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            <name>Nina</name>
                    </author>
    
        <published>2011-10-10T20:50:00Z</published>
        <updated>2011-12-28T11:58:17Z</updated>
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                <a class="serendipity_image_link"  href='http://www.justchaos.de/blog/uploads/szk_nike_k.jpg'><!-- s9ymdb:116 --><img class="serendipity_image_left" width="69" height="110"  src="http://www.justchaos.de/blog/uploads/szk_nike_k.serendipityThumb.jpg"  alt="" /></a>Wie jede andere Angst auch, man stellt sich ihr. Etwas Therapie für mich war schon sehr häufig der Besuch der verschiedenen Kletterparks und Seilgärten gewesen. Gut angeseilt hatte die Angst fast keine Kontrolle über mich, auch wenn sie durchaus vorhanden war und leise wimmerte. Nun hatte ich noch eine weitere Motivation den Kampf gegen rationale Ängste mit irrationalen Ausprägungen aufzunehmen: ich wollte auch endlich (Geocaching-) Dosen aus Bäumen und anderen höher oder auch tiefer gelegenen Örtlichkeiten pflücken können!<br />
<br />
Da traf es sich sehr gut, daß ich im September kurzfristig zwei Plätze in einem Seilkletterkurs beim Erlebnis-Projekt.de ergattern konnte. Samstag den Einsteigerkurs, Sonntag den  Fortgeschrittenenteil. Anfangs war ich ja etwas skeptisch, ob ein Aneinanderreihen der beiden Kurse nicht etwas zu anstrengend werden würde, und natürlich hatte ich damit absolut recht  (was mir der anschließend tagelang anhaltende Muskelkater bewiesen hat), allerdings war es trotzdem genau das Richtige, weil das am Samstag gelernte am Sonntag unter prüfenden Blicken gleich wiederholt werden konnte und sich somit wesentlich besser festigte. Übrigens hat sich das Gelernte so gut gefestigt, daß ich heute, Wochen später, noch immer die Worte und die Stimme von dem Trainer im Ohr habe und ähnlich penetrant wie er es bei uns tat, meinen Kindern die Seilzugangstechnikhandgriffe beigebracht habe. <br />
<br />
Beim Samstagskurs, dem Einsteigerteil, waren wir zu sechst, Marko und ich sowie vier befreundete Cacher (drei Männer, eine Frau), die einfach mal in die T5-Klettertechnik reinschnuppern wollten. Im Gegensatz zu uns war bei ihnen erst mal kein weiteres Kursinteresse und auch kein gesteigertes Kaufinteresse an Seiltechnikzuberhör vorhanden. Was für uns den Vorteil hatte, daß wir den Fortgeschrittenenkurs am Folgetag „allein“ zu zweit machen konnten.<br />
<br />
Vor Kursbeginn war ich schon extrem nervös. Beim Autofahren brachte jeder Kilometer Näherung an das Ziel eine Steigerung meiner Atemnot und dem zerdrückenden Gefühl im Magen, der Übelkeit und dem Wunsch, schon wieder ein Klo zu suchen. Dabei habe ICH den Kurs gewollt! Und ich weiß und wusste, daß ich gut angeseilt in aller Regel nur wenig Angst habe. Aber ob mein Rücken das durchsteht? Ob ich das durchstehe? Was wenn ich umfalle? Was wenn ich nich mehr kann? Psychisch, körperlich, körperchemisch? Ängste lassen sich prima durch Ängste füttern und wachsen und gedeihen dabei prächtig... <br />
<br />
Der Seilkletterkurs mit dem spannenden Namen „Geocaching-T5“ fand in einer alten Fabrikhalle in NRW statt. „Ein erlaubter Lost Place!“ war mein erster Gedanke als wir das alte Kesselhaus der ehemaligen Textilfabrik betraten. An den Decken hingen Seile, teils längs, teils quer, eine Seilbahn war aufgebaut, ansonsten war wenig Platz im unteren Bereich, aber oben auf dem alten Kessel standen Tische, Bänke, Kaffeemaschinen und Regale. Hier war unsere „Zentrale“. Hier hatten wir nun erstmal eine zweistündige Einweisung, ein Kennenlernen, etwas Theorie. Und Kaffee! Meine Müdigkeit freute sich sehr über diesen, meine angespannten Nerven und die  hyperaktive Blase nicht so. <br />
<br />
Andy, der Trainer, ist ein ziemlich grosser, etwas zerknitterter, leicht angegrauter Ruhrpöttler.  Ein menschenoffener, kommunikativer Mensch, der sehr gern redet. „Lehrer“ ist tatsächlich ein guter Job für ihn (gelernter Erzieher und gelernter Polizist). <br />
<br />
Unser „Drillinspector Andy“ redete nun erstmal stundenlang. Über die Kletterhalle, seine Projekte, über sich, Jobs, Kinder, achja, und  über Seilzugangstechniken. Wir würden nämlich gar nicht klettern, sagte er. Jaja, .... Dann gab es noch eine Vorstellungsrunde von uns. Ich war bei meiner Vorstellung sehr ehrlich, also sprach davon, daß ich viel Höhenangst habe, angeseilt diese meist unter Kontrolle ist und das ich diesen Kurs u.a. als Therapie betrachte. <br />
