile im Auto am See entlang auf der Suche nach einer Bademöglichkeit. Gegen ein Uhr haben wir in Thun das Schwimmbad gefunden und sogar einen der heiß umkämpften Parkplätze bekommen - dank einer Schweizerin, die uns, da wir aus Hannover kommen, ihren angeboten hat. Sie wollte rausfahren, sprach uns an und meinte, sie mag Hannover *hihi*.

Das Freibad war ziemlich schön, man konnte ebenso im See baden wie in einem der Becken, geteilt in Springer, "Planscher", Schwimmer, Babys und sogar eine kleinere Rutsche mit einem eigenen Bremsbecken gab es.

Der See war zum Schwimmen eher weniger geeignet, da es viele, viele Meter einfach nicht tiefer wurde. Und in bauchtiefem Wassser schwimmt es sich nicht gut. Darlene fand einen Plastikbecher im Wasser, mit einem Tier dran. Ein Wasserwurm, der auf eine wirklich ekelige Art auf dem Becher langkrabbelte und sich dabei erst ganz klein und dann - für diesen kleinen Fleck unglaublich - lang machte *bäh*.

Das Schwimmerbecken war da schon besser, wenn auch etwas überlaufen. Die einzelnen Bahnen waren eingeteilt in Schwimmer, Aqua-Fitness und Krauler. Was fast schon lächerlich wirkt macht tatsächlich Sinn aber auch als Schwimmer hatte ich zuviele langsame Hindernisse im Wasser - wirklich schön schwamm es sich nicht. Ich hab es fünfeinhalb Bahnen in der Kraulerbahn ausgehalten, danach war ich zu fertig zum Kraulen. 40 Bahnen a 50 Meter waren dann aber doch irgendwann geschafft, Vanessa hatte stolze 20 und sogar Marko etwa 10, Darlene 4. Eigentlich war das Wasser aber auch der einzige Ort, an dem man es länger aushalten konnte, die Sonne brannte tierisch auf uns alle runter und das Klima war schon unangenehm feucht und heiss.

Die Kids hatten Eis und Pommes und ich irgendwann einen leichten Hunger (trotz mitgebrachter und längst verspeister Brote und einem Apfel, Kekse) - Marko und ich sind, unter anderem auch auf der Fluch vor der brennenden Sonne, zum "Verpflegungsposten" und saßen da grad vor dem Eis und dem Kaffee als auf der Wiese Geschrei losging. Es war plötzlich sehr windig geworden und was dann kam, hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt: eine Windhose ging quer über die Liegewiese und hat wirklich viele Handtücher, Zeitungen und sogar einige Sonnenschirme und ein Gummiboot (!) hoch in die Luft gehoben. Diese Situation erschien so irreal, daß ich eine halbe Ewigkeit an den Himmel gestart habe, an dem hoch oben (wie hoch ist schwer zu schätzen) eine menge Gegenstände schwebten. Zu hoch, um sie alle im Detail zu erkennen, aber die Sonnenschirme, Handtücher und die eine Luftmatratze sah ich schon. Es dauerte... tja, wie lang? Eine Minute? Zwei? Fünf? Bis der HImmel wieder leer war und der Großteil der Gegenstände wohl auf dem See wieder heruntergekommen sind. Ein Handtuch, was ziemlich aussah wie eines von unseren, landete vor meinen Augen auf der Wiese. Unseres? Die Kinder waren zu der Zeit vorn am Strand, ebenso wie unsere Klamotten, Rucksäcke, Handtücher... Marko ist, direkt als der surreale Spuk losging, aufgestanden und nach vorn gegangen und kam dann mit Vanessa zurück, Darlene ist mich schon selber suchen gegangen. Irgendwie war ich zu fassungslos um irgendwie zu reagieren, auch wenn ich schon wissen wollte, wo die Kiddies sind (die zu schwer waren, um mitgerissen zu werden, da oben schwebten ja nur Gegenstände und keine kleinen Kinder *g*), und ob unser Kram auch dem Schwebezauber zum Opfer gefallen ist. Zum Glück war dies nicht der Fall, die Windhose hat einen relativ kleinen Korridor durch die Liegewiesebenutzer geschlagen, diesen aber sehr ordentlich aufgeräumt. Unglaublich, wirklich unglaublich!!! Natürlich hatte ich keine Kamera dabei, um das in Bilder festzuhalten. Die Bilder in meinem Gedächnis, die am Himmel schwebenden Sachen, werde ich aber trotzdem sicherlich nie vergessen! Ob sowas üblich ist? Die Menschen um mich rum haben sich recht schnell wieder beruhigt, auch wenn ich fand, daß kurz danach recht viele Menschen nach Hause gingen... Wir auch, es wurde Zeit!

