Mittwoch, 26.7.2006 - 14 Uhr
Es regnet... Bislang hatte es jeden Tag abends gewittert oder geregnet und diese Abkühlung war uns allen sehr gelegen gekommen bei Temperaturen von über 30 Grad, zumindest unten im Tal. Heute regnete es allerdings bereits beim Aufwachen, was unseren Tagesplan, das Fahren mit der Luftseilbahn bei Meiringen, zunichte machte. Selbst ohne Regen wäre die Sicht zu schlecht gewesen, die Fahrt eher sinnlos. Und im Regen wie geplant den Zwergenweg runtermarschieren ist auch doof...
Also waren wir in Lauterbrunnen und im Dorf dahinter, die Trümmelbachfälle wollten wir nicht sehen, dafür aber diverse Touristen, die uns vor dem Auto rumrannten. Einmal einkaufen in Interlaken, in dem kleinen Einkaufszentrum gab’s auch Klamottenläden – dort dann aber leider keine Regenjacken. Jaja, die Urlaubspackplanung weisst kleinere Lücken auf. Bzw. Lücken gab’s vor allem dann beim Zusammenpacken... *mitdenaugenroll*
Nach dem Einkaufen sah die Wolkendecke alles andere als friedlich aus, wir haben uns entschlossen wieder hochzufahren, ein wenig zu faulenzen und zu hoffen, daß das Wetter nachher noch besser wird und eine ausgiebige Erkundung der näheren Wanderwege erlaubt. Danach sieht es jetzt sogar aus, vorher gibt’s aber noch Kaffee, eine kleine Müslipause und Zeit fürs Urlaubstagebuch.
Gestern, Dienstag, waren wir mit Erika und Christian, unseren Gastgebern, unterwegs zu der Rosenlauischlucht. Ich bin mir sicher, alleine wären wir die nicht angefahren, sie war es aber mehr als wert gewesen! Die Beiden hatten sich extra ein größeres Auto geliehen, einen relativ überdimensioniert großen Transporter mit 9 Sitzen, damit wir alle in ein Auto passen… . *schluck*. Um 9 Uhr ging es los, wir waren sogar ganz pünktlich ;). Die Fahrt vom Berg herunter (gestern bin ich wieder gefahren, heute ist Marko wieder dran - wir wechseln ganz artig ab *g*) hat ziemlich Spaß gemacht, ich werde immer sicherer, schneller und angstfreier. Dafür steigt der Schwierigkeitsgrad auch Stück für Stück immer mehr an, gestern hatte ich schon doppelten Gegenverkehr inkl. Postbus bei regennasser Fahrbahn und einem weiteren Fahrzeug vor mir *g*. Marko hatte dafür 'nen Laster mit Anhänger *schluck*.
Bei Bali, sorry, Erika, ging es mit dem weißen Transporter los, vorbei am Brienzer See nach Meiringen. Dort ging es dann den Berg hinauf und ich hab mich gefragt, warum ich hier auf der Isenfluhstraße immer leichte Panik bekomme, die Rosenlauistraße ist wesentlich schmaler, weisst wesentlich weniger Ausweichstellen auf und es fahren große Postbusse da hoch! Und davon jede Menge!!! Christian fuhr sehr sicher und somit hab ich Markos Hand auch nur ein wenig zerdrückt ;). Rückwärts zurücksetzen um einen von vorn kommenden dicken Postbus vorbeizulassen hat dann aber doch meinen Puls reichlich nach oben getrieben *g*.
Das alte Rosenlauihotel sieht ehrwürdig aus, alt und ehrwürdig. Es steht auf einer relativ großen, fast ebenen Fläche, kein Wunder daß damals viele Menschen hier hochwollten. Damals gab es aber auch noch eine warme, schwefelhaltige Quelle, die sich bei einer Bergverschiebung irgendwann geschlossen hat. Somit hat das Hotel seine besten Zeiten längst hinter sich, und grade das macht es sehr reizvoll. An der Rezeption ist noch die alte Technik zu sehen, es gab auf den Zimmern Schnüre, an denen die Gäste ziehen konnten, wenn sie den Zimmerservice benötigten. An der Rezeption ging dann eine Klappe auf und ein Lichtlein an, so daß das Personal sehen konnte, wer gezogen hat.