<br />
Dann gab es eine Einweisung in den Gurt. Ich wollte eigentlich lieber raus, meine Blase entleeren (was eher schwierig war, weil es kein Klo gab. Aber Gebüsch und hey, wir sind doch Cacher unter uns *g*), wollte aber nix verpassen und schon gar nich als erste zum Klo (Mädchen!). Worauf ich plötzlich Vorführpuppe wurde. Diese Vorführung irgendwann aber wegen extremer Nervosität gepaart mit einer übervollen Kaffeeblase unterbrechen musste und meine Pinkelpause das andere Mädel gleich dazu brachte mit rauszugehen. Danach war ich wieder Anziehpuppe, ließ mich von Andy in den Gurt zwängen und erklären. Den Gurt, nicht mich! ;) <br />
<br />
Danach bekamen alle anderen auch einen Gurt und einen Helm und wir gingen runter an die Seile. Andy erklärte die Technik. Er sagte, man solle die Geräte immer auf die gleiche Weise festhalten und benutzen, weil man sich nur so eine wirklich sicherer und richtige Handhabung aneignet, die auch in Paniksituationen noch funktioniert. Inzwischen war ich zwar immer noch nervös, aber nicht mehr so schlimm wie noch einige Stunden zuvor. Ich bemühte mich alles richtig zu machen und war viel zu sehr mit der Technik beschäftigt um mir ernsthaft Sorgen darüber zu machen, daß ich auf dem Boden aufschlagen könnte, wenn ich jetzt an einem, nein zwei 11 mm Seilen hochsteige. <br />
<br />
Das erste Mal am Seil hoch war psychisch recht entspannt – ich war als eine der ersten oben, nachdem ich noch kurz versuchte, höhenangstbedingte Spezialregeln durchzusetzen:„Müssen wir wirklich bis nach ganz oben?“ „SAGTE ICH GANZ HOCH???“) Ok, dann gibt’s wohl kein Kneifen, dann ganz hoch....<br />
<br />
<a class="serendipity_image_link"  href='http://www.justchaos.de/blog/uploads/szk_IMG_6555_k.jpg'><!-- s9ymdb:118 --><img class="serendipity_image_left" width="83" height="110"  src="http://www.justchaos.de/blog/uploads/szk_IMG_6555_k.serendipityThumb.jpg"  alt="" /></a>Oben angekommen schaute runter und dachte: „hmm... das ist hoch!“ Es waren bestimmt wahnsinnige 3-4 Meter *g* Angst war nicht da und der Gurt war tatsächlich ein bisschen bequem. Bis eben war mir noch sehr kalt gewesen (Nervosität!), nun wurde mir langsam warm, später meist sogar viel zu heiß. <br />
<br />
Die nächsten Stunden spielten wir einbauen, ausbauen, hochgehen, runtergehen. Mal an der einen, mal an der anderen Seilstrecke. Mal am runden Schornstein, mal an der Wand gegenüber, die auf das Podest führte. Dort mussten wir hoch und uns ausbauen, nachdem wir uns vorher in die Sicherungsleine oben eingebaut hatten. Dann wieder einbauen und und wieder nach unten abseilen. Beim ersten Mal dieses über die Kante abseilen hatte ich vorher noch Sorge vor der Angst, die mich sicher fressen würde, wenn ich über die Kante trete. Dabei war es nichts schlimmes, eher lustig. Ich hatte volles Vertrauen in die Technik! Doppelt gesichert... <br />
<br />
Wir spielten – nach einer Mittagspause - den Rest des Tages weiter ein- und ausbauen, Seilwechseln, Partner-Check. Irgendwann war das andere Mädel körperlich fertig und wollte nicht mehr. Ich war bedingt fertig,  arg verschwitzt, aber ich wollte weitermachen, auch wenn das immer gleiche rauf und runter dann doch mal langweilig wurde! Für Knotenkunde blieb am Ende des Tages leider keine Zeit mehr. Im Abschlussgespräch erwähnte Andy noch, was man seiner Meinung nach an Ausrüstung brauchen würde. Seine Rechnung war höher als meine, sogar als meine pessimistische. Wobei ich auch nie von doppelten Sicherungen und Sicherungssystemen ausgegangen bin, die hier in diesem Kurs - gehalten von Industriekletterern - Arbeitsstandard und bei näherer Betrachtung auch sinnvoll sind.  <br />
<br />
Dann musste Andy weg, er hatte abends einen Auftrag und wir hatten endlich Feierabend! Inzwischen war es weit nach 17 Uhr, wir hatten den Kurs um 1,5 Stunden überzogen! Ich war hungrig, müde, fertig, wollte nur noch essen (viel essen!) und schlafen!<br />
<br />
Nach einer traumlosen Nacht voll tiefstem Schlaf ging der Drill weiter, im  Fortgeschrittenenkurs. Diesmal nur wir zwei und Andy natürlich.. Wenn man nur noch zu zweit lernt, bekommt man auch mehr Aufmerksamkeit ab, was nicht immer gut ist. Wir haben viel Kritik abbekommen ( leider oft auch berechtigt!). <br />
<br />