Das Thuner Tageblatt berichtete am folgenden Tag von unserer Windhose: http://www.espace.ch/artikel_239152.html

Urlaubsbericht Teil 3

Geschrieben von Nina • Sonntag, 23. Juli 2006 • Kategorie: privates
Sonntag, 23 Juli, 15 Uhr, Balkon, Liegestuhl

Die Kiddies haben bis fast 10 Uhr geschlafen. Wir waren gegen halb sieben Uhr mal wach und haben die aufgehende Sonne versucht zu fotografieren. Die versteckt sich hier aber weitestgehend hinter den Bergen. Wir sind dann wieder eingeschlafen und etwas vor den Kids wieder aufgewacht und aufgestanden.



Kaffeekochen und süßen Semmel zum Frühstück (unsere Gastgeberin hat uns am Vorabend uns mit einer Tüte Nahrungsmittel versorgt, Semmel, Marmelade, Kaffee, Tee, Lätta, Milch und ein bisschen Kakao für die Kids :) ) und erstmal runter nach Interlaken: einkaufen.

Titi und ich haben den Weg fast problemlos gemeistert, sogar dies erste Stückchen rückwärts runterrollen und die erste Steigung mit dem kalten Motor waren nur in meiner Fanatsie vorher schlimm, in Wahrheit hat zwar mein Puls wie auch der Motor ein wenig hochgedreht, aber ernste Probleme gab es natürlich nicht. Es standen eine Menge Besucherautos auf dem Parkplatz hier, ich frage mich, ob die Touries wissen, was für eine Straße sie hier oben erwatet *g*. Wobei ich ja eigentlich das letzte Stück hier im Örtchen am schlimmsten fand, die enge Kurve, in der ich auch beim zweiten Befahren eben einmal zurücksetzen muss und das letzte Stück steil hoch - der Rest ist zwar für Flachländer ungewohnt eng und hubbelig aber keine wirkliche Herausforderung für Mensch und Auto. Trotzdem bekam Titi beim Tanken in Interlaken SuperPlus, das hat sie sich verdient ;)

Den Laden, der auch Sonntags auf hat, haben wir auf Anhieb gefunden, Bali hat ihn uns gestern gezeigt und auf zwei Zetteln wichtiges notiert wie offene Läden, Notfallnummern (sogar für die Bergrettung per Hubschrauber *g*) - ausserdem gab es einen Gästepass, der an manchen ortlichen Attraktionen Rabatte bietet und die versprochenen Karten für eine Seilbahn (ob ich einfach ignoriere, daß ich bei sowas Angst bekomme?), noch mehr Reiseführer, Karten, ... Ein ziemlich guter Rundumservice bietet diese Ferienwohnung, ganz besonders noch bei diesem unglaublich attraktiven Preis ;)

Im Tourizentrum von Interlaken gabs ne Menge Läden mit Ansichtskarten, Schweizer Uhren, Taschenmessern, Kuhglocken und ähnlichem Schnickschnack. Und Knutsch... pardon Kutschfahrten. Natürlich wollten die Lütten da mitfahren aber 50 Franken für ne halbe Stunde Rentnerkutschfahrt in einem stinkenden und heißen Interlaken war dann doch nix, was die Erwachsenen wollten. Davon abgesehen dass Titis Parkzeit auf 30 Minuten begrenzt war - welch guter Grund, hier etwas sparsamer zu sein. Das ganze wird schon mit schönen Attraktionen teuer genug werden.

Geld holen und erstmal zurück nach Isenfluh, sonst schmilzt uns das ganze Essen (vom Einkauf am Vortag ist in der Hitze im Auto die Lätta unbrauchbar geworden und die Salami enthält kein sichtbares Fett mehr). Die Kiddies drehten auf der Fahrt etwas arg durch, schon beim Losfahren gabs Tränen und Theater - sie sind einfach fertig von der Fahrt gestern und aufgedreht von der ungewohnten Umgebung. Also verzichteten wir auf den eventuellen Freibadbesuch und bleiben lieber bei der Wohnung, machen ein bisschen Pause und schauen uns gleich ein wenig den Berg und die nahe Umgebung an.

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22:30 Uhr

Kids sind im Bett, wir sitzen auf dem Balkon. Camera leer machen, bisschen Wein trinken, ... Die Grillen machen den einzigen Lärm, von dem bisschen abgesehen, was wir produzieren. Man hört hier oben tatsächlich fast gar nichts, nur ganz ein wenig Rauschen, vermutlich von dem Flüsschen im Tal, die Grillen und sonst... nichts...

Die Umgebung haben wir uns erst mit den Kiddies und dann allein ein wenig angeschaut. Mit den Kids wollten wir zum nahegelegenen Aussichtspunkt, sind aber wohl an der einen Stelle "falsch abgebogen". Der zweite, kleinere Weg war verdammt nah am Abgrund und die ersten Meter dieses Weges waren auch noch an einer Stelle, an der vor nicht allzulanger Zeit eine Menge Steine abgetragen worden sind und die Bäume fehlten, um einen eventuellen Sturz oder doch zumindest meinen ängstlichen Blick abzufangen. Da wollte ich mit den Kids in dem Moment nicht unbedingt lang. Ich bin ja gar nicht feige aber die Kiddies UND solch nahe Bergabhänge sind dann doch etwas zuviel und ich ertappe mich immer wieder dabei, die Kinder auf den Wegen in Richtung Hang und weg vom Abhang zu lotsen (was sie selbstverständlich nur murrend tun und der Meinung sind, daß ich furchtbar übertreibe *g*).

