Ninas Schmierblo(g)ck

Konservierungsmittel...

Geocaching Mysteries lösen - 3.4 Malen von Zahlen

Geschrieben von Nina • Sonntag, 3. Mai 2015 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Kapitel 3.4 - Malen von Zahlen

Im Grunde suchen wir bei den Mysteries ja doch immer nur das eine: die Ziffern bzw. Zahlen, die uns die GPS-Koordinaten verraten. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass sich im Laufe der Zeit eine schier unglaubliche Anzahl von Varianten entwickelt hat, um Zahlen darzustellen. Dieser Blogbeitrag handelt von einer in meinen Augen sehr hübschen Variation davon. Der, in der man diese "malen" muss.

Dies zu umschreiben kann auf vielfältige Weise geschehen. Man könnte zum Beispiel die Eckpunkte einer Ziffer angeben, dazu noch die Reihenfolge wie diese verbunden werden müssen. Beispielsweise in dem man Orte (Bahnhöfe, Haltestellen etc.) oder Koordinaten im Listing erwähnt, die z.B. bei Google-Earth eingegeben und per "Lineal" (aus der Ikonenleiste von Google-Earth) verbunden werden können.



Genauso hübsch lassen sich mancherorts Straßen verwenden, sofern die Siedlungen ein entsprechend geradliniges Straßenmuster aufweist.

Irgendwo in diesem Blog erwähnte ich schon einmal die "RLOU-Verschlüsselung". Rechts-Links-Oben-Unten sind die Anweisungen, nachdem der Rätsellöser seinen Stift auf einem Stück Papier bewegen soll. Rechts, Unten, Links, Unten, Rechts ergäbe so verschlüsselt eine "2". Natürlich muss es nicht RLOU sein, RLUD (right, left, up, down) könnte die englische Form sein. Möglich ist aber jede andere, meist aus vier Variablen bestehend. Nimmt man noch die Diagonalen dazu, könnten es auch sechs oder acht sein (schräg links hoch, rechts runter etc.).

Ähnlich lassen sich Ziffern über die beim Geocachen häufig benutzte 7-Segmentanzeige "malen".

Quelle: Wikipedia

Häufig werden wirklich die typischen 7-Segment-Buchstaben benutzt, wobei A-B-C-D-G zum Beispiel eine 3 ergäbe. Aber auch hier könnten die sieben Variablen natürlich anders benamt oder binär in einem 7-Bit-System dargestellt. Die 3 von eben wäre 7-Bit-binär eine 1111001 (benutzte Segmente bekommen eine 1, unbenutzte die 0).

7 ist die Mindestanzahl, die es braucht, lesbare Segmentzeichen zu malen. Es gibt auch weitere Segmentanzeigen, die mit mehr Segmenten und dadurch auch diagonalen Strichen hübschere Buchstaben und Ziffern malen können.

Auch schon einmal hier im Blog erwähnt wurde das Malen mit Hilfe von einer Tabellenkalkulation bzw. einer Buchstaben/Ziffern Matrix. So ein Tabellenblatt ist ja normalerweise aufgebaut in Ziffern an der linken Seite (Zeile) und Buchstaben oben (Spalte). Stößt der Rätselnde nun auf eine Reihe von Kombinationen aus einem Buchstaben und einer Ziffer, könnte es helfen, diese Zellen in einer derartigen Matrix auszumalen und zuzuschauen, wie sich aus dem Nichts die gewünschte Information hervorkristallisiert.

Das seltsame Kryptogramm B2,B3,B4,B5,B6,B7,B8,C3,D4,E5,F6,G7,H2,H3,H4,H5,H6,H7,H8 entpuppt sich abgemalt simpel als Buchstabe "N":



Auch über den Ziffernblock der Tatstatur bzw. eine Telefontastatur lassen sich Zahlen / Buchstaben "malen".



So ist 1,5,7,8,9 ebenso wie 1,2,3,5,7 und "PEKA" (Vanity, also die Buchstaben, die auf der Telefontastatur synonym für die Ziffern benutzt werden können) nichts anders als die so gemalte Ziffer "7".

Ein großer, wirr wirkender Block mit Zeichen (meist nur zwei verschiedene) kann ebenfalls "gemalte" Ziffern oder Buchstaben erhalten. Hierfür muss man ihn nur in einen Editor (z.B.: Notepad++) packen und "zusammenschieben" (das Programmfenster in der Breite verkleinern bis die vom Ersteller des Rätsels benutzte Zeilenbreite erreicht ist). Beispielsweise ergibt sich hieraus ein freundlicher Morgengruß. In meinem Firefox kann ich das Fenster übrigens nicht klein genug schieben, um etwas lesen zu können.

Mein absoluter Mystery-Liebling aus meinen Anfangszeiten des Mystery-Lösens ist die "Plottersprache". Stiftplotter malen ja wortwörtlich Buchstaben, Ziffern oder eben Bilder. Damit sie dies können, müssen sie angesteuert werden, also genau wissen, wo auf dem Papier der Stift gesenkt und in welche Richtung der Stift geschoben werden muss, also malt. Dies ergibt eine Art "Sprache", die dem RLOU von oben nicht unähnlich ist. Nur das es meist noch ein "Pen up" und "Pen down" gibt und je nach Variation eine absolute oder relative Angabe der Malkoordinate geben kann. Schaut man sich ein Blatt Papier an, kann man jeden beliebigen Punkt auf diesem über eine gedachte X- und Y-Koordinate bezeichnen. Man muss sich nur vorher klarmachen, wie groß das Raster ist. Im Falle des Plotters, wie viele Pixel er malen kann. Dann kann man beispielsweise ein 120/60 als 120 Pixel vom obersten, linken Punkt des Blattes nach rechts und 60 Pixel von eben da nach unten verstehen. Senkt sich hier der Stift und malt nun 20 nach rechts, 20 nach unten, 20 nach links, 20 nach unten und 20 wiederum nach rechts, haben wir wieder eine gemalte "2". Alternativ kann eben dies auch über 120/60, 140/60, 140/80, 120/80, 120/100, 140/100 erreicht werden. Also jeweils die Papier-Koordinate, zu der sich der Stift bewegen soll.

So etwas kann der Mystery-Owner in natürlicher Sprache oder auch in einem echten oder ausgedachten Computerdialekt im Listing verstecken. Wer auf derartiges stößt, kann sich gerne mal in HP-GL, den quasi-Standard der Plottersprachen einlesen. Hierzu gibt auch Software, mit der man aus einem Programmlisting in HP-GL am Bildschirm "plotten" kann. Sehr schön ist auch die uralten Programmiersprache "Logo". "pu" steht hier für pen up, "pd" für pen down, "fd" bewegt den stift nach vorn, "bk" nach hinten, "rt" und "lt" drehen den Stift und damit den "Blickwinkel" um einen Winkel nach rechts oder links. Somit ist die Malrichtung hierbei relativ, also nicht von einem bestimmten Punkt ausgehend rechts-links-oben-unten, sondern man "dreht" das Papier (oder besser den Malblickwinkel) um seine Achse, also den angegebenen Winkel, und malt von dort aus weiter.

Viel Spaß beim "malen" ;)

Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Weiter: Kapitel 4- Sprache und Schrift





Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 9.1 - Codelisten und Links

Geschrieben von Nina • Samstag, 11. Oktober 2014 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Kapitel 9 - Links und Codelisten
(zuletzt aktualisiert: 13. März 2015)

Hier findet sich ein Abriss meiner Lesezeichen, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Über Hinweise auf weitere Links wäre ich sehr dankbar!