<a class="serendipity_image_link"  href='http://www.justchaos.de/blog/uploads/szk_IMG_6554_k.JPG'><!-- s9ymdb:117 --><img class="serendipity_image_left" width="110" height="83"  src="http://www.justchaos.de/blog/uploads/szk_IMG_6554_k.serendipityThumb.JPG"  alt="" /></a>Eine der Aufgaben nach dem Warmklettern (rein, rauf, raus, rein, runter, raus, rein, … und immer den Arm unter die Lockersling! Das Seil nich zwischen die Beine! Wie fasst man in Hannover einen Stift an?), sollten wir ein Seil an einem Stahlträger einbauen. Andy schmiss uns einen Haufen Kram vor die Füße (Seile, Bandschlingen, Karabiner aber auch sowas wie eine Schwimmnudel, Metallstäbe, Holzlatten) und meinte, wir sollten damit nun ein Seil oben am Stahlträger einbauen. Taten wir, wobei wir erst spät merkten, daß 1/3 des Krams einfach nur zur Verwirrung  aufgeworfen worden war. Andy saß derweil entspannt in seinem Sitz in einem Gurt am Seil und schaute uns zu. Marko und ich grübelten, testeten und bekamen irgendwie (ich hab die Details echt vergessen) das Seil oben eingebaut. Einer von uns musste an den Seilen hoch und die oben richtig befestigen. Ich tat dies und hatte dabei dabei leichte grössenbedingte Probleme, kam oben nicht gut an den Stahlträger, die Bandschlingen und Karabiner. Ich musste mich an meinem Seil hochzerren, gleichzeitig an dem eigentlich zu weit entfernten Rohr der Wand abstützen. Sehr kraftraubend. Aber ich habs geschafft! Unter den kritischen Augen von Andy..Eigentlich keine schöne Situation, aber ich wollte ja was lernen! Was dann auch gleichzeitig lustig, anstrengend, cool und furchtbar war *g*. Marko meinte hinterher, ich hätte ihm da leid getan, aber ich habs gar nich schlimm gefunden. Es war eine Herausforderung, ich habs geschafft! <br />
<br />
Dann durften / mussten wir Seilbahn fahren. Fast problemlos, auch wenn Marko ewig brauchte um drüben anzukommen. Und ich ebensolche Ewigkeiten um mich am Seilbahnende umzubauen. Mir fehlte es immernoch an Länge (genau an der Stelle hatte ich grade die Seile eingebaut, mit denen wir uns nun ablassen wollten) und so musste ich mich erneut hochziehen um mich aus der Zwischensicherung auszubauen. Leider war meine Kraft schon am Vortag quasi alle gewesen und so war es alles arg mühsam. Bis Andy meinte, ich hätte doch eine Trittleiter dabei. Die Handsteigklemme mit Fusschlinge! Jepp, das ging! Total einfach und gut! *puh* (später erfuhr ich, daß an dieser Stelle des Kurses  mindestens einer schon mal so versagt hatte, daß ihn jemand retten musste). Wie gut, daß mir das nicht passiert ist. <br />
<br />
Die nächste Lektion war „Rettung“. Andy rettete einen zufällig anwesenden Bekannten aus dem Seil. Das sah easy aus! Dann waren wir dran. Ich ließ mich zuerst von Marko retten und anschließend  rettete ich ihn, auch das war technisch nicht wirklich schwierig! Am Seil hochgehen, ein bisschen höher als die HiLoPe (die hilflose Person). Diese mit den Beinen umgreifen (mit dem polnischen Klammerhaken, den man bei jeder beliebigen Bahnhofsnutte lernen kann *g*), die „Exe“ (also ein Stück Bandschlinge mit zwei Karabinern) mit seinem Gurt verbinden, das "Ypsilon-Dingens" (eine Art Seil mit Karabinern) mit seinem Gurt verbinden, dann ihn langsam aus seinem Seilaufstiegsgerät herausfahren und ausbauen und uns zusammen mit meinem Gerät herunterlassen. Unten den Verletzten vorsichtig aufsetzen, keinesfalls legen! <br />
<br />
Das Retten war mehr lustig und weniger schwierig und es ist sehr gut zu wissen, daß wir uns notfalls gegenseitig aus dem Baum pflücken können! Wobei es körperlich durchaus anstrengend war. Unten angekommen war ich körperlich dann dermaßen fertig, daß ich mein Seilaufstiegsgerät anstarrte und kurze Zeit nicht wusste, wie man es bedient! (Soviel zu der Lektion es immer gleich zu benutzen, damit man es in jeder Situation sicher benutzen kann!). <br />
<br />
Die letzte Aktion, die wir noch hatten, war das „Traversieren“. Wir sind gefragt worden, ich wollte es machen. Oben war längs der Halle eine Seilstrecke eingebaut. Da muss man lang und sich an 4-5 Punkten umhängen. Jeweils auf unglaublich dünnen Rohren stehend, aber natürlich auch noch im Seil gesichert. Immer zweifach gesichert! IMMER! <br />
<br />