Die Rosenlauischlucht war sehr faszinierend! Erika meinte, so viel Wasser wie diesmal hätte sie dort noch nie gesehen und die beiden klangen so, als wären sie schon oft hier oben gewesen. Trotzdem hat Christian fotografiert, ich natürlich auch. Bewegende Wassermassen sind allerdings relativ schwer mit einer nicht grad hochklassigen Digitalcamera festzuhalten, einige Bilder gefallen mir aber doch sehr gut. Es war kalt dort, so kalt, daß meine Kiddies beide irgendwann die Regenjacken von Erika und Christian an hatten. Ich hab zwar, unter anderem auch in Erinnerung an die Kälte der Beatushöhlen, an Pullis gedacht, dann aber nicht genug darauf gedrängt, daß sie auch eingepackt werden. Ich bin eine schlechte Mutter und ein dummer Tourist *seufz*.
Ganz oben und außerhalb der Schlucht war es sofort wieder sehr warm. Wir waren etwa auf 1400 Meter Höhe und haben erstmal eine kurze Pause gemacht bevor wir den Wanderweg wieder runtergelaufen sind. Zwischenstop machten wir an einem Bach, an dem die Kiddies und irgendwann auch ich Steinchen aufschichteten um einen Damm zu bauen. Irgendwie macht das sicherlich fast jedes Kind, was dort vorbeikommt *g*. Noch mehr Wasser, Steine und Spielereien hatten wir dann auf der Schwarzalp, an der wir picknickten. Inklusive Kühen, die den dummen Touries Hallo sagen kamen, sehr zur Freude meiner Kinder. Das Essen schmeckte gut (wahrscheinlich hätte dort oben alles gut geschmeckt) und wir alle haben danach noch lange, lange an den Steinen, mit den Steinen und im Wasser gespielt :)
Gegen 16 Uhr waren wir dann wieder zurück bei Erika und Christian, aßen noch ein Eis, tranken einen Kaffee und fuhren dann zurück nach Isenfluh. Ich hatte auch genug Gastfreundschaft genossen, wollte lieber wieder allein mit meiner "Familie" und nach "Hause" - wie schnell wir uns doch heimisch fühlen hier, also ich zumindest :)
Abendessen mit Pizza, spazieren gehen zum Aussichtspunkt "Brändli", wo ich eine neue Form von Höhenangst genießen durfte... Ich stand als erstes am Metallzaun, der uns davon abhalten soll, viele hundert Meter in die Tiefe zu stürzen. Ich fand die Aussicht auch gigantisch, auch noch, als Marko auch kam. Aber keineswegs mehr, als die Kids dazukamen. Die Angst um diese ist es, nicht die Angst um mein eigenes Leben, die... ich weiß nicht... Panik auslöst. Angst... *schulterzuck*... Ich hab’s hinterher noch mal getestet, alleine stehe ich da oben mit einem leichten aber wohl menschlichen Magengrummeln, stehen die Kiddies daneben, will ich da weg, will ich die da weg haben...
Überhaupt finde ich den Grillplatz dort sehr... gewöhnungsbedürftig... Eine kleine Schaukel steht dort, allein der "Abstieg" zu der kleinen Hütte ist besorgniserregend, geht es direkt dahinter zwar auf einer Wiese aber doch recht steil herunter. Und das ist ein Familiengrillplatz? Naja, nachher werden wir diesen wahrscheinlich auf Tauglichkeit testen - und mich auf Angstresitenz...
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Nachtrag: am Mittwoch sind wir, nachdem der Regen aufhörte, mit der kleinen Isenfluh-Sulwald-Seilbahn gefahren. Wir wollten spazieren und den Kiddies erschien das wohl spannender als laufen. Da wir sowieso für die Hasliberg-Meiringen-Bahn üben mussten und meine Angst was Berge, Straßen und Höhen angeht, langsam normalere Ausmaße angenommen hat, brauchte ich eine Steigerung und somit saßen wir kurz danach in dem kleinen, roten Waggon *schluck*. Das der Bauer kurz davor angefangen hat, unglaubliche Mengen unglaublich stinkdener Gülle auf die Felder oberhalb unserer Wohnung zu kippen, hat unseren Entschluss glaub ich noch etwas leichter gemacht: mit der Seilbahn ging es am Schnellsten weit, weit weg von dem Gestank! Vielleicht hat’s auch bloß unser Hirn zu sehr vernebelt, so dass meine Vernunft oder Angst nicht mehr laut werden konnten...