Sie haben Berge von Steinen gesammelt, ein paar davon sind auch wirklich schön. Wilde Erdbeeren und Himbeeren haben wir gesammelt - und uns ein bisschen Abendbrot so reichlich anstrengend erklettert. Aber lecker waren die, vor allem die winzigen Erdbeeren, die so dermaßen intensiv geschmeckt haben - fast schon gar nicht mehr nach Erdbeer, ich kann aber auch nich beschreiben, ... für uns Plantagen-Erdbeerenesser ist diese geschmackliche Intensität aber wohl etwas zu viel ;)



Ein Fuchs ist uns auch noch begegnet, ganz in der Nähe von Isenfluh saß er plötzlich auf der Abhangseite direkt neben der Straße und flüchtete ein Stück tiefer, als ich näher kam. Ich hab ihn im Weghuschen unscharf fotografiert und dann zwei Bilder schiessen können, als er unten sitzen blieb, vielleicht 2 Meter weit weg von uns. Er saß da noch immer, als wir weitergingen, sicher einige Minuten. Schaute uns an und wir ihn. Süß sah er aus :)

Abendessen gabs im Wirtshaus am Ort, Rösti, Nudeln, Schnitzel mit Pommes. War recht lecker aber natürlich gar nicht günstig. Dafür war die Aussicht sehr beeindruckend:



Danach sind die Kiddies in die Wohnung, haben den Küchendienst übernommen (sie haben sich selbst diesen zugeteilt und die Küche tatsächlich in einen perfekt sauberen Zustand gebracht!), Marko und ich sind zu einem Abendspaziergang aufgebrochen. 21 Uhr ist natürlich eigentlich schon viel zu spät um in den Bergen rumzulaufen, trotzdem sind wir ein gutes Stück den laut Karte "Bergweg" (nur mit guten Schuhen benutzen) in Richtung Sulwald. 25 Minuten hoch und die gleiche Zeit wieder runter. Beeindruckend, wie steil der Weg ist und wie schnell man höher kommt. Wie schön die Aussicht ist - und auch wie gefährlich. Mit meinen Turnschuhen bin ich auf dem Rückweg schon ein paar Mal leicht ins Rutschen gekommen. Nur sehr ungern sind wir irgendwann umgekehrt - unten angekommen war es dann schon wirklich dunkel - es war höchste Zeit!

Es gibt tatsächlich noch ein grosses Hotel oder Herberge daoben. Die haben das Volleyballfeld mit einem grossen Netz abgespannt - ist auch besser, wenn der Ball erstmal weg kullert, ist er das auch *g*

Nu ist Schlafenszeit, wir sind angenehm müde - müde bin ich hier fast noch mehr als Zuhause, die Bergluft und die Sonne natürlich... *gähn*

Urlaubsbericht - Teil 2 (Ankunft Isenfluh)

Geschrieben von Nina • Samstag, 22. Juli 2006 • Kategorie: privates
Die Fahrt vom Hunsrück nach Isenfluh, einem kleinen Bergdörfchen in der Nähe von Interlaken, dauerte wesentlich länger als ursprünglich geplant, was vor allem an der Hitze und einer Menge Pausen lag. Einen kleinen Stau hatten wir auf der A5, den haben wir aber umfahren und lieber ein Stück Bundesstraße samt einem Pausen-Einkaufshalt dem 'Hitzestau' vorgezogen.

Um 9 Uhr sind wir in Kirchberg gestartet, die Temperaturen da noch bei angenehmen 22-23 Grad, stiegen dann auf bis zu 40. Eigentlich nur noch unerträglich, auch bei offenem Autofenster, wodurch eigentlich nur eine Menge heisser Wind durchs Auto geblasen worden ist.

Die Strecke führte uns durch ein kleines Stück Frankreich, 20 Km in etwa. Wir sind kurz von der Autobahn runter und haben im nächsten Ort einen Bäcker aufgesucht, ein paar Leckereien gekauft, verspeist und sind weiter.