<a class="serendipity_image_link"  href='http://www.justchaos.de/blog/uploads/szt_IMG_6572_k.jpg'><!-- s9ymdb:120 --><img class="serendipity_image_left" width="83" height="110"  src="http://www.justchaos.de/blog/uploads/szt_IMG_6572_k.serendipityThumb.jpg"  alt="" /></a>Marko ging zuerst, ich ging als zweites in die Seilstrecke, stand aber lange, seeeeehr lange unschlüssig am Start. Ich war längst total kaputt. Und hier hatte ich dann doch mal wirklich Angst! Und noch mehr als die Angst vor der Höhe und dem Versagen hatte ich Sorge, dass ich es körperlich einfach nicht mehr schaffen könnte. Außerdem war Andy mit Marko beschäftigt, was wenn ich mich falsch ein- bzw. umhänge? Eine dumme und unberechtigte Sorge, klar. Aber es ging mir hier wahrlich nicht mehr gut. Es wirkte so hoch, da oben auf dem Stahlträger – auch wenn ich im Fall eines Absturzes ja gar nicht bis Bodenniveau gefallen wäre, ich wäre auf das höher gelegene Podest geknallt. Mein Angstmechanismus peilte aber den tiefsten Punkt, den Boden an, der aus dieser Perspektive wirklich tief unten zu sein schien. Andy bemerkte mein Zögern, fragte nach und ich antwortete, ich wüsste grad nich, ob ich das hier schaffen könnte. Er meinte, dochdoch, da wäre er sich sicher, das schaffe ich. Auch körperlich? … <br />
<br />
Ich weiß  nicht, wie lange ich da stand, aber irgendwann war mir das Warten zu doof, ich wusste ja, was ich zu tun hatte, war auch schon längst eingehängt gewesen, ließ endlich los und zog  mich rüber zum ersten Umhängepunkt Es war recht einfach, nicht so anstrengend wie befürchtet (ich hing ja entspannt in meinem Gurt, diesmal nur eben in der Waagerechten) und natürlich kam ich prima und ohne ein Rettungsszenario zu inszenieren drüben an. Die Höhenangst hatte ich im Griff, auch wenn es doch ein sehr eigentümliches Gefühl gewesen ist, da oben rumzuhängen bzw. an den Umhängepunkten auf gefühlt streichholzdünnen Rohren herumzustehen. Da ich aber sowieso zu sehr mit der Technik beschäftigt war, hatte ich gar keine Ressourcen für Panik über. Teilweise war es wieder etwas schwieriger mit meinen kurzen Armen und Beinen, letztendlich kam ich aber auf der anderen Seite an. Breit grinsend!<br />
<br />
<div class="serendipity_imageComment_center" style="width: 110px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class="serendipity_image_link"  href='http://www.justchaos.de/blog/uploads/szk_IMG_6574_k.jpg'><!-- s9ymdb:119 --><img class="serendipity_image_center" width="110" height="83"  src="http://www.justchaos.de/blog/uploads/szk_IMG_6574_k.serendipityThumb.jpg"  alt="" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">fast fertig! </div></div><br />
<br />
Ungefähr hier war dann aber bei mir körperlich und psychisch Feierabend. Mir tat alles weh, also alle Muskeln – mein Rücken hat dieses Wochenende erschreckend gut überstanden! <br />
<br />
Es gab noch eine Endbesprechung und noch etwas Knotenkunde sowie Seilbahnbautheorie bzw. eine Erklärung, wie man ein Seil unten um eine Brücke herum gebaut bekommt. Andy hat mich gelobt für den schwierigen Anbau der Seile bzw. mir an der Seilbahn und dafür, daß ich mich nicht wie ein „Mädchen“ aufgeführt hab *g*.<br />
<br />
Den coolen Schornstein haben wir leider nicht beklettert. Ich weiß gar nicht, ob ich ihn geschafft hätte – aber dank dem Regen und der Tatsache, dass wir keine Zeit mehr übrig hatten, ging es leider sowieso nicht. Schade, schade :( (Dann muss ich wohl noch mal da hin fahren ;) ). <br />
<br />
Gegen 21 Uhr machten wir uns, mit dem Kofferraum voller frisch gekaufter Kletterutensilien, endlich auf den Heimweg nach Hannover. <br />
<br />
Ich hatte anschließend zwei Tage lang einen der schlimmsten Muskelkater meines Lebens! <br />
<br />
Als der abgeklungen war machten wir unseren ersten eigenen Baumkletter-Cache. 16 Meter, ein simpler Baum. Alles ging prima :) . Seit dem sind noch 9 weiterer Klettereien in immer grösseren Höhen gefolgt und ich freu mich schon auf den nächsten. Auch wenn ich oben in den Bäumen immernoch ein sehr flaues Gefühl im Magen habe und mich sehr häufig frage, ob es wirklich not tut, was ich da tue. Den Rest der Zeit grinse ich, wenn ich ans Klettern denke, träume davon und freue mich auf den nächste Kick. Morgen vielleicht wieder? ;)<br />
<br />
Drillinspektor Andy ist auch Wochen später immer noch in meinem  Ohr und ich spreche im Geiste noch immer sein „Gebet“ mit der Reihenfolge der Handgriffe, die wir beim Umbau von „hoch“ nach „runter“  durchführen müssen. <br />
<br />
Der Kurs war sein Geld definitiv wert gewesen! Das Wissen, all die kleinen und großen Dinge und das Selbstbewusstsein, das Vertrauen in die Technik und das Vertrauen in mein Wissen - ich weiß, was ich tue, wenn ich mit den technischen Hilfsmitteln Bäume und ähnliches erklimme.... Das war es definitiv wert gewesen!  