Codelisten
Bergziege OWL
Codelisten Geocaching-Franken.de
MyGeotools/
Code-Knacker (Codes, Symbolen und Kurzzeichen)

Chiffrierungen
cryptool-online Chiffren, Kodierungen, Kryptoanalyse - die Besten der Besten, Sir!
Kryptographiespielplatz
Secret Code Breaker


Decodierungssammlungen, Ciphertools, diverse Umwandler
netteleuthe.de verschiedene Geocachingtypische Umwandler
Happy Security diverse eher klassische Verschlüsselungen
rumkin.com Cipher Tools
cacheblogger.de decrypter
Mystery-Master riesige Sammlung GC-typischer Verschlüsselung
Multi Dec Univerelle Sammlung an Tools zur Konvertierung/Codierung
cachebrett.de converter
http://www.yellowpipe.com/
easycalculation sehr viele Umwandler und Umrechner
thematrixer.net Binäre Umwandler
paulschou.net Binäre Umwandler <- TOP
ascii to hex und mehr
dasumo.com Binäre Umwandler
patshaping.de Base64
mobilefish.com Passworthashes erzeugen
manuelles chiffrieren
Häufigkeitsanalyse
Baudot automatisch in allen Spielarten
cryptii konvertiert in diverses, von Baudot bis Navajo
Stefan Beyer Morsecode auch ohne Trenner entschlüsseln

Vigenère
Automatic Vigenere Decoder knackt Vigenère in 6 Sprachen
Java-Script zum manuellen knacken
f00l.de Vigenère analysieren und knacken
Vigenère plaintext attack
geocachingtoolbox

Buchstaben-in-Ziffern:
rentfort.de buchstaben-in-zahlen-umwandeln
oliver-rahe.de buchstaben in zahlen umwandeln
nummerologie quersumme-berrechnen.php inkl. Römisch

Rot
rot13.com
ROT-Irgendwas
DecodeRot (alle Varianten auf einen Blick!)
harald.ist.org Codeknacker für Buchstaben-Verschiebe-Codes
Rot13 / Rot 47

Bilderanalysen online
regex Online Exif-Viewer mit Thumbnail-Anzeige
metapicz Exif und mehr
img-ops weiterführende Links zur Bilderanalyse und Veränderung
http://fotoforensics.com

Zahlensysteme umrechnen
mahoplus Umrechner für Zahlensysteme
www.welt-zeit-uhr.de zahlensysteme/
convertworld.com /
arndt-bruenner Zahlensysteme.htm

Anagramme
http://anagramme.spieleck.de/app/neu?0
http://wordsmith.org/anagram/index.html
http://www.buchstabensalat-knacken.de/
http://www.sibiller.de/anagramme/

Farben
widerstand-farbcode-rechner-
Farbcodes von Widerständen
www.bader-frankfurt.de - Widerstandscode
geocaching-sued.de farbcodes
Farbenrechner
RAL Farbtabelle

Fibanocci
Fibonacci - Fingerzahlen
Fibonacci Zahlenreihe

Bildersuchmaschinen
www.tineye.com DIE Bildersuche
http://www.revimg.net/
googles Bildersuche

Koordinaten, Umrechnung und mehr
cache-test-dummies koordinatenumrechnung
http://www.gpsvisualizer.com/map_input konvertieren, Kreisabstände
Wegpunktprojektion
http://www.mygeoposition.com/
Deine Berge - umfangreicher, sehr guter KO-Umrechner
zwanziger (Wegpunktprojektion, KO konvertieren)
Kartesische und Polarkoordinatenkonvertierer

Maps und Umrechner
Flopps wirklich tolle Karte
gpso
twcc (Umwandlung sehr vieler Koordinatensysteme)
maptools (konvertieren, Radius)


Barcode Online Decoder

http://www.onlinebarcodereader.com/
http://zxing.org/w/decode.jspx

MHD5/SHA1 Hashes
web-max.ca
http://md5cracker.org/
http://www.md5.cz/

Schriften
omniglot.com
Science Fiction Schriften
Alte Schriften

Leet-Key
leet-key/ Firefox-Plugin
robertecker leet-converter


Enigma
sternenhimmelstuermer
enigmaco.de
cryptomuseum
rijmenants Enigmasim Der m.E. beste Enigmasimulator

Nonogrammlöser
teall.info/nonogram/
griddler.co.uk Solve
comp auto nonogram

Hieroglyphen
Gardiner-Liste
philognosie.net


esotherische Programmiersprachen
http://esolangs.org/wiki/Language_list
http://www.dangermouse.net/esoteric/
splitbrain.org (ook/Brainfuck)


Töne
DTMF Töne
Frequenzbelegung der Telefontastatur

Steganographie-Tools
stegano.net (JPG, PNG)
Carmouflage (eher nicht mehr aktuell, läuft in der kostenlosenWindows-Version nur bis Windows XP)
steghide (Bild- und Audio-Dateien)
Grafik-Key (BMP)
steganog (BMP)
Openstego
OpenPuff (Bilder, Audio, Video, Flash)
Outguess (JPG)
data-stash
silent eye
GpgSX 0.67b
Stealth Files 4.0 (diverse Dateitypen EXE-, DLL-, OCX-, COM-, JPG-, GIF-, ART-, MP3-, AVI-, WAV-, DOC-, BMP- und WMF-Dateien )
PGE - Pretty Good Envelope
mp3stego
Snow - versteckt Daten in ASCII-Text, genauer in dessen Leerzeichen
spammimic verschlüsselt Text in etwas, was wie Spam aussieht
MP3Stegz


Orte und Länder
Autobahnatlas
Bahnhofsnummern
Flughafencodes
Länderkennzeichen nach ISO 3166-1

Sonstiges
Gauß-Weber-Telegrafen
Ogham
Astrologische Symbole
Waldläuferzeichen
Blowfish
7-Segment-Anzeige
Farbumrechungen
ICD-Code (Krankheiten)
Verkehrszeichen
Genetischer Code
Diverse Maßeinheiten umrechnen
HTTP-Fehlermeldungen
Die Zahl PI inklusive Suchfunktion
Primzahlen
Gleichungslöser
http://codeconverter.onlinetoolkit.org/
rexswain - Analyse des http-Datenstrom
Emulator für diverse Programmiersprachen
ICD-Code, Krankheiten

Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Tags für diesen Artikel: , , , ,

Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 6 - Verschlüsselungen - Geheimtexte manuell entschlüsseln

Geschrieben von Nina • Montag, 1. April 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Kapitel 6.1.2 - Verschlüsselungen - Geheimtexte manuell entschlüsseln


Einfache, monoalphabetische Verschlüsselungen, bei dem jedem Buchstaben des Alphabets einfach ein anderer Buchstabe, ein anderes Zeichen oder eine Zahlenkette zugewiesen wird, lassen sich in relativ kurzer Zeit Mithilfe von Zettel, Papier und einer Tabelle für Buchstabenhäufigkeiten der jeweiligen Sprache sowie ein wenig Zeit entschlüsseln.

Grundsätzlich gilt: je länger der Geheimtext ist, um so einfacher ist es, ihm über Buchstabenhäufigkeiten, Worthäufigkeiten, Wortendungen und sprachliches Geschick auf die Schliche zu kommen.