Die letzte Rast haben wir etwa 50 KM vor Interlaken gemacht. Eigentlich waren wir da so nah am Ziel, daß ich gern einfach weiter durch gefahren wäre, aber die Kinder und auch ich waren so genervt, daß die Rast nötig und gut war. Wir hielten an einem kleinen, schweizer Rastplatz und dies war auf der ganzen Fahrt tatsächlich der netteste. Angefangen mit ein paar ganz simplen Fitnessgeräten (Ringe, Stangen, Seil zum Balancieren) war vor allem direkt dahinter ein Fluß, die Aare. Hellblau und ziemlich schnell fließt diese neben dem Rastplatz entlang, mit einem Zaun von diesem abgetrennt. Allerdings gab es tatsächlich ein Drehkreuz - und ein niedergetrampeltes Zaunstück. Am Fluß saßen ein paar Leute und sonnten sich, ein paar Hunde schwammen am Ufer entlang und auf dem Fluß fuhren unglaublich viele Menschen mit Gummibooten. Einige schwammen sogar flußabwärts. Und das in einem wirklich nicht unbeträchtlichem Tempo. Und dann auch noch so viele! Ich stell mir vor, daß an irgendeinem Endpunkt - so es denn einen gibt, irgendwo müssen die alle doch auch wieder an Land gehen - ein Haufen Gummiboote und nasser Menschen samt Zubehör angeschwemmt wird. Uns wurde später erzählt, dass es Jahr für Jahr immer wieder Todesfälle gibt; so ungefährlich ist der Spaß gar nicht . Trotzdem saß es spektakulär, spannend, spaßig und bei dem Temperaturen vor allem sehr abkühlend aus!

Abgekühlt haben wir uns aber auch, zumindest mit den Füßen im Wasser. Die Kiddies haben mit dem schwarzen Hund gespielt und Darlene war in allerkürzester Zeit pitschnass. Über uns zog der HImmel langsam zu und wurde immer schwärzer. Neben der Tatsache, daß man uns in Interlaken erwartete, mussten wir auch dem Wetter wegen langsam weiter.

Genügend abgekühlt war es fast ein bisschen zu kühl, als auf der Weiterfahrt nach wenigen Minuten heftiger Regen einsetzte. So heftig, daß ich zwischendurch kaum etwas sehen konnte und das Tempo ziemlich stark gedrosselt habe. Der Rest der letzten Fahretappe war dann zwar wesentlich kühler und damit temperaturtechnisch wesentlich angenehmer, dafür auch naß, glitschig und mit schlechter Sicht.

Endlich in Interlaken angekommen, wurden wir mit Salaten, Getränke, Grillhähnchen, Wein und Kaffee erstmal wieder aufgepäppelt. :) Nach einer ganzen Weile essen, plaudern und rumtoben (letzteres taten aber überwiegend nur die Kiddies ;) ), wurden wir dann zu unserem kleinen Dörfchen und der Ferienwohnung dort begleitet. Mit zwei Autos machten wir uns auf, die im Routenplaner erschreckend kringelige Bergstraße erstmalig zu erklimmen. Ich gestehe, ich war leicht nervös. Straßen, die nicht wenigstens weitestgehend waagerecht verlaufen, machen Flachländern wie mir manchmal vielleicht einfach irgendwie Angst. Wahrscheinlich war ich aber vor allen Dingen ziemlich erledigt von der Fahrerei und der Hitze.



Wenigstens der Regen hatte zwischenzeitlich aufgehört und so folgte ich tapfer dem vorausfahrenden Ortskundigen auf die schmale Straße. Serpentinenfahrend haben die beiden Autos den Berg erklommen, meine kleine Titi meist im zweiten Gang. An zwei Stellen hab ich in den ersten zurückschalten müssen, wirkliche Probleme oder Angst hatte ich an keiner Stelle der Strecke. Der Tunnel, vor dem ich fast am meisten Magengrummeln hatte, war beeindruckend, schön, fastzinierend, GEIL! Ein wenig wie eine grosse, befahrbare Höhle schlängelt er sich in Kurven den Berg hoch und ist so breit, daß zwei Autos (vorisichtig) aneinander vorbeikommen. Alle paar Meter gibt es eine Ausweichbucht und somit ist der Tunnel die beste Stelle um auf dem Weg nach Isenfluh einem entgegenkommenden Fahrzeug ausweichen zu müssen. Es gab sogar eine Menge Lampen im Tunnel, oben von der Decke hängend. Nicht ganz so wie man es in grossen Tunneln gewöhnt ist, aber die Art der Bleuchtung und der wenig aufdringlichen Rettungssäulen sowie Notausgangbeschilderungen machen diesen Tunnel nur noch attraktiver. Er war schon fast zu schnell vorbei, 1,2 KM lang war er. Draußen dann weiter Serpentinen, die sich den Berg hochschlängeln, wir schlängelten mit. Endlich erreichten wir Isenfluh und ich wähnte mich in "Sicherheit" aber weit gefehlt: die Straße im Ort war noch enger als auf dem Weg dort hinauf.

Oben angekommen hab ich, einem alten Reflex folgend, mir erstmal ne Zigarette geschnorrt... ;)



Danach haben wir unsere Begleitung verabschiedet und die Ferienwohnung in Beschlag genommen. Es gibt dort 2 relativ grosse Zimmer mit einem Doppelbett in einem und 3 einzelnen Betten (sowie einer Kiste Spielzeug) im anderen Raum. Eine große Küche samt Essecke, Sofa und Sessel im Schlafraum und sogar einen kleinen Balkom - mit Blick auf die Berge. Der Blick aus dem Schlafraum auf diese war aber noch schöner, kein Wunder, daß wir fast jeden Tag im Urlaub erst viel zu spät aufgestanden sind ;)










Urlaubsbericht - Teil 1

Geschrieben von Nina • Freitag, 21. Juli 2006 • Kategorie: privates
Wir waren im Urlaub, fast zwei Wochen haben wir die Wohnung in die Hände eines Katzensitters gegeben und haben uns samt dem kleinen Tigra aufgemacht, andere Gegenden zu belagern.