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            <name>Nina</name>
                    </author>
    
        <published>2011-11-15T05:50:00Z</published>
        <updated>2011-12-04T18:41:44Z</updated>
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        <title type="html">Twitter?</title>
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                Vor kurzem wurde versucht, mir den Dienst "Twitter" schmackhaft zu machen. Tatsächlich war die Argumentation so stichhaltig, daß ich mir entgegen meiner Abneigung testweise einen Account zugelegt habe. Zwei Wochen nach Start dieses Experiment stelle ich fest: <br />
<br />
Ich brauch das nicht! <br />
<br />
Im Bereich von Nachrichten und Informationen (so etwas wie haz.de, heise.de, netzpolitik.de, piratenpartei, udo vetter etc.) ersetzt mir Twitter zwar den RSS-Feed und die Newsletter, dafür muss ich einem einzelnen Dienst gegenüber offenlegen, was mich so alles interessiert. Mag ich gar nicht! Nicht mal mit einem mehr oder minder anonymen Pseudonym. <br />
<br />
Für Informationen zum Geocaching (aus der Ecke kam das "schmackhaft machen") sind die abonnierbaren Listen und Accounts zwar zwar ganz interessant (neue Caches, deaktivierte, archivierte, sogar wer welche gefunden hat), aber hier habe ich mit einem Premium-Account auf der Geocaching-Webseite und Mailbenachrichtigungen andere Möglichkeiten, die sich auch wesentlich feiner steuern lassen. Der Rest ist Informationsrauschen, was manchmal ein leichtes Interesse bei mir weckt, für das mir meine Zeit dauerhaft aber zu schade ist. <br />
<br />
Im Bereich des "Sozialen Netzwerkes" finde ich es zwar spannend zu sehen, wer da mit wem intensiv herumzwitschert, allerdings ist mein eigenes Kommunikationsverhalten offensichtlich nicht twitterkompatibel. Ich weiß nicht, warum es irgendeine größere Masse da draußen interessieren oder gar belustigen sollte, das z.B.: mein Kater in meine Schuhe gekotzt hat (dieses Beispiel stammt von obiger Bekannter, die es sehr lustig gefunden hat, dies von einer ihrer Follower zu lesen). Und ich werde auch bestimmt nicht in die Welt herausschreien, das ich mich jetzt grade im Fitnesstudio oder im Bahnhof Kassel befinde (weil es bis auf sehr wenige Menschen, die es dann sowieso schon wissen, auch niemanden interessieren wird!). Außerdem mag ich es gar nicht, dass meine Privatsphäre genau auf eine Filtermöglichkeit zu beschränken ist: Follower. Erlaube ich jemandem, mir zu "folgen", sieht der/die-jenige alles von mir. Wem ich folge, wer mir folgt, also alles was mich interessiert und alle die mich interessieren und dazu noch all mein Geschriebenes. <br />
<br />
Da ist mir persönliche Kommunikation (gern auch übers Netz, gern per Mail, ICQ o.äh.) dann doch wesentlich lieber. Und wenn es an einen größeren Kreis gehen soll, dann in einem themen- und damit auch benutzergruppenbezogenen Forum. Aber doch nicht per Gießkanne auf alle da draußen. Und wie immer im Web: im Zweifel gespeichert für alle Zeiten. Bei einem einzelnen Anbieter! <br />
<br />
Weiterhin ist mir die Twitterseite auch noch viel zu unkomfortabel. Ich kann zum gezielteren Lesen zwar Follower-Listen anlegen, das aber nur über eine Klickorgie und ich sehe nicht mal vor dem zweifachen Klicken, ob ein Account schon in einer Liste eingetütet ist oder nicht. Den einzelnen Unterhaltungsfäden zu folgen ist über die reine Twitterseite auch ein echter Krampf. Möglicherweise gibt es dafür ja Clients, die es besser können. Aber so tief möchte ich hier dann wohl doch nicht einsteigen. Ich hab jetzt schon genug von der nur sehr marginal sinnvollen Informationsüberflutung.<br />
<br />
Und wie man hier deutlich liest, mag ich mich auch nicht auf 160 Zeichen beschränken müssen. ;) <br />
<br />
Letztendlich hat mir mein Selbstversuch bestätigt, was ich schon seit Jahren von Twitter denke. Irgendwie brauch ich das nicht und mir erschließt sich der wahnsinnige "Hype" nur ganz am Rande...  