Die Aussicht oben war die fünf Minuten Herzrasen aber wert gewesen! Es kam immer mehr Sonne hervor (auch wenn einige Regentropfen auch noch dazwischen waren), die schönen Schneeberge waren von dort oben viel besser zu sehen. Ein weiterer Aussichtspunkt, offenbar fast direkt oberhalb des Aussichtpunktes mit dem Grillplatz, bot einen noch genialeren Ausblick auf Interlaken. Marko und ich wollten gern ein wenig spazieren, leider war das mit den Kiddies eher schwierig. Erst bockten Beide, dann wurde das Darlene zu doof, sie ging lieber vorne bei Marko und mir während Vanessa hinten weitermaulte und im Schneckentempo hinterher schlich. Ich hab sie vor die Wahl gestellt, auf dem Stein dort sitzen zu bleiben, bis wir wiederkommen - was durchaus 1-2 Stunden dauern kann - oder mit uns mitzugehen. Sie wollte dann doch lieber mitgehen und ab da ging es etwas besser. Darlene fand ein Baumhaus zwischen zwei oder drei Tannen, die auf einem dicken Felsen Wurzeln geschlagen hatten. Und nach einem relativ abenteuerlichen "rot-weißen" Wanderweg nach oben machten wir kurz nach einem kleinen Bauernhof (inklusive einer Baby-Kuh, die neugierig zu uns kommen wollte bis der Bauer sie wieder einfing) eine Rast. Um viertel vor fünf, kurz vor Feierabend der Bahn, waren wir wieder dort und fuhren runter. Fast angstarm, zumindest hab ich nur wenige Male kurz die Augen geschlossen. Darlene fand es toll - sie hatte ja auch Angst. Vanessa hat gar keine, sagt sie.
Unten angekommen haben wir unser Grillzeug geschnappt und sind zu "unserem" Grillplatz. Der tatsächlich schon belgt war. Die Holländer waren allerdings schon fertig mit Grillen und haben freundlicherweise Platz für uns gemacht. Wir haben ein riesengroßes Weißbrot gefuttert, dazu ein Berg Salat, Würstchen (seltsam schmeckend), Hackfleischburger (auch komisch) und Leberkäse (normal). Dann noch eine halbe Ewigkeit kokeln, Blätter, Schneckenhäuser und alles mögliche andere verbrennen und schlussendlich das Feuer irgendwie wieder löschen. Wir haben hübsche Rauchzeichen gemacht - aber gegenüber auf dem Berg waren wohl keine Indianer, zumindest hat niemand geantwortet. Es kam aber auch keine Feuerwehr;)
Freitag, 28.7.06 - 22 Uhr
Der letzte Abend, die Kids sind im Bett und meine Augen fallen schon wieder fast zu. Aber zum Schlafen ist es wahrlich noch zu früh, für die meisten anderen Dinge schon zu spät ;)
Wir haben eben ne Runde Mensch ärgere Dich nicht gespielt, das zweite Mal in diesem Urlaub, daß wir überhaupt zu so etwas gekommen sind. Die restlichen Tage sind einfach viel zu schnell vorbei gewesen, als das man abends noch Zeit für etwas solches gehabt hätte. Vor dem Mensch ärgere Dich nicht gab es noch eine Runde eines Harry Potter Spieles, was Vanessa sich hier von ihrem Urlaubstaschengeld gekauft hat. Davor waren wir in Kandersteg. Eigentlich wollten wir mit der Seilbahn hochfahren aber das Wetter wie auch die Uhrzeit sprachen dagegen, als wir endlich dort waren. Wir haben ausgeschlafen heute Morgen und haben es erst gegen 11 Uhr geschafft überhaupt aus dem Haus zu kommen. Dann regnete es blöderweise, wir haben in Spiez Pause für einen Einkaufsbummel gemacht und ein Gewitter lang in einem seltsamen Einkaufsmarkt verbracht (wo Vanessa das Harry Potter Spiel erstanden hat). In Kandersteg war es dann schon halb vier Uhr als wir parkten - und fast fünf Uhr, als wir nach einer kleineren Bergwanderung samt Mini-Picknick den Sessellift gefunden hatten. Beim Bergspazieren und Picknicken schien die Sonne, aber der Zauber hielt nur eine halbe Stunde - bis der Regen wiederkam. Somit war es nix mit Sessellift und Sommerrodelbahn sowie dem Oeschienensee. Die Temperaturunterschiede hier waren selten deutlicher als heute, zwischen extrem schwitzen oben auf dem Stückchen Berg als die Sonne schien bis hin zu frieren und Jacke anziehen (sogar Marko) als es regnete und gewitterte.