Einen Zwischenstop auf dem Weg in die Schweiz machten wir im Hunsrück, fast zwei Tage und zwei Nächte verweilten wir dort, genossen Gastfreundschaft, Essen und machten eine Burgbesichtigung. Die Lahneck bei Lahnstein wollten wir uns ansehen, weil diese in einem Jugendbuch erwähnt wurde - ein junges Mädchen ist vor 150 Jahren in der Ruine dieser Burg ums Leben gekommen. Inzwischen ist die Burg reichlich saniert worden und lässt sich besichtigen.



Schön war's in dieser kleinen Burg und sehr faszinierend für die Kids.

Schreibblockade?

Geschrieben von Nina • Montag, 5. Juni 2006 • Kategorie: privates
Irgendwie... bin ich grad arg sprachlos hier...

Es ist ja nicht so, daß ich nichts zum Schreiben hätte aber ich kann mich nicht aufraffen zu schreiben... Meine Schreibphasen sind mal mehr mal weniger stark, auch bei dem, was ich nur für mich aufschreibe, was unveröffentlich bleibt. Momentan bin ich wohl eher ein wenig sprachlos, lustlos...

Das Wetter macht müde und träge, mein Studium raubt Zeit, mein Leben sowieso.

Wir gehen jetzt erstmal raus, wir brauchen Luft und Bewegung ;)

Und in Kürze schreib ich sicher wieder mehr.

Versprochen :)

Experiment Rauchen

Geschrieben von Nina • Samstag, 11. März 2006 • Kategorie: privates
Nachdem ich einige Tage ein extrem starkes Verlangen nach Nikotin hatte, hab ich eben ein Zigarillo, der seit Ewigkeiten unbemerkt auf dem Kühlschrank vor sich hin vegetierte (immerhin in einer luftdichten Verpackung), angesteckt.

Schmeckt komisch... Und bewirkt nicht wirklich etwas. Mir wird nicht mal so komisch küselig, wie sonst nach der "ersten" Zigarette. Zigarillos schmeckten mir eh noch nie und die komische Stimme, dieser Wunsch in mir drin irgendwas gestillt zu wissen, wird auch nicht leiser.

Ein halbes Jahr rauche ich schon nicht mehr und ich stelle fest, daß mich der Zigarillo bestimmt nicht wieder zum Raucher macht. Gut! :) Er schmeckt nicht sonderlich und befriedigt eigentlich auch kein wirkliches Bedürfnis in mir. Höchstens eins, was ich gar nicht habe sondern nur glaube, daß ich es habe. Oder?

Dafür hab ich jetzt wieder keine Hand frei, der Rauch zieht mir unangenehm in die Nase, es drückt auf der Lunge... was fürn dummes Spiel!!!

Warum scheine ich so oft eine so starke Sehnsucht nach dem Rauchen zu haben? Und wohin kann ich dieses Verlangen, was ja so eh nicht gestillt werden kann, umbiegen?

Ich hab jetzt die letzten Züge geraucht, das Ding ausgedrückt, den Ascher zurück unter die Spüle gestellt (für eventuell rauchende Besucher) und mal wieder festgestellt, daß ich das Rauchen gar nicht brauche!

Mir gehts nicht wirklich anders als vorher, nur das ich einen noch komischeren Geschmack im Mund habe, mir ein bisschen schlecht ist und ich einen unangenehmen Druck auf der Lunge verspüre...*kopfschüttel*

Nene, das fehlt mir nicht! Das ist es nicht, was mir fehlt! Und die Kopfschmerzen vom Rauchen fehlen mir auch nicht! Der Husten fehlt mir nicht! Das Geld krieg ich auch anderweitig ausgegeben! Der ständige Suchtimpuls feht mir nicht. Und ich begrinse Leute, die sich im Auto sofort und als erstes 'ne Kippe anzünden. Oder nach dem Aussteigen aus der Straßenbahn.

Solange ich wirklich rauchte, hat die Zigarette ja eine Sehnsucht, eine Sucht befriedigt. Heute hab ich diese körperliche Sucht nicht mehr, falle aber zu oft in den Gedanken zurück, daß eine Zigarette trotzdem etwas befriedigen könnte. Aber stelle - zum Glück - dann auch regelmässig wieder fest, daß es nur ein durch das Rauchen selbstgeschaffenes Bedürfnis ist. Ich bin jetzt auch nicht glücklicher und zufriedener als vor dem Nikotin. Eigentlich eher weniger. Ich hab zwar nicht das Gefühl nun über alle Massen versagt zu haben, weil ich diesem Drang hier nachgegebe habe (eher im Gegenteil, weil es ja bewusst geraucht mich in dem bestärkt, was ich möchte: Nichtraucher werden!), aber dieses Desillusionieren ist auch eher komisch. Was mach ich nun um ruhiger zu werden, wenn schon nicht rauchen? Schreiben? Lesen? Schlafen? Arbeiten? Normalerweise wahrscheinlich Sport aber Kniebedingt hab ich ein paar Tage Auszeit. Naja, dann geh ich jetzt LUfballons für den Geburtstag Morgen aufpumpen, ist sowieso viel sinnvoller als rauchen :)

Rauchen ist doof!