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            <name>Nina</name>
                    </author>
    
        <published>2010-06-20T19:06:44Z</published>
        <updated>2011-10-15T20:55:15Z</updated>
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        <title type="html">Die Tränenburg</title>
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                <div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 110px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class="serendipity_image_link" title="Lost Place" href='http://www.justchaos.de/blog/uploads/doehren/Hannover_Villa_Willmer_Traenenburg_1900.jpg'><!-- s9ymdb:106 --><img class="serendipity_image_left" width="110" height="61"  src="http://www.justchaos.de/blog/uploads/doehren/Hannover_Villa_Willmer_Traenenburg_1900.serendipityThumb.jpg" title="Lost Place" alt="Tränenburg" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Tränenburg</div></div>Hier wo heute ein unansehnliches Parkplatz neben einem Verlagsgebäude, dem medizinsichen Dienst der Krankenkassen und einem mehrstöckigen Wohnkomplex sind, stand einmal eine überaus hübsch anzusehende Villa, die Villa Willmer - im Volksmund auch Tränenburg genannt..<br />
<br />
Friedrich Willmer, der Bauherr, war ein recht wohlhabender, allerdings angeblich leicht cholerischer Ziegeleibesitzer, dessen Ausbeuterei von Arbeitern und Lieferanten wohl dazu führte, dass diese seiner schloßähnlichen Villa den Beinahmen „Tränenburg“ gaben.<br />
<br />
Gebaut wurde diese zwischen 1884 und 1886 von Karl Börgemann (einem Schüler von Conrad Hase). Die Villa hatte 75 Zimmer und wurde von einem ca. 10.000 m² großen Park umgeben. Um von dem Lärm seiner eigenen Ziegelei nicht gestört zu werden, hatte Friedrich Willmer die Villa am äußersten Zipfel seines Grundstückes, dem Rittergut Döhren II (später Rittergut Waldhausen) bauen lassen.<br />
<br />
Leider war das goldene Zeitalter der Ziegeleien irgendwann vorbei, spätestens zur Zeit des zweiten Weltkrieges geriet die Ziegelei in finanzielle Schwierigkeiten. Der Bauherr, Friedrich Willmer, war schon 1908 gestorben. Sein Sohn und Erbe Gustav Willmer starb 1940 und vererbte Villa und Gründstück an seine 3 Töchter, die ihr Erbe Stück für Stück veräußerten.<br />
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Im Krieg ist das Obergeschoß der Villa zerstört worden und lange Zeit diente die leerstehende Tränenburg Obdachlosen als Unterkunft. 1970 wurde die Villa an eine Baugesellschaft verkauft, die an dieser Stelle ein mehrgeschossiges Appartementhaus bauen wollte. Der Protest der Hannoveraner gegen den Abriss dieses wirklich besonderen Baudenkmales wurde zwar gehört, nur nutze er nichts. Zu dieser Zeit gab es in Niedersachsen noch keine Denkmalsschutzgesetze. Dem damaligen Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht ist es vermutlich zu verdanken, dass alle Versuche, auch von dem neuen Besitzer, einen Abriss der Tränenburg zu verhindern, gescheitert sind. In letzter Instanz wurde sogar angeboten, der Stadt Hannover die Villa zu schenken, sofern dafür im hinteren Teil des Grundsückes das geplante Appartementhaus gebaut werden dürfe. Der Stadtbaurat hatte wohl andere Ziele (nur welche?) und so rückten im August 1971 die Bagger an, die in wenigen Tagen Villa und Inhalt dem Erdboden gleich machten.<br />
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Als besondere Pointe konnte das an dieser Stelle geplante Haus aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der Baugesellschaft (wohl auch durch die einjährige Verzögerung zwischen Kauf und Abriss der Tränenburg) nicht mehr gebaut werden. Statt dessen ist hier nun ein Parkplatz!!!<br />
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Trauriger geht’s kaum, schade um die schöne Tränenburg!<br />
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Weitere Informationen sowie viele Innen- und Außenaufnahmen der Tränenburg finden sich in dem Buch „Hannover – Wiederaufbau und Zerstörung von Friedrich Lindau“, welches wenigstens zur Zeit als Onlinekopie bei Google einsehbar ist: <a href="http://www.justchaos.de/blog/exit.php?url_id=1171&amp;entry_id=782"  onmouseover="window.status='http://books.google.de/books?id=PPjB8Mr3kdwC&amp;pg=PA215&amp;lpg=PA215&amp;dq=tr%C3%A4nenburg&amp;source=bl&amp;ots=EiuRxKX-nq&amp;sig=pYeIklMDSEXkP07EJ84sMKMK5tM&amp;hl=de&amp;ei=xPYZTOjDLZOjOLbSnJoK&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=9&amp;ved=0CDwQ6AEwCA#v=onepage&amp;q=tr%C3%A4nenburg&amp;f=false';return true;" onmouseout="window.status='';return true;">Direktlink zu Google Books</a><br />
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<a class="serendipity_image_link"  href='http://www.justchaos.de/blog/uploads/doehren/traenenburg.jpg'><!-- s9ymdb:121 --><img class="serendipity_image_center" width="110" height="65"  src="http://www.justchaos.de/blog/uploads/doehren/traenenburg.serendipityThumb.jpg"  alt="" /></a><br />
 