Zurück in Isenfluh haben wir nur noch gegessen, ein bisschen gepackt (Vanessa ist schon fast fertig! Streber ;) ), gespielt und nun ist der letzte ganze Tag des Schweizurlaubes auch schon rum. Morgen früh kommen Erika und Christian kurz Adieu sagen und wir überlegen noch, was wir mit dem letzten Teiltag anfangen wollen.
Gestern waren wir mit der Seilbahn fahren. Erika hatte uns ja eine Fahrt auf den Alpen-Tower (Meiringen, Hasliberg) geschenkt. Somit mussten wir fahren - und es war von einigen Angstattacken abgesehen, auch gut so :). Mein Standardspruch hier galt dann auch da: "boah, ist das geil!". Die Aussicht isses aber auch, da oben natürlich am meisten (zumindest von den Dingen, die wir hier gesehen haben). Ganz oben zu stehen und überall nur Berge, so viele Berge, so viel Sicht, ... Unbeschreiblich!!! Unbeschreiblich war auch meine Angst davor, dass mir die Kiddies die Berge herunterkugeln. Diese haben eh mal wieder etwas verrückt gespielt da oben (vielleicht war die Luft zu dünn ;) ), also hab ich es vorgezogen,sie zu bewachen während Marko ein Stückchen weiter des Weges ging um Fotos zu machen. Eigentlich wäre ich selbst gern ein Stück mehr herumspaziert da oben - das war aber einfach nicht möglich.
Die Seilbahn dort ist viergeteilt. Das erste Stück fuhren wir mit einer großen Gondel, in die angeblich 80 (!) Personen passen. Dann umsteigen in eine kleinere, die schätzungsweise 8 Personen fasst. Diese fuhr über 2 Stationen (ein- und aussteigen war an der Zwischenstation möglich), bis auf den 2.höchsten Punkt. Dort musste man noch einmal umsteigen und mit einer meiner Meinung nach etwas wackeligeren Bahn mit identisch großen Gondeln ging es ganz nach oben. Unter uns grasten die Kühe, sah man Skilifte, Hütten, grüne Wiesen und Wanderwege, über uns blauer Himmel mit einzelnen Wölkchen. Leider war die Sicht auch an diesem Tag leicht trüb, wie eigentlich jeden Tag hier. Trotzdem war die Aussicht einfach überwältigend. Die Sonne brannte ziemlich auf uns runter und es war oben irgendwie heller als unten, blendete mehr. Kälter war es auch, zumindest der Wind. Sobald dieser etwas Windschatten bekam, merkte man aber sehr deutlich, daß die Sonne noch mehr Kraft besaß als unten. Wir waren alle mit Sonnencreme eingecremt, sogar ich (zumindest ein bisschen *g*).
Nach einigem Staunen, knipsen, brutzeln und zittern sind wir dann mit der Bahn wieder eine Station nach unten gefahren und eine weitere Station nach unten gewandert. Auf dem "Muggestutz", einem Kinderwanderweg, welcher sich an einer hier sehr bekannten Märchen-Zwergen-Geschichten orientiert. Das anfängliche Genörgel der Kiddies "wandern ist soooo ödeeeeee" verstummte dann auch sehr bald, statt dessen spielten sie auf Wurzel-Stein-Höhlenbergen, mit "Tannenzapfentrocknungsanlagen" oder sägten Holz mit kleinen Sägen, erkundeten ein Mini-Zwergenhaus und waren immer neugierig, was denn nun als nächstes kommt. Für die 5 KM Weg, die laut Karte leicht bergab gingen, für meine Begriffe aber teilweise sehr stark bergab aber auch bergan verliefen, brauchten wir sagenhafte 3 (!) Stunden! Und je weiter wir ins Tal kamen, umso heißer wurde es... Sogar ich, die körperlich reichlich ungewohnt wenig gefordert wurde diesen Urlaub, hatte am Ende kein Bock mehr auf Laufen - wir waren alle froh, endlich die Seilbahn wieder zu erreichen. Die zwei Stationen nach unten war ich viel zu erledigt um groß Angst zu bekommen, ich hab sogar nach unten geschaut ohne daß sich mein Magen umgedreht hat.