Hierfür muss man als erstes die Zeichen des Geheimtextes zählen und nach Häufigkeit sortieren. Hat man (je nach Textlänge) etwa 20-27 unterschiedliche Zeichen, hat man mit ziemlicher Sicherheit ein einfach verschlüsseltes Alphabet (26 Zeichen) plus Leerzeichen und möglicherweise noch ein oder zwei Interpunktionszeichen (Punkt, Komma und für die Geocacher vielleicht noch ein Gradzeichen). Sind es ungefähr 55 Zeichen, ist möglicherweise Groß- und Kleinschreibung verwendet worden, gegebenenfalls auch deutsche Umlaute. Kommen noch etwa 10 Zeichen oben drauf, könnten sich auch noch Ziffern im Text befinden.

Natürlich gibt es im Internet willige Helfer, die einem das Zählen und Sortieren und in vielen Fällen sogar noch das Entschlüsseln abnehmen. Eine Häufigkeitsverteilung kann man sehr hübsch bei cryptool-online und kas-bc.de erledigen lassen.

Auf der Cryptool-Seite findet sich, wie auch im Wikipedia-Artikel, die Tabelle mit Buchstabenhäufigkeiten der deutschen und englischen Sprache. Ebenfalls findet sich dort das „Häufigkeitsgebirge“, was sehr hilfreich ist, wenn man Rotations-Chiffren optisch erkennen möchte. Also die Form von Buchstabenverschlüsselungen, bei denen das Alphabet nur um x Stellen verschoben wird. Bei Caesar und seinem Code waren es 3 (aus einem "A" wird ein "C", aus einem "B" ein "D", ...), heute wird sehr häufig die 13 benutzt (ROT13), was den Charme hat, daß man mit einem weiteren Sprung um 13 Zeichen im Alphabet wieder beim Ausgangstext angekommen ist. Entschlüsseln und Verschlüsseln sind somit auf gleichem Wege möglich. Wobei zu betonen ist, daß eine Rotationschiffre keineswegs eine irgend geartete Verschlüsselung ist, also nie benutzt werden sollte, um wirklich geheimzuhaltende Informationen zu verschleiern. Es ist eher eine Spielerei, bei der ein Text nicht sofort lesbar ist.

Ergibt die Zeichenverteilung ähnliche „Ausschläge“, wie die Buchstabenverteilung in den Tabellen? Es sollten ein bis zwei Zeichen sehr häufig vorkommen, das Leerzeichen (sofern es überhaupt verschlüsselt worden ist) ist üblicherweise das häufigste Zeichen. Auf dieses kann aber auch verzichtet werden, dannsinddieWörternurnichtmehrsoleichtlesbar. Dem Leerzeichen dicht auf den Fersen ist der Buchstaben „E“, der ungefähr 17% der Buchstaben in durchschnittlichen Deutschen Texten besetzt.

Sogar in meiner sehr kleinen Beispielverschlüsselung stimmt die relative Häufigkeit des „E“s.

Der Geheimtext:

tuxjlaktlfckokotyfckojxkobokxlaktl


hat zwar nur 12 verschiedene Buchstaben, das liegt aber daran, dass er so kurz geraten ist. Der häufigste Buchstabe ist das „K“ mit ungefähr 20%. Nehmen wir an, dass dies das E ist, haben wir vielleicht schon ein Fünftel des Geheimtextes entschlüsselt und vor allem ein Ansatzpunkt für sprachliches Geschick und typische Buchstabenverbindungen oder Wortendungen.

So gibt es neben den Tabellen für die Buchstabenhäufigkeiten auch welche mit den häufigsten Buchstabenendungen. Hier führen: „en, em, es, el und er, st, ing, sam, bar, lich, ung, heit, keit“.

Auch interessant sind die häufigsten Bigramme, also zusammen auftretende Buchstabenpaare: „en, er, ch, ck, (wobei c alleine fast nie vorkommt), te, de, nd, ei, ie, in, es“. Und Trigramme (die drei am Häufigsten aufeinander folgenden Buchstaben): „ein, ich, nde, die, und, der, che, end, gen, sch“.

Einen weiteren Blick sollte man auf die im Deutschen am Häufigsten verwendeten Wörter werfen. Diese Hitliste führen „der, die, und, in, den, von, zu, das, mit, sich, des, auf, für, ist und im“ an. Für Geocacher verändert sich diese Hitliste vermutlich ein wenig, wodurch die Wörter „Nord, Ost, Grad, Cache, Koordinaten, Dose, suchen, Versteck“ sowie die ausgeschriebenen Ziffern: „eins, zwei, drei, vier, fuenf/fünf, sechs, sieben, acht, neun und null“ weiter nach oben rutschen.

Übrigens gibt es im Deutschen eigentlich keine Ein-Buchstaben-Wörter – was deutsche von englischen Texten stark unterscheidet.

Zum manuellen Entschlüsseln einfacher Geheimtexte nutze ich einen Texteditor (das kostenlose Notepad++). Genauso gut funktioniert ein beliebiges Textverarbeitungsprogramm, wobei als Schriftart eine gewählt werden muss, deren Buchstaben feste Breiten haben (zum Beispiel Courier New oder monospace). So lassen sich Geheimtext und der Entschlüsselungsversuch direkt untereinander platzieren.

Im Beispiel von eben:

tuxjlaktlfckokotyfckojxkobokxlaktl


Davon ausgehend, daß der Text ohne Leerzeichen verschlüsselt worden ist (da es nur einen sehr häufigen Buchstaben gibt) und der häufigste tatsächlich das „E“ ist, schreibe ich diese Erkenntnis unter den Geheimtext.



Lesbar ist das leider noch nicht. Aber vielleicht funktioniert hier ja das, was schon vielen historischen Geheimtexten das Genick gebrochen hat: vielleicht kann man hier ja raten, wie der Text anfängt, oder welche Wörter drin enthalten sind. Noch im zweiten Weltkrieg sind viele, eigentlich fast sichere Chiffres geknackt worden, weil typische Grußfloskeln, die immer gleichen Phrasen und leicht zu erratende Wörter verwendet worden sind.

In unserem Fall, einem für Geocaching typischen Verschlüsselung, gehen wir mal davon aus, dass es sich hierbei um eine Koordinatenangabe handelt. Diese beginnt üblicherweise mit Nord oder N. Das „T“, der erste Buchstabe des Geheimtextes macht 12% von diesem aus, was mit der üblichen statistischen Häufigkeit von etwa 10% vom „N“ gut zusammen passt. Probieren wir es aus:




Naja, wirklich lesbar ist es noch nicht, also weiter. Aber wie? Man könnte jetzt weitere Buchstaben raten. Das zweit häufigste im Geheimtext ist ein „O“, an dritter Stelle steht das „L“. Nehmen wir die Buchstabenhäufigkeitstabellen, sind die Buchstaben E N I S R und A am Häufigsten. Somit dürfte O und L einer von denen sein. Da „E“ und „N“ vermutlich schon gefunden wurden, fehlt ja nur noch I, S, R und A.

Man könnte auch Wörter raten. Fängt der Geheimtext wirklich mit Nord an? Dann wäre das „U“ um Geheimtext ein „O“ und noch hilfreicher wäre das „X“, welches im Geheimtext gleich drei Mal vor kommt, und einem „R“ entspräche.

Der Text endet mit en und einem weiteren, noch unbekannten Buchstaben. Was könnte hier eine plausible Endung sein? Ist es eine ausgeschriebene Ziffer? Welche endet denn mit en und einem weiteren Buchstaben? Dann wäre fuenf oder fünf ein passender Kandidat. Hat der Verschlüsseler die ue-Schreibweise gewählt um keine deutschen Umlaute zu chiffrieren, müsste, wenn es wirklich die fuenf ist, der fünfte Buchstabe von hinten dem letzten entsprechen. Bingo! „laktl“ sind die letzten fünf Buchstaben. Und das bedeutet mit Sicherheit „fuenf“.