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        <link href="http://www.justchaos.de/blog/archives/801-Spielbericht-ArcaniA-Gothic-4.html" rel="alternate" title="Spielbericht ArcaniA - Gothic 4" />
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            <name>Nina</name>
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        <published>2010-10-26T10:34:51Z</published>
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                Als eingefleischter Rollenspielfan habe ich die bisherigen drei Gothic-Teile mit sehr viel Vergnügen gespielt und daher lies ich mich auch nicht davon abbringen, die neue Gothic-Version kurz nach ihrer Veröffentlichung zu kaufen. Obwohl es durchaus Gründe gab, diesen Kauf zu überdenken, haben sich doch Jowood (der Inhaber der Rechte an Gothic) und Piranha Bytes (die eigentlichen Macher von Gothic) getrennt und brachten jeweils ein eigenes Rollenspiel heraus. Risen, aus der Schmiede von Piranha Bytes, ist der inoffizielle „echte“ Nachfolger von Gothic, auch wenn weder die Welt noch die dort vorhandenen Charaktere mit der bisherigen Gothic-Story verbunden sind. Gothic 4 – Arcania knüpft zwar irgendwie an die bisherigen Gothic-Teile an, dafür fehlt es bei Jowood an handwerklichem Geschick um ein fantasievolles und spannendes Rollenspiel zu entwerfen. <br />
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Nach etwa 20 Stunden in Jowoods Gothic 4 - Arcania muss ich leider feststellen, daß ich die 40 Euro hierfür auch besser hätte investieren können... <br />
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Optisch wirkt Gothic 4 auf  meiner keineswegs topaktuellen Hardware eigentlich ganz nett, läuft (dank dem ersten Patch) halbwegs flüssig, verursacht allerdings recht häufig kleinere Grafikfehler (Münder, die von innen beleuchtet sind, Lichtflecken irgendwo in der Landschaft). Weit entfernte Gegner bewegen sich sehr ruckartig, ebenso die Licht- und Schatteneffekte von der sich bewegenden Sonne. Dafür gibt es stimmungsvolle Tag- und Nachtwechsel und wechselhaftes Wetter mit viel Regen (den wir in einer Quest beenden können). Die Gewitterblitze und das Wasser sehen wirklich toll aus, auch wenn die Brandung etwas sehr häufig an Land schwappt und die Baumwipfel zu schnell (und dazu noch lautlos) im Wind schwanken.  Die Landschaften wirken grundsätzlich eher unbelebt und langweilig, für die Einwohner gilt meistens ähnliches. Nur wenige NPCs sind ansprechbar, und diese sehen sich auch noch viel zu oft viel zu ähnlich – Arcania ist bewohnt von Klonen. Dies gilt ebenfalls für die Häuser und Dungeons, die viel zu oft viel zu gleich gebaut worden sind. Die Köpfe der NPCs wirken, als wären sie von zwei verschiedenen Teams erstellt worden. Manche sind voller eindrucksvoller und einzigartiger Details, andere wirken, als hätte man ein paar von Madame Tussauds Wachspuppen nach Arcania gestellt. Die Augen aller NPC sind zu starr um lebendig zu wirken. <br />
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Den Dialogen fehlt meist der von Gothic bekannte Witz und Tiefe. Die Auswahlmöglichkeiten beschränken sich sehr oft nur darauf, schneller oder langsamer zum Gesprächsziel zu kommen. Verschiedene Handlungsstränge suchte ich hier bislang fast völlig vergeblich, statt dessen folgt man einer eher gradlinigen Story, für die es sich sehr oft nicht mal lohnt, vom Weg abzukommen und die Ränder der Welt zu erforschen. Belohnt wird man dafür viel zu selten, auch wenn es gleich 4 Quests gibt, für die man das Spiel hindurch Gegenstände sammeln muss. Was dann auch gleich den Großteil aller Quests gut beschreibt: sammle 5 Hirschgeweihe, 6 Bienenstöcke, bring mir Met oder eine Pfeilspitze, trag diesen Brief von A nach B, oder erledige X, worauf du erfährst, daß man für X erstmal Y machen muss, für das man dann aber erst Z zu erledigen ist… es wirkt alles oft ziemlich gleichförmig, vorhersehbar und ohne Tiefe zusammengestrickt. <br />
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Selbiges gilt auch für die rollenspieltypischen Fähigkeiten und deren Aufstieg. Mit jedem Stufenaufstieg kann man 3 Punkte auf grade mal 8 Fähigkeiten aufteilen. Drei davon im direkt kämpferischen angesiedelt, zwei  Fernkampf/Bogentechnik und drei (in Worten DREI!!! ) verschiedene Zauber (Innos → Feuer, Adanos → Eis und Beliar ->Blitze) kann man erlernen und verbessern. Das war's! Ok, fast. Es gibt noch Spruchrollen, durch die man Tränke bzw. Ausrüstungsgegenstände herzustellen lernt. Die man dann jederzeit und überall bauen und brauen kann. Ohne ein Lagerfeuer zu benötigen um den leckeren Fleischwanzeneintopf zu kochen oder einen Amboss für das Vulkanglasschwert. Das geht immer und einfach auf Knopfdruck ohne eine irgend geartete grafische Zwischensequenz. Diverse andere Spielsequenzen sind dagegen zwar vorhanden aber völlig nutzlos. Die Goblintrommeln, Schweinespieß am Feuer drehen, Alchemietische, Wetzsteine, am Lagerfeuer sitzen, oder überhaupt sitzen oder ins Bett legen. Das geht zwar (falls man diese sinnlosen Funktionen in den Optionen überhaupt einschaltet), bringt aber nix. Schlafen erhöht keinen einzigen Lebens- oder Manapunkt, es ist nur eine grafische Spielerei! <br />