Gegen 18 Uhr waren wir dann endlich bei Bali, eingeladen waren wir für etwa 17 Uhr. Daß dies eventuell schwer einzuhalten ist, war aber schon vorher klar gewesen, somit war mein schlechtes Gewissen darüber, daß ich so spät erst komme, auch recht gering.
Molle (Andre) kam auch aus Bern angereist - es war also ein Mini-SA-Treffen ;)
Lecker gegrillt haben wir und einen sehr netten Abend verbracht. Die Kiddies waren bis auf kleinere Aussetzer recht friedlich, bekamen dafür auch eine Ration "Zivilisation" in Form eines Filmes. Gewittert hat es mal wieder, wie eigentlich jeden Tag. Ziemlich heftig sogar! Wie gut, dass davon nix mehr übrig war, als wir gegen 22 Uhr im Dunkeln aufgebrochen sind nach Isenfluh. Ich war dran mit fahren, der dunkle Bergweg war also meiner *schluck*. Ich hatte keinen Gegenverkehr und auch keine Probleme den Weg im Dunkeln zu finden. Trotzdem wirkte es alles ganz anders, auch perspektivisch anders. Das letzte Straßenstück hier vor dem Haus wirkte so eng, daß ich mir gar nicht mehr sicher war, ob ich da überhaupt durchpassen kann... Heil angekommen sind wir natürlich trotzdem - und ein Teil von mir liebt den Weg! Ein anderer verursacht weiterhin Herzrasen, egal ob ich fahre oder Marko. Ich bin immer ein bisschen froh, wenn ich auf dem "Boden" angekommen bin bzw. beim hochfahren oben auf dem Parkplatz das Auto ausmache. Aber ich werde die Strecke und den leichten Nervenkitzel sicher vermissen, wenn ich wieder in Hannover bin. Da wo alle Straße so breit und grade sind...
Das war’s nun mit dem Urlaubstagebuch, bleibt noch zu erwähnen, daß ich unbedingt nochmal nach Isenfluh möchte. Ohne Kinder aber mit nem Mountainbike. Und das es ein relativ anstrengender aber sehr schöner Urlaub war, der mir sicher lange in guter Erinnerung bleiben wird!
Auf dem Rückweg haben wir wieder im Hunsrück Halt gemacht, diesmal für 3 Nächte und diesmal in Markos Elternhaus ohne seine Eltern (die waren inzwischen selbst schon in den Urlaub aufgebrochen). Ungewohnt viel Platz samt Garten hatten wir dort, und ein Klavier, was die Kinder zwar mit wenig Talent aber dennoch viel Spaß und sehr lange bespielt haben. Eine Burg haben wir noch besichtigt, die Burg Rheinfels. Eine riesengroße Burgruine, in der man wunderschön herumklettern und alles erkunden kann.
Stundenlang sind wir mit Kerzen durch die halbdunkeln und gänzlich dunklen Gänge getappt, haben uns viel gegruselt und hatten eine Menge Spaß. Vor allem in dem kleinen Kriechgang, den man auch mit Kerze nur ein winziges Stück einsehen konnte, der dann abknickte und – so schien es – unendlich lang ins Dunkle führte. Und aus dem scharrende Geräusche kamen! Nach einiger Zeit auch eine Stimme, nach noch viel längerer Zeit kam irgendwann ein Koreaner aus dem Loch gekrabbelt, der tatsächlich ohne irgendein Licht in der Hocke durchs Dunkle gekrabbelt ist. Meine Kiddies waren dort auch drin, Vanessa mutig vorneweg. Bis ich sie zurückgepfiffen habe.Ich konnte sie nicht mehr sehen, auch kein bisschen Licht von ihrer Lampe (sie hatten sich eine Taschenlampe von anderen Besuchern geliehen um dort reinzugehen) und selbst hab ich es nicht geschafft, dort reinzukrabbeln. Nach 2-3 Metern bin ich schnell wieder raus, es war einfach zu eng und zu dunkel für mich.