Wir könnten aber auch den Ansatz des Häufigkeitsgebirges wählen. Falls es sich bei dem Geheimtext nur um eine ROT-Verschiebung (Alphabetsverschiebung um x Stellen) handelt, sollten Auffälligkeiten hier vielleicht sogar mit so wenigen Buchstaben schon sichtbar sein.

Häufigkeitsgebirge - Quelle: cryptool-online.de


Und tatsächlich, die großen Balken scheinen sich in ähnlichem Abstand oben und unten zu wiederholen. Der E, I und N im normalen Alphabet könnten den Balken K, O und T im Geheimtext entsprechen. Dieses „Häufigkeitsgebirge“ wäre wesentlich aussagekräftiger, wäre der Geheimtext länger. Aber auch bei dem kurzen Schnipsel könnte es reichen und wir sehen eine Verschiebung um 6 Buchstaben. Dies ist auch der Vorschlag, den cryptool-online uns hier machen würde, wenn wir auf den passenden Knopf "ROT-Check" klicken würden.

Und eigentlich hätte man dies schon ein paar Schritte vorher ausprobieren können, da der Buchstabe „E“ (im Geheimtext „K“) und „N“ (im Geheimtext „T“) ja schon erraten worden sind. Beide sind um 6 Buchstaben verschoben, somit kann man immerhin schon hoffen, dass alle Buchstaben um 6 verschoben worden sind.

Aber egal welchen Weg wir wählen, mit ein bisschen Übung braucht es nur Minuten, um aus dem Geheimtext

tuxjlaktlfckokotyfckojxkobokxlaktl

den Originaltext

nordfuenfzweieinszweidreivierfuenf


zu erhalten.

Auch wenn das Alphabet komplett verwürfelt worden sind (anstatt um x Stellen zu verschieben), dauert die Entschlüsselung nur etwas länger. Hilfreich ist immer der einfache Ansatz, über Häufigkeitsanalysen das Leerzeichen und das „E“ zu identifizieren. In längeren Texten ist auch immer nach Punkt und Komma zu suchen, die nie an einem Wortanfang stehen aber immer von einem Leerzeichen verfolgt werden. Als nächstes sollte man versuchen, die kurzen Wörter zu entschlüsseln (der, die, das, und, in, im, ...) und nach identischen Textpassagen suchen, die gleiche Worte oder gleiche Wortteile bedeuten. Gleiche Geheimtextzeichen hintereinander sind auch ein schöner Ansatzpunkt, da im Deutschen nur bestimmte Buchstaben doppelt auftauchen und diese oft von gleichen oder ähnlichen Buchstaben umschlossen werden. Doppelte Konsonanten haben immer Vokale, doppelte Vokale immer Konsonanten um sich herum. Und natürlich sollte man immer nach typischen Grußformeln ("Lieber Cacher, …") und Abschiedworten ("Viel Spaß bei der Suche") schauen.

Funktioniert der Ansatz mit der Häufigkeitsanalyse nicht, sticht also kein Zeichen des Geheimtextes auffällig hinaus, dann ist es keine monoalphabetische Verschlüsselung sondern möglicherweise eine wiederholte Buchstabenverschiebung, bei der alle x Zeichen das Schlüsselalphabet gewechselt worden ist. Auch das lässt sich mit etwas Mühe per Hand entschlüsseln, ist aber definitiv schon wesentlich anstrengender. Wichtig ist hier über gleiche Geheimtextstellen herauszufinden, nach wie vielen Buchstaben das Alphabet - und wie oft - wechselt.

Ein weiterführender Link für das Decodieren von Geheimtexten mittels einer Tabellenkalkulation und dem Umrechnen und Vergleichen von Ascii-Werten findet sich auf dem Mathebord.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Zurück zum vorherigen Artikel - Monoalphabetische Substitution

Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 8.2 - Noten und Notenverschlüsselungen

Geschrieben von Nina • Freitag, 8. Februar 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Kapitel 8.2 - Noten und Notenverschlüsselungen

Musik ist ein Betätigungsfeld, mit dem sich viele Cacher in den Pausen vom Dosensuchen erholen zu scheinen. Zumindest erkläre ich mir so die gefühlte Häufigkeit von Mysteries, die irgendwelche Noten enthalten. Für mich immer ein kleiner Horror, hab ich diese runden "Bubbel" schon zu Schulzeiten gehasst und erfolgreich mit Verachtung gestraft. Was neben der pädagogischen Unfähigkeit des Lehrpersonals sicher auch daran lag, dass ich in etwa so musikalisch wie ein Kühlschrank bin. Letztlich taugt das aber nicht als Ausrede, die damals entstandenen Wissenslücken musste ich mir nun, wo ich endlich einen sinnvollen Einsatzzweck dafür gefunden habe (Mysteries zu entschlüsseln ;) ), mühsam zusammenflicken.

Die meisten Notenmysteries sind ziemlich simpel gestrickt. Irgendwie muss man den Notengnubbel ja Zahlen gegenüberstellen, also hat irgendwer mal damit angefangen, einfach nur durchzuzählen. Die erste Note ist eine 1, die nächsthöhere eine 2 und so weiter. Praktischerweise ist das ein Noteneinsatz, den sogar ich auf Anhieb durchschauen konnte. Dummerweise ist diese Zählweise nicht unbedingt "genormt", so dass man vielleicht noch etwas mit den Ziffern hin- und herjonglieren muss. Man könnte auch bei 0 anfangen zu zählen und musikalische Laien wie ich würden auch eher auf den Notenzeilen beginnen zu schreiben und zu zählen anstatt irgendwie im Nichts darunter ;) .

Englisch bzw. Deutsch oben, italienisch unten.
Etwas schwieriger sind die Fälle, in denen die Verschlüsselung auf die Notenbezeichnung fußt. Johann Sebastian Bach hat gerne seinen Namen, also die Noten B-A-C-H in seinen Stücken untergebracht. Andere Künstler taten dies ebenfalls, nur hatten die wenigsten einen von den Buchstaben bzw. Noten her so tauglichen Namen.

Nimmt man für derartige Wortbildungen nun noch die Halbtöne:
-is für um einen halben Ton erhöhte Noten, zum Beispiel cis, mit einem kleinen Doppelkreuz markiert
-es für um einen halben Ton erniedrigte Noten, zum Beispiel des, durch ein kleines b vor der Note gekennzeichnet
kann man schon beinahe sinnhafte Worte bilden. Oder möglicherweise zumindest hübsche Vorlagen für weitere Buchstabenwertberechnungen liefern. Richtig fiese Naturen mischen noch die italienischen Notenbezeichnungen (do-re-mi-fa-sol-la-si) dazwischen. Das braucht dann eine Menge Leseverständnis oder Notenliebe zum Entschlüsseln.