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Aber apropos einschalten: in den Optionen sind einige Dinge ein- und ausschaltbar. So kann man  sich z.B. die Welt „amerikanisch bunt“ oder „europäisch düster“ wählen, Schadensanzeigen in den Kämpfen einschalten, nicht-nutzbare Gegenstände effektlos aber benutzbar machen. Sehr schön! <br />
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Man hat bei Gothic keine automatische Lebensregeneration, nur wenn man Ausrüstungsgegenstände benutzt, die dieses mitbringen. Oder man nimmt einfach eine Hanfbandage. Nein, nicht essen oder rauchen, nur anlegen (denke ich zumindest. Was der Held damit macht, wenn ich rechts auf die Hanfbandage klicke, wird mir leider nicht gezeigt). Das Icon der Bandage ist eher schlecht gezeichnet, ich dachte  erst: „Wofür braucht man hier Klopapier?“ *g*. Von diesem, ähm, den Hanfbandagen, liegen überreichlich in dieser Spielwelt (ich hab inzwischen schon weit über 100 eingesammelt), sie kosten auch fast nix, lassen sich aber nur außerhalb eines Kampfes benutzen. Im Kampf kann man jederzeit diverse Dinge vertilgen, die einem etwas Lebensenergie zurückgeben. Vom Apfel über Fleisch bis hin zu Heiltränken und andere Tränke. Kampfverzögerungen entstehen dadurch fast nicht. <br />
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Wobei die Super-Tränke im Kampf selten nötig sind. Bislang waren meine Gegner meist recht einfach und das Kampfsystem erklärt sich am einfachsten mit „totklicken“, auch wenn sich im Laufe der Zeit einige, wenige Sonderschläge und Kombinationen lernen lassen. Es gibt vier Schwierigkeitsstufen, die sich auch im Spiel jederzeit umschalten lassen (definitiv ein Pluspunkt). Ich spielte – wie eigentlich fast immer - erstmal auf „normal“, die dritteschwerste bzw. zweitleichteste Stufe. Nach einigen Stunden Langeweile (Wildschweine ließen sich mit einem stumpfen Holzgegenstand in drei Hieben töten, …) hab ich die Schwierigkeit  hochgesetzt auf die zweitschwerste. Nun muss ich manchmal tatsächlich taktisch agieren, dem Gegner ausweichen (geht prima mit einem Hechtsprung) oder mich vor sehr wenigen der harten Kämpfe mit einem passenden Trank dopen. Alternativ kann man einer übermächtigen Gegnerschar auch immer weglaufen, diese folgt einem nur kurze Zeit und dreht an internen Levelgrenzen einfach gelangweilt ab (Bug oder Feature? Solche Gegner schlurfen zurück zu ihrem zugewiesenen Ort und lassen sich auf dem Weg zurück manchmal nicht mehr treffen, man schlägt einfach durch sie hindurch). Gegner kann man auch loswerden, indem man auf einen der erklimmbaren Felsbrocken krabbelt. Meistens geht der Gegner einfach wieder, wenn er mich nicht mehr erreichen können (auch Blutfliegen!). Eigentlich eine gute Funktion, sonst wäre es mal wieder zu einfach, mit Fernwaffen oder Zauber den unten beißenden, grollenden und fauchenden, mich aber nicht erreichenden Gegner langsam zu töten. Immerhin agieren die Gegner allzu gerne intelligent in Gruppen. Es ist oft nicht möglich, nur einen Gegner aus einer Gruppe heraus anzulocken und einzeln zu töten. <br />
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Gothic-Fans werden vieles wiedererkennen. Alte Kumpel wie Diego oder Lieblingsgegner wie die Scavenger, Blutfliegen, Wildscheine (hier nicht mehr so bösartig wie im dritten Teil)  und sogar Fleischwanzen (bislang hab ich aber kein Fleischwanzenragout-Rezept). <br />
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Dies entschädigt aber eingefleischte Fans eher nicht, die sich durch eine eher triste, langweilige Rollenspielwelt schleppen, in der man nicht mal schwimmen oder klettern kann und in der das Bestehlen der NPCs keinerlei negative Effekte hat. In der die wenigen Teleporter immer nur zwei Orte miteinander verbinden, wobei es eh nur wenig Gründe gibt, noch einmal in die schon abgegrasten Gebiete zurück zu kehren. In der man viel zu selten für ausdauerndes Eckenabsuchen oder der Gebrauch von Fähigkeiten belohnt wird. In dem die meisten Charaktere farb- und gesichtslos bleiben, viel zu oft geklont sind und in dem der Schwierigkeitsgrad auch auf „hart“ oft doch eher lächerlich wirkt. <br />
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Immerhin ist das Spiel bis auf ein paar grafische Probleme erstaunlich bugfrei. Ich hatte noch keinen Absturz, die Quests waren bislang alle lösbar und sogar die Ladezeiten sind erstaunlich kurz. Allerdings muss man den kurz nach der Veröffentlichung erschienen Hotfix einspielen, sonst ist Gothic 4 auch auf Hochleistungsrechnern unglaublich träge. <br />
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Arcania verwendet Securom als Kopierschutz und benötigt einen Internetzugang zur Aktivierung. <br />
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Ich kauf mir als nächstes Risen und schaue mal, ob mir das besser gefällt. 
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