Geschrieben von Nina • Samstag, 28. Januar 2006 • Kategorie: privates
Ich hab vorhin 3 Zigaretten geraucht. Hausverwaltung, Eigentümerversammlung. Irgendwie war meine Selbstbeherrschung wohl nicht mit und somit hab ich zu den dort angebotenen Zigaretten gegriffen. Ich gebe zu, ein bisschen habe ich vorher schon damit gerechnet. Ich bin mir sicher, wenn ich gewollt hätte, wäre ich gegen diese Situation eigentlich noch gut angekommen. Aber ein Teil von mir wollte es irgendwie und somit hab ich nun wenigstens mal wieder probiert, wie das nochmal war mit dem Rauchen.

Kopfweh kriegt man davon und mir war schlecht danach. So ein bisschen zumindest. Wird langsam beides besser aber das Gefühl, was mir die Zigaretten gegeben haben, war das auf jeden Fall nicht wert.

Sie fühlten sich komisch an. Die ersten richtigen Zigaretten, die ich in der Hand hatte seit September. Ich war froh, als ich meine Hände wieder für andere Dinge frei hatte, mochte die Zigarette nur auch nicht ausmachen, bevor ich sie weggeraucht hatte.

Der Rauch kratzte nicht und schmeckte sogar ein bisschen. Aber auch nur ein bisschen. Auch das war es aber nicht wert gewesen, andere Dinge schmecken auch und das sogar viel besser.

Letztenendes hab ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil ich ja gar nicht mehr rauchen wollte. Aber auch ein positives Gefühl weil ich zum Einen danach nicht in der Raucherfalle gelandet bin, also nicht weiterrauche, nur weil ich mal 3 Zigaretten geraucht hab. Und irgendwie für mich die Sinnlosigkeit vom Rauchen an sich zumindest jetzt grad recht deutlich wahrnehme. Warum habe ich so lange geraucht? Und warum wird die Angst, wieder anzufangen, kaum weniger? Warum sind da noch immer so viele Momente, in denen mir die Zigaretten fehlen (vorhin war ja einer dieser Momente)?

Jahresrückblick 2005 - Willkommen 2006

Geschrieben von Nina • Mittwoch, 18. Januar 2006 • Kategorie: privates
Wenn man erstmal ein gewisses Alter erreicht hat, stöhnt man immer bei diesem Gedanken: "Und wieder ist ein Jahr vorbei".

Schnell scheint es wirklich zu gehen aber 2005 war auch nicht kürzer als die anderen Jahre vorher.

Was ist in meinem Leben passiert im letzten Jahr? Hmm... Verliebt habe ich mich. Dabei wollte ich das doch eigentlich vermeiden, führen Beziehungen meiner Erfahrung nach doch nur ins völlige Chaos. Naja, vielleicht habe ich damit ja unrecht, ich werds einfach mal wieder ausprobieren ;). Aber gut tuts schon! Sehr sogar :). Ich bin wesentlich ruhiger und zufriedener, glücklicher im Moment. Allein das ist es schon wert! Den Kindern geht es ähnlich, sie mögen ihn sehr und sind fast gar nicht eifersüchtig. Ebenso wie die Katzen. Schauen wir mal, wie lange es gut tut, wohin es führt, wohin wir gehen... Einfach geniessen solange es gut tut!

Ich hab aufgehört zu rauchen. Nach ungefähr 15 Jahren. 'Einfach so' möchte ich fast schreiben, aber ganz so einfach war es dann doch nicht. Obwohl es einfacher war als befürchtet. Und gleichzeitig schwieriger. Wie oft bin ich noch immer in Gelegenheiten, in denen einfach mal eine Rauchen möchte. Nur stillt dies ja wirklich gar kein Bedürfnis in mir drin, weckt nur ein neues: den Drang nach der nächsten Zigarette in 20 Minuten. Alles Blödsinn und doch fehlt es mir! Und fehlt mir nicht. Ich bin den Dreck endlich los!

Nicht mehr zu Rauchen brachte dann auch große Vorteile beim Sport, ich bekomme wesentlich besser Luft und kann sogar endlich halbwegs durchgängig joggen. Ich glaube der Sport war einer der Hauptargumente gewesen mit dem Rauchen aufhören zu wollen. Wie oft hab ich hechelnd jede gerauchte Zigarette verflucht. Aber nur um nach dem Sport die erste Zigarette mit tiefen Lungenzügen zu geniessen. Menschen sind doch bescheuert!

