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Geocaching Mysteries lösen - 8.6. Geocaching.com-spezifische Rätsel

Geschrieben von Nina • Donnerstag, 15. Januar 2015 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Kapitel - 8.6. Geocaching.com-spezifische Rätsel

Was liegt näher für die Erstellung eines Mystery-Rätsels Geocaching.com zu nutzen? Möglichkeiten gibt es hier einige. Man könnte zum Beispiel auf Caches, Profile, Logeinträge oder auf geocaching.com hoch geladene Bilder verweisen, über die man die Koordinaten erhält oder zusammensetzen kann.