Neben den Notenbezeichnungen und der Höhe auf den Notenlinien unterscheiden sich die Noten auch noch durch ihr Aussehen. Es gibt die hier gezeigten schwarzen Noten mit Stiel dran, das sind Viertelnoten. Haben sie ein Stiel, sind aber nicht schwarz ausgefüllt, handelt es sich um eine halbe Note. Ist die Note komplett schwarz, hat aber noch ein kleines Fähnchen (oder sind mehrere mit einem Strich oben verbunden), gehören diese zu der Gattung der Achtelnoten und fehlt der Stiel völlig, ist es eine ganze Note. Manchmal sind Noten unten mit einem Bogen verbunden, dann spielt man sie in der Musik zusammenhängend. Für die Mysteryberechnung könnte es bedeuten, dass man diese hier vielleicht addieren muss. Aus den verschiedenen Notenarten kann man sich nun allerlei lustiges ausdenken, um den Mysterylöser zu quälen. Zum Beispiel könnten nur die ganzen Noten zur Koordinatenberechnung benutzt werden, und dann ihren Zahlenstellenwert wie oben beschrieben. Man könnte auch Mathematik ins Spiel bringen, immerhin bieten die Brüche (Halbnote, Achtelnote) eine gefällige Vorlage dafür (die Notengattungen einzeln zählen und durch ihren "Bruch" teilen?). Sicher hilft es hier mal wieder, wenn man das Notenblatt versucht möglichst logisch zu betrachten, die Anzahl der Noten der üblichen Anzahl der Koordinatenziffern gegenüberstellt. 52° 12.345 und 009° 12.345 sind sieben und acht Ziffern, also 15. Hab ich praktischerweise 15 Noten (oder einzelne Notenarten), weiß ich schon, wo die Lösung steckt und muss nur noch über das "wie" nachdenken.

von en.wikipedia.org/wiki/Musical_cryptogram Wem dies noch nicht zur Entschlüsselung ausreicht, kann das Alphabet durch Noten ersetzen. Francis Poulenc und Giovanni della Porta taten dies im 16. Jahrhundert (Versteckte Botschaften von Klaus Schmeh, Seite 27 und 28). Als "Französische Notenverschlüsselung" bekannt ist eine ähnliche Variante, bei der die obere Zeile die üblichen Notenbezeichnungen sind (das B ist im Deutschen die Note H) und diese verschiedenen Entsprechungen haben können. Geschickt komponiert, zum Beispiel mit verschiedenen Tonlagen garniert, kann man so lustige Notengeschichten in die Listings bringen.

Ebenfalls möglich wäre eine simple Notenhäufigkeit, die dann dem Alphabet gegenüber gestellt wird. Die häufigste Note könnte dann dem A entsprechen, die zweit häufigste dem B. Alternativ könnte man die Notenhäufigkeit der üblichen Buchstabenhäufigkeit in der deutschen Sprache gegenüberstellen. Dies hat sogar mal jemand im großen Stil gemacht: Christiane Licht hat 40.000 Musiktitel dementsprechend untersucht und ich bin mir sicher, irgendwer hat ihr Forschungsergebnis doch bestimmt schon in einem Mystery benutzt, oder?

Der russische Komponist Alexander Nikolajewitsch Skrjabin (*1872 - 1915) verknüpfte bestimmte Tonarten bzw. Töne mit speziellen Farben und schuf damit den Skrjabin-Code.

Da die Fingersätze bei den verschiedenen Instrumenten meist genormt sind (also wo welcher Finger bei welcher Tonart zu liegen hat), könnte auch dies ein trefflicher Lösungsansatz sein, wenn im Listing ein bestimmtes Instrument genannt ist.

Und sollte jemand von euch einen weiteren dieser lustigen Notenverschlüsselungscaches basteln wollen, mit auf Scorio.com kann man (und sogar ich! ;) ) hervorragend einfach Noten malen lassen.

Nachtrag: Noch eine Variante, mit Noten und dem dazugehörigen Liedtext Koordinaten verschlüsseln: man nimmt die Noten und legt sie über den Text - und nimmt die Buchstaben, die von einer Note "getroffen" wurden.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 4 - Sprache und Schrift (Teil 1)

Geschrieben von Nina • Sonntag, 27. Januar 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Kapitel 4 - Sprache und Schrift (Teil 1)

Die Kapitel Zahlen und Sprache und Schrift verschwimmen ein bisschen, das lässt sich aufgrund der Thematik aber ebenso schwer trennen wie vermeiden. Der Schwerpunkt hier liegt ein bisschen eher in mehr oder minder sinnvollem Text, der verborgenes in sich trägt.

Buchstabenwerte

Den Anfang machen aber trotzdem erst einmal nackte Buchstaben, die letztlich ja fast immer irgendwie Zahlen ergeben sollen. Am häufigsten und einfachsten sind einfach nur die Buchstabenwerte gesucht, also die Position, die der Buchstabe im Alphabet hat. A=1, B=2, C=3, ... Das Wort Nina hat somit die Buchstabenwerte 14-9-14-1. Manchmal muss man das Alphabet auch bei 0 beginnend durchzählen, dann wäre es eben 13-8-13-0. Ggf. auch rückwärts gezählt, von 0 oder 1. Hiermit kann man nun so allerlei anstellen. Manchmal braucht man nun die Summe der Buchstabenwerte (38 bei der üblichen, bei eins beginnenden Zählung). Manchmal braucht man die Quersumme (die Ziffern einer Zahl addiert), mal von den einzelnen Buchstabenwerten, mal von der Gesamtsumme. Mal die einfache Quersumme (Ziffern nur addiert), mal die iterierte (so lange die Quersumme aus dem Ergebnis der Quersummenbildung errechnen, bis das Ergebnis einstellig ist). Manchmal muss man die ermittelten Ziffern miteinander multiplizieren oder andere Rechenoperationen anstellen, die sich hoffentlich aus dem Listing ergeben. Manchmal braucht man nur von bestimmten Buchstaben die Werte, zum Beispiel von allen Anfangsbuchstaben oder allen großgeschriebenen, kurstivgeschriebenen, in einer bestimmten Farbe geschriebenen.

Stellenwert

Ist ein Buchstabe anders, als die anderen (Farbe, Stil), kann auch seine Stelle im Wort der Schlüssel sein. Ist also im Wort "Buchstabe" zum Beispiel das h kursiv, könnte die Ziffer 4 gesucht sein. Sticht mehr als nur ein Buchstabe heraus, könnte mal wieder eine Binärcodierung gesucht sein. Dieses "Testwort" ergäbe zum Beispiel, wenn man die fettgeschriebenen Buchstaben als 1 annimmt und die normalen als 0: 0110 0110. Wäre es eine Binärzahl, ergäbe es dezimal 102. Da dieses "Binärwort" praktischerweise aus 8 Buchstaben, also auch aus acht Bits (demnach einem Byte) besteht, wäre auch ASCII ein toller Kandidat. Da ist 01100110 / 102 mit dem Buchstaben "f" belegt. Welches- und hier schließt sich ein Mysterykreis - dem Buchstabenwert 6 entspricht.

Manchmal liegt des Texträtsels Lösung auch einfach in der Anzahl der Buchstaben eines oder aller Wörter. Oder die Anzahl der Silben. Konsonanten. Vokale. Vielleicht muss man nur bestimmte Buchstaben zählen? Oder welche, die bestimmte Eigenschaften haben. Zum Beispiel Striche nach oben, wie das l und das h. Oder nach unten reichen, wie das p und das g. Vielleicht braucht man die Anzahl von runden Bereichen, wie im O oder im d. Solch Buchstaben- oder auch Zahlenbereiche, die sich ausmalen lassen, waren bereits mehrfach der Schlüssel des einen und anderen Mysteries, den ich von der Karte tilgen konnte. Vielleicht muss man derartiges auch wieder einer Binärcodierung gegenüberstellen. Hat man auf eine solche Art eine große Anzahl von Zahlen ermittelt, wäre es auch denkbar, dass man die gefundenen Zahlen einfach nur als gerade und ungerade Zahlen betrachten und demgemäß in einen Binärcode übersetzen muss.

Man könnte auch die Anzahl der Buchstaben bis zum nächsten Leerzeichen oder Interpunktionszeichen zählen. Oder nur den jeweils ersten, oder dritten oder meinethalben auch achten Buchstaben jedes Wortes zur Entschlüsselung benutzten (um das zu probieren empfiehlt es sich, die einzelnen Wörter untereinander zu schreiben).

Apropos erster Buchstabe: ein gewisser, aber längst verstorbener John Laird McCaffrey hat in Montreal diese wunderhübsche Grabinschrift:

"John
Free your body and soul
Unfold your powerful wings
Climb up the highest mountains
Kick your feet up in the air
You may now live forever
Or return to this earth
Unless you feel good where you are!
”Missed by your friends"

Seine Freunde scheinen keine sonderlich guten gewesen zu sein, wenn man die Anfangsbuchstaben der einzelnen Zeilen von oben nach unten liest.

Zahlen als Wörter

Allerdings hat diese Grabinschrift keine Koordinate ergeben, wir suchen aber immer noch nach Ziffern. Oder suchen wir doch Wörter? Natürlich kann man Zahlen auch in Buchstaben ausdrücken und somit verschlüsselte Texte ordentlich in die Länge ziehen, die damit zwangsläufig schwieriger zu entschlüsseln werden. Eine 0-9er Reihe habe ich mit etwas Logik oft sehr einfach und am eigentlich Rätsel vorbei gelöst. Vorausgesetzt, die gesuchte Zahl ist die komplette Koordinate, die ja in den ersten 3-4 Stellen vorne bekannt ist (durch die Koordinate, an der das ? gelistet ist - der Cache selber darf laut Richtlinien von geocaching.com seit einigen Jahren nur 2-3 Kilometer von diesem Punkt entfernt sein). Handelt es sich aber um Buchstaben als Text, um "eins", "zwei", "drei" oder noch schlimmer "zweiundfünfzig" oder "dreiundzwanzig", wird es für den Rätselnden viel schwieriger.

Derartig ausgeschriebene Ziffern lassen sich auch prima in völlig unverdächtigen Texten unterbringen. ZWEIfelnd beobACHTete ich die AktiVIERung der prACHTvollen VerEINscoin. Gut, um da jetzt einen hübschen Mysterytext draus zu basteln, brauchts wohl noch etwas Feinschliff, aber um das Prinzip darzulegen reicht mein Beispiel hoffentlich grad so eben noch aus.

Verwürfeln

Findet sich nur Buchstabensalat? Vielleicht ist dieser nur Rückwärts geschrieben und/oder die Lücken zwischen den Wörtern sind nicht da, wo das Auge sie gern zum Lesen hätte? Möglicherweise steht aber auch der erste Buchstabe für ein Wort der Nord- der zweite für eines der Ostkoordinate, der nächste dann wieder für Nord usw.. Dieser Code hier: "znwuelilunnudlflünnefuznisgeacchhstuunndddzrweainszsiiggderienihzuenhdnert" ergibt, derartig enttüddelt: zweiundfünfzigachtundzwanzigdreizehn und nullnullneunsechsunddreissigeinhundert.

Der Lattenzaun- oder Jägerzaun-Chiffre funktioniert ähnlich, nur das hier der zu verschlüsselnde Text diagonal nach unten und dann wieder nach oben geschrieben wird und am Ende zeilenweise verwendet wird. Aus zweiundfünfzigachtundzwanzigdreizehn wird dieser Gartenzaun



und damit dieser verschlüsselte Text: zdgnziwnfiaudniezeunzctzagrenifhwdh.

Ähnlich funktioniert es mit dem "Pflügen". Der zu verschlüsselnde Text wird normal aufgeschrieben, aber ein Raster von X Zeichen pro Zeile. Anschließend wir dieser mehrzeilige Text Zeilenweise von oben nach unten, und dann, wenn man unten angekommen ist, von unten nach oben, genommen. Quasi wie beim Pflügen eines Feldes. Man hätte es auch "Rasenmähen" nennen können ;) .

Einfacher zu ent- und verschlüsseln ist der Trick, bei dem man auf der Tastatur immer nur den jeweilig links oder rechts, oben oder unten vom abgedruckten Buchstaben drückt. Aus zweiundfünfzig wird, rechts verschoben, ueroimfg+mguoh .

Handytastaturcode (Vanity-Code)

Vielleicht ist es aber auch nur die gute, alte (und von mir viel zu oft vergessenen) Handytastatur? Hier gibt es ja zum Beispiel für die Ziffer 2 a, b und c, die 3 ist mit d, e und f belegt. Der Buchstabenwust Kcbadnz steht so dann für die hübsche Nordkoordinate: 52 22.369 . Diese Form der Verschlüsselung passt in beide Richtungen. Hat man mal einen Zifferncode, der keine 1en aufweist, aber häufige Ziffernwiederholungen, schadet es sicher nichts, mal eben das Handy zu Rate zu ziehen. 69997777833777999 ergibt das Wort Mystery.

Für fortgeschrittene Daumentipper gibt es noch die T9-Textgerkennungsvariante. Man nutzt den Vorschlagsalgorithmus der Handys. Das ist aber eher schlecht weil selten eindeutig, das interne Wörterbuch kann vom Nutzer erweitert sein und damit Fehlvorschläge bringen und nicht jedes Handy nutzt T9 (Motorola zum Beispiel kocht ein eigenes Texterkennungssüppchen). Trotzdem wird diese Verschlüsselung manchmal benutzt.

Weiter: Kapitel 4- Sprache und Schrift - Teil 2
Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 5 - Bilderanalyse - Teil 2: Technische Bilderverstecke

Geschrieben von Nina • Montag, 14. Januar 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

5.2 Bilderanalyse - Teil 2: Technische Bilderverstecke

Neben dem rein optischen Varianten lassen sich mit digitalen Bildern auf technische Weise eine Menge Scheußlichkeiten anstellen. Bei Geocaching-Mysteries am Schlimmsten finde ich computergestützte Steganografie. So schön es ist, unsichtbar und fast unknackbar mit kostenlos erhältlichen Programmen fast alle erdenklichen Dinge in Bildern zu verstecken, so ist es für den Mysterylöser eher mühsam, da man zum Entschlüsseln genau die Software benutzen muss, mit der auch verschlüsselt worden ist. Weiß man welche es ist, muss man möglicherweise nur noch ein Passwort ermitteln und ist eine Runde weiter. Kennt man die Software nicht, ist es ein frustrierend langweiliges Durchprobieren der üblichen Verdächtigen.



Es gibt aber viel schönere und einfachere Methoden, Informationen in Bildern zu verstecken und wiederzufinden. So könnte einfach die Bildgröße, Höhe und Breite in Pixeln, die fehlende Nord- und Ostkoordinate sein (oder doch wenigstens deren letzte drei Ziffern). Alternativ könnte auch die Stelle eines relevanten Pixels die Koordinate anzeigen.



Ist das Bild ein JPEG (die Endung des Bildes .jpg), kann es EXIF-Zusatzinformationen beinhalten. Gedacht sind diese für Autorenvermerke, Kommentare oder Daten zu Kameras und Fotoeinstellungen. Neuere Fotoapparate enthalten oft schon einen GPS-Empfänger und speichern die Koordinate, an der das Bild gemacht wurde, gleich mit. Smartphones können dies ebenfalls. Und so mancher Mystery verrät seine Finalkoordinaten so schon durch unachtsame Geocacher, die Fotos mit derart interessanten Zusatzinformationen unwissentlich in ihren Logs mit hochladen.



Für das Sichtbarmachen dieser Zusatzinformationen (EXIF, IPTC, Comments) kann man Bildbetrachter benutzen (das erwähnte IrfanView oder xnview) oder das Internet bemühen (Jeffreys Exif viewer) . Bildbearbeitungsprogramme zeigen dieses ebenfalls an. Mein Favorit hierbei ist die Freeware Gimp, die ihrem großen Bruder Photoshop zumindest in meinen semi-professionellen Anwendungsgebieten in nichts nachsteht. Wer Firefox nutzt, kann auch auf einige entsprechende Add-ons zurückgreifen, welche das Herunterladen des Bildes möglicherweise überflüssig machen. Bei meinen Tests funktionierten diese aber eher nur mäßig gut.



Findet sich in den Bildereigenschaften nichts sinnvolles, sollte man sich das Bild mal in einem Hexeditor anschauen. Im IrfanView kann man dies mit View -> Show hex view bzw. durch das Drücken der Taste F3. Im IrfanView werden dann in einem Extrafenster links die Hexadezimaldaten angezeigt, rechts der "Klartext", der bei einem Bild natürlich weitestgehend nicht menschenlesbar ist.

Ein normaler Hexeditor (wie z.B. HxD) tut selbiges natürlich ebenfalls. In der Hexansicht kann man nun vielleicht Informationen oder auch Manipulationen entdecken, die man dem Bild selber nicht ansieht. Das Format jpg ist zwar grundsätzlich an feste Regeln gebunden, nur kann man diese ziemlich beugen und das Bild wird noch immer fehlerfrei angezeigt. So lässt sich an einigen Stellen (im oberen Bereich und ganz unten) Text verbergen, den der geneigte Leser nur in der Hexansicht zu lesen bekommt. Beim Geocaching gern benutzt ist das Anhängen eines Zips, also einer gepackten Datei, an das jpeg-Bild. Öffnet man dieses jpg in einem Zip-Programm (z.B. Winrar), öffnet sich das Archiv und man kann den Inhalt entpacken. Manchmal hat der Owner des Mysterys noch ein Passwort eingebaut, was sich dann hoffentlich aus dem Listing ergibt (vielleicht Cachetitel, GC-Code oder Ownername?).



Ob einem Jpeg-Bild etwas angehängt worden ist, lässt sich über die Hex-Ansicht leicht überprüfen. Laut den JPEG-Spezifikationen muss ein JPEG-Bild mit dem Hexadezimal-Wert FF D8 beginnen und mit FF D9 enden. Endet es anders, ist es manipuliert. Etwas ist wie das Gezippte ist angehängt worden, oder möglicherweise einfach Text am Ende eingefügt. Um diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen, muss man - wenn die Infos nicht schon direkt ablesbar sind - mit einem Hex-Editor alles, was nach dem eigentlichen Ende des JPEG-Bildes, also dem Hex FF D9 , abschneiden und in eine neue Datei packen (das FF D9 kann, beabsichtigt oder nicht, mehrfach vorkommen! Dann müssen eventuell alle möglichen "Schnittvarianten" ausprobiert werden). Dieses neue Dokument nun unter einem passenden Namen speichern und mit sinnvollen Programmen öffnen. Es könnte sich ja ebenfalls um ein Bild handeln, dann wäre ein Bildbetrachter angebracht. Vielleicht auch ein Texteditor. Ein Video- oder Musikplayer vielleicht? Mag möglicherweise ein PDF-Reader Inhalte anzeigen?

Auch an PNG-Dateien lassen sich Daten anhängen. In HEX betrachtet fängt ein PNG mit den HEX-Zahlen 89 50 4E 47 an und endet mit 49 45 4E 44 AE 42 60 82 . Gibt es nach der Endung noch weiteren Hexcode, würde ich den per HEX-Editor mal abschneiden, abspeichern und gucken, was es wohl sein könnte. Sollte es wieder mit 89 50 4E 47 beginnen, ist es ein neues PNG. Alternativ kann man unbekannte Dateien mit den typischen Programmen (Bildbetrachter, Audioanalyser, Notepad, o.äh.) zu öffnen versuchen. Oder das Internet bemühen und die ersten HEX-Zeichen einer Suchmaschine geben. Die allermeisten Dateiformate haben spezielle Startsequenzen.

Zur tieferen Analyse von PNG-Dateien kann ich das Tool tweakpng empfehlen.

Eine weitere Entzauberung fieser Bilderrätsel kann man über die Farb-/Kontrast-/Sättigungs- und Gammaregler einer geneigten Bildbetrachtungs- oder -bearbeitungssoftware durchführen. Einfach mal die vorhandenen Regler (im IrfanView unter Image / Color correction zu finden, im Gimp gibt es verschiedene Fenster unter dem Menüpunkt Farben) hin und her schieben. Besonders den Gammaregler auch gern komplett mal an beide Enden bewegen, so manches Mal taucht dann, wie von Zauberhand, etwas im Bild auf, was vorher definitiv unsichtbar gewesen ist. Nun... eigentlich nicht ganz unsichtbar, je nach Bildart und Farbfüllung wäre man diesem Trick auch auf die Schliche gekommen, wenn man die Bearbeitungsfunktion (zB. Im IrfanView Edit, Paint Dialog) benutzt und mit diesem schicken Eimerchensymbol Farbe über diverse, optisch einfarbige Bereiche kippt (Toleranzschwelle auf so klein wie möglich setzen). Dieser Gegenzauber hilft aber nur bei Bildern mit wenig Details und großflächig einfarbigen Stellen. Alternativ kann man auch mit dem "Zauberstab" der Bildbearbeitungssoftware und einer Empfindlichkeit von "0" oder "1" versuchen, alle exakt gleichfarbigen Stellen zu markieren und erhält so die, die sich vielleicht nur marginal und optisch unsichtbar unterscheiden.

Hat man ein Bild vorliegen, was nur aus zwei Farben besteht oder besonders auffällige Bildbereiche besitzt, könnten die Farbwerte der Schlüssel sein. Mit Gimp und der Pipette im Werkzeugfenster kann man den Farbwert "aufnehmen" und mit einem Doppelklick auf das Quadrat, welches nun im Werkzeugfenster nun die Farbe angenommen hat, erfährt man Details zu ihr. Zum Beispiel die RGB-Farbwerte, bei denen Rot, Gelb und Blau jeweils mit einer Zahl dargestellt werden (R 52/G 12/B 33) oder der Hexadezimalwert der Farbe, wie #4fad91. Oh wie hübsch, dezimal ist das 5221777, eine Nordkoordinate! ;) . Was man alles mit Farben in Geocaches anstellen kann, habe ich hier versucht zu erklären.

Hat man eine GIF-Datei vorliegen (endet mit .gif), kann diese aus mehreren Teilen bestehen, die nach einer vorbestimmten Zeit wie ein Daumenkino ablaufen. Das kann so schnell sein, dass es wie ein solches aussieht, oder so langsam, dass man vermutlich gar nicht mehr hinschaut, wenn das Bild endlich mal wechselt. Daher sollte man GIFs immer auseinandernehmen. Im Gimp geöffnet erkennt man dann im Ebenenfenster die verschiedene Ebenen, in xnview kann man unter Ansicht -> Frame zwischen den einzelnen hin und herspringen und sieht deren Anzahl und die eigene Position unten links in der Statusleiste. Jeffreys Exif viewer zeigt alle Einzelbilder auch online an.

GIFs und PNGs können Informationen beinhalten, die man vor einem weißen Hintergrund nicht sieht (der sowohl bei geocaching.com als auch bei den üblichen Bildbetrachtern üblich ist). Vor einem anders farbigen erkennt man vielleicht, was vorher nicht zu sehen war.

Handelt es sich um ein bekanntes Bild oder ist das Bild vielleicht zwei Mal im Listing, lohnt es sich, nach Unterschieden zu suchen. Sollten die nicht optisch offenkundig sein, kann man in einem Bildbearbeitungsprogramm, welches Ebenen beherrscht (gimp zum Beispiel mal wieder als Vertreter der Freeware-Fraktion oder natürlich der fast-alles-Könner Photoshop), diese beiden Bilder als solche übereinander legen. Dann das oben liegende Bild durchscheinend (transparent) machen, vielleicht noch etwas an den Kontrast- und Transparenzreglern spielen oder den Modus auf Abziehen stellen und gucken, ob der Zauber wirkt.

Kann man auf dem Bild nichts erkennen außer einer wirren "Tapetengrafik" eines Designers unter LSD, könnte es sich um ein Stereogramm handeln. Mit ausreichend Training, etwas schielen und den passenden Augen lassen sich von vielen Menschen nach einer Weile Dinge hier drin sehen, die ich leider nicht erkennen kann. Ich nehme, wenn ich gerade keinen passenden "Schieler" in der Nähe habe, Software, die mir die verborgene Information im Stereogramm anzeigt. Derer gibt es inzwischen eine wahre Flut, so dass ich mir eine Empfehlung lieber spare. Wer gut mit Bildbearbeitungssoftware umgehen kann, dem mag auch diese hierfür reichen: das Bild in eine neue Ebene kopieren, auf Differenzmodus stellen (in Gimp im Ebenenfenster, Modus, Abziehen). Nun hat man ein schwarzes Bild und kann die neue Ebene so lange hin- und herschieben, bis sichtbar wird, was versteckt sein wollte. Die Verschiebung kann gut und gern 50 Pixel betragen.

Mein vorerst letzter Bildertipp, den ich fast täglich nutze: tineye und (meist noch ergiebiger) die Google-Bildersuche! Will man bestimmte Informationen zu einem bestimmten Bild, weiß man nicht, wer oder was hier gerade abgebildet ist, diese beiden Dienste leisten großartige Arbeit! Tineye gibt es als Firefox-Plugin, mein absolutes Lieblingsplugin. Dafür kann die google-Bildersuche mehr finden, tineye findet nur, was genau den gleichen Ausschnitt hat, wie das gesuchte Bild. Die google Bildersuche benutzt sich für mich am einfachsten, in dem ich die komplette URL des Bildes bei Google ins Suchfenster packe und im folgenden Fenster oben auf "Passende Bilder finden Sie mit der Bildersuche" klicke.


Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Zurück zum Teil 1 der Bilderanalyse - Einleitung und optisches Verstecken

Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 1 - Einleitung

Geschrieben von Nina • Sonntag, 9. Dezember 2012 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Geocaching Mysterys lösen

Einleitung - Warum schreib ich dies?

Ich mag Geocachen, diese "digitale Schnitzeljagd", bei der jemand eine Dose versteckt und die Hinweise, wie diese zu finden ist, im Internet veröffentlicht. Man hat dadurch immer einen Grund, sich draußen zu bewegen und besucht Orte, die man ohne Geocaching nie beucht hätte. Im besten Fall ganz besondere.

Eines der Dinge, die mir hierbei am besten gefallen, sind die Rätsel. Seien es die Mystery-Caches, für die man schon Zuhause eine Koordinate errätseln muss oder Station eines Multis, also eines Mehrstationencaches, bei denen eine Denksportaufgabe am Weitergehen hindert. Manche dieser Aufgaben folgen bestimmten wiederkehrenden Mustern. Vieles ist zwar unterschiedlich verpackt, ähnelt sich aber doch in den Grundzügen. Manchmal bei den Verschlüsselungen (z.B. binär oder Morse) oder bei den Techniken, zum Beispiel um in Bildern oder Musikdateien weitere Informationen zu verbergen.

Will man nun einen derartigen Mystery selber lösen, muss man zwangsläufig erst einmal herausfinden wie so etwas funktioniert, was alles ist. Und Jeder, der so etwas schon einmal gehört, gelesen oder angewandt hat, muss sich in dem betreffenden Moment auch wieder daran erinnern.

Für derartige Situationen und Personen (ich mich selber ;) ) hab ich diese Blogrubrik angefangen und werde sie im Lauf der Zeit immer wieder erweitern.

Ihr findet diese Blog-Idee verwerflich? Ein Mysterylösungsblog für all die Abschreiber, Mysterykoordinatentauscher, Telefonjokernutzer und ähnlich unliebsame Personen? Ihr müsst noch immer alles selber lösen und findet dieses Geschriebene daher furchtbar unfair? Nein, das ist es gar nicht, fast gar nicht. Alles was hier so steht, findet sich auch im Netz auf diversen Foren, Blogs, bei Twitter, Facebook und über diverse Suchmaschinen, und wird spätestens auf Events wie die berühmten Panini-Bilder getauscht. Übrigens genau wie man häufig auch detaillierte Lösungsansätze zu speziellen Caches findet. Oder auch gleich die Final-Koordinaten.

Ich werde hier keine einzelnen Caches vorstellen und anhand derer die Lösungswege beschreiben. Und auch mit dem Wissen und der Nutzung der hier erklärten Ideen und Strategien ist das Lösen eines Mysterys noch immer Hand- und vor allem Kopfarbeit. Man muss die Mystery-Idee selber verstehen und umsetzen, die Rätsel sind häufig ineinander verschachtelt, man muss die Koordinaten erkennen, wenn sie vor einem liegen. Und man muss, wie bei allem im Leben, viel üben. Eine Menge abstruser Gedanken verfolgen, wobei die Lösung oft viel einfacher ist, als die eigenen Gedanken. Viele Mysteries lassen sich sowieso nicht in ein Lösungsschema pressen, jeder einzelne Cacheowner hat andere, teils wirre, teils geniale, oft einmalige Ideen, auf welche Art man Koordinaten, Hinweise oder Text verstecken kann. Und bei vielen Mysteries ist der Lösungsweg sowieso klar und es erfordert nur etwas Mühe, ihn zu erarbeiten. Durch Webrecherche, durch das zeitraubende Ausfüllen bestimmter Matrizen, durch das Lösen von Logikrätseln, für die es oft nicht mal ein Online-Lösetool im großen, bösen Internet zu geben scheint. Oder durch das Finden eines anderen Caches oder Travelbugs.

Somit darf nun jeder der hoffte, nach der Lektüre dieses Blogs jeden Mystery mit wenigen Klicks von der Karte putzen zu können, enttäuscht die Webseite schließen. Nur weil man weiß, wie ein Sudoku funktioniert, ist man noch lange nicht in der Lage, ein solches auch zu lösen. Geschweige denn schnell.

In dem Sinne wünsche ich euch viel Spaß und hoffentlich geistreiche Erkenntnisse auf meinem Blog.

Nina

Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Weiter mit Kapitel 2 - Die Listinganalyse


gratis Counter by GOWEB