Viel Sport gehört erwähnt wenn ich über 2005 schreibe. Ich weiß nicht wie viele Kilometer ich im letzten Jahr auf dem Rad gesessen hab, wie viele ich gelaufen bin, wie viele mit Inlinern gefahren, geschwommen. Aber 8-10 Stunden Sport standen in den meisten Wochen auf meinem Trainingsplan. Weswegen ich zwar noch immer zuviele Kilos mit mir rumschleppe, mich aber körperlich um sehr viele Klassen besser fühle als 2004 und diverse vorherige Jahre.

Studentin bin ich geworden, zumindest hab ich mich im letzten Jahr noch bei der Fernuni Hagen angemeldet. Das Studium geht im April los. Besser meine zwei Kurse dort. Akademiestunden. Aber inklusive einem 'richtigen' Studienausweis. Wow -*strahl* :) . Auch wenn es mir Angst macht...

Meine Kiddies haben auch 2005 nicht aufgehört zu wachsen, innerlich wie äusserlich.

Vanessa ist seit August ein "Schlüsselkind" - auf eigenen Wunsch. Ein wenig Betreuung hätte sie dieses Schuljahr eigentlich noch haben können. Sie hat die Selbstständigkeit vorgezogen zumal im Hort fast niemand mehr war, mit dem sie hätte spielen können. Sie wechselt im nächsten Schuljahr auf die weiterführende Schule und ich verkünde stolz, daß sie eine Gymnasialempfehlung bekommt :). Nur auf welche Schule sie genau gehen wird, daß wissen wir noch nicht. ein bisschen Zeit haben wir noch uns darüber Gedanken zu machen.

"Liiiiiebhaben!" ist einer ihrer Sprüche zur Zeit, zeitgleich wird man von ihr plattgeknuddelt. Ihren Kater liebt sie noch immer heiss und innig, ebenso Pferde, Harry Potter, Bücher im allgemeinen, Computer und Fernsehen.

Darlene ist eine gute Zweitklässlerin ohne irgendwelche Schulprobleme. Bislang. Ich hoffe, daß ändert sich nicht. Außerhalb von Schule und Hort ist sie der klassische Wildfang und kommt eigentlich nur zum Essen nach Hause. Oft nicht mal das, man kann ja auch bei Roxana zum Beispiel essen. Oder sich von seinem eigenen Geld etwas kaufen. Selbstständig sein, "gross" sein, für kleinere Geschwister sicher immer ein Stück Ansporn, da macht DArlene keinen Unterschied. Ansonsten ist sie etwas schwieriger zu erfassen und zu beschreiben, klassischer, schwer einzuschätzender Skorpion?

Sie kommt fast jeden Morgen nach dem Wecken ne Runde kuscheln auf mein Bett. Da stört es sie auch nicht, daß inzwischen ein Marko auch dort auch öfter mal zu finden ist. *g*

~~~

Und was mach ich mit 2006?! . Ziele zu definieren fällt schwer. Vom Studium einmal abgesehen. Und weiter den Sportwahn füttern, mich selbst dafür nur möglichst wenig - 10-15 Kilo müssen noch weg! Verliebt und glücklich wäre ich bitte gern weiterhin! Notfalls reicht auch glücklich ;). Abwarten, in null Komma nix ist dieses Jahr auch um. Danach einfach mal schauen wie es gewesen ist.

URLAUB

Geschrieben von Nina • Donnerstag, 22. Dezember 2005 • Kategorie: privates
URLAUB! - ENDLICH!

Boah, ist das nötig! Boah, bin ich körperlich und seelisch aus dem Gleichgewicht und brauche dringend eine Pause!

Nun hab ich sie, seit wenigen Stunden. Entspannt bin ich noch nicht, ganz im Gegenteil. Ungewohnt angespannt bin ich. Innerlich, äußerlich... Okey, es ist auch fast Weihnachten und das bisschen Streß holt sogar mich

Aber hey, ich darf wieder fahrradfahren!!! Ich hab nämlich gar nix. Bis auf Schmerzen natürlich *hrhr*. X-Beine, Störungen im Bewegungsapperat.. Soso... dauert bis das weggeht, sagt Frau Doktor. Und das ich unbedingt weiter Sport machen soll. Ausdrücklich fahrradfahren! Und schwimmen. Und wenns zu sehr wehtut, soll ich ne Pille gegen die Schmerzen futtern. Ahja... *hust*... Und mit der Kniebandage rumlaufen. Mehr als bislang, da hab ich sie ja nur beim Joggen getragen. Und Einlagen krieg ich. Und Krankengymnastik (aber erst nach Nachfragen), letzteres wollte ich eigentlich auch gar nicht. Sie machte mir wenig Hoffnung, daß das schnell wieder weggeht... Toll... Laufen kann ich damit wohl vorerst vergessen! Aber wenn Fahrradfahren wieder geht bin ich ja schon zu 3/4 glücklich!

Und fahrradfahren ging. Gestern 30 Minuten, heute 45. Bislang keine Probleme. Mit Kniebandage fährt es sich allerdings doof.

Kinderkram...

Geschrieben von Nina • Mittwoch, 14. Dezember 2005 • Kategorie: privates
Vorsicht, es wird ein bisschen sentimental nun...

Wie schwer es doch fällt, Kinder loszulassen... Vanessa (wird im März 10) ist nun öfter mal bei ihrem Vater Nachmittags. Ab Schulschluß (meist 13 Uhr) ist sie seit diesem Schuljahr allein Zuhause bis ich von der Arbeit komme (meist zwischen 15 und 16 Uhr). Sie wollte das so, ein Jahr lang hätte sie noch in den Club gehen können (wie Hort aber nur bis 15 Uhr). Das wollte sie nicht. Somit koche ich meistens vor, sie futtert alleine, macht Hausaufgaben alleine (das tat sie eh immer) und spielt ein bisschen bis ich mit ihrer kleineren Schwester nach Hause komme. Oder sie verabredet sich auch mal für einen Nachmittag. Dies passiert aber eher seltener. Sie ist ja sowieso eher das etwas zurückgezogene Kind, findet schwieriger Anschluss, Freunde. Aber braucht dies wohl auch weniger als zum Beispiel ihre Schwester, die sich alleine so gar nicht zu beschäftigen weiß (und somit eigentlich immer unterwegs mit oder zu Freunden ist).

Naja, Vanessa das Schlüsselkind leidet unter Einsamkeit nachmittags. Also hab ich den Vater der Kinder 'aktiviert'. Dieser hat eh öfter mal in der Woche frei und eigentlich jeden Tag am Nachmittag (Teildienstpause zwischen halb 3 und halb 6 Uhr). Er hatte versprochen sie öfter mal nachmittags zu nehmen, dies aber von alleine bislang nicht getan. Jetzt tut er es - und verplant gleich ihr ganzes Leben *stöhn*.

Gestern war der erste Tag dieser 1-Kind-Nachmittags-zum-Papa-Geschichte. Er hatte sowieso frei und sie von der Schule abgeholt. Sie ist dann auch gleich über Nacht geblieben und hat sich drauf gefreut. Heute Morgen dann der Anruf von ihm, daß er sie heute wieder abholt, diesmal um 15 Uhr von Zuhause, also von mir. Morgen würde er sie auch wieder nehmen und am Freitag und im Frühjahr führe sie dann mit dem Rad bis zu ihm und mit dem Bus könnte sie ja auch fahren, das müssten sie nur mal üben und überhaupt, seine Lebensgefährtin hätte heut frei, sie könnte also - wenn sie das wollte - wieder über Nacht bleiben...

Ja - fein... Hoffe ich... *seufz.* Es muss das Beste für Vanessa sein, soweit ist mir das klar. Aber in meinem Bauch grummelt es ziemlich... Am Liebsten hätte ich ihn heut Morgen gleich gebremst in seiner Art nun Knall auf Fall ihr halbes Leben umzustellen... (das ich sowieso nicht glaube, daß er das dauerhaft durchhält, möchte ich nur ganz leise und am Rand erwähnen).

Ich halte ihm zugute, daß er es ja auch nur gut meint. Aber sie wohnt doch hier... auch hier... und sie kann durchaus Nachmittags allein bleiben. Sie soll es ja nach Möglichkeit nur nicht immer! Und sie soll sich durchaus hier weiter mit ihren Freundinnen verabreden! Und und und... Ich kann durchaus hin und wieder auch mal früher Zuhause sein, das bin ich so ja auch!

*seufz*...

Es fühlt sich an als wolle er mir das Kind wegnehmen. Egal wie dämlich das nun klingt und egal wie fern es der Realität ist oder sein kann.

Heut Nachmittag war ich kurz Zuhause weil ein Wasseruhrenableser kam. Somit hatte ich mit meinem grossen Töchterchen grob eine halbe Stunde. Wir haben zusammen gegessen und kurz geredet bevor ich wieder zur Arbeit gefahren bin. Ich hab ihr gesagt, das sie Heute wieder bei ihrem Vater schlafen könnte, wenn sie wollte, und sie wollte. Ging aus dem Raum und machte spaßeshalber den Spruch, daß sie so fast ganz zum Papa zieht. Sie hat dann selbst gemerkt, daß das wohl nicht ganz glücklich formuliert war und innegehalten, mir einen Blick zu geworfen.... bei dem ich wieder sicher weiß, daß man auch mit 9, fast 10 Jahren, schon eine Menge von den Gefühlen und Gedanken anderer verstehen kann.

*seufz*

Bei ihrem Vater hat sie ihren Lieblingshund. Das ist gut! Das sie weniger alleine ist und beide Kinder hin und wieder ein Elternteil für sich allein haben ist auch gut! Das ich weniger schlechtes Gewissen so haben muss und vielleicht ein bisschen weniger Streß habe oder mir mache ist auch gut!

Warum fühlt es sich dann auch ein ganz klein bisschen schlecht an? :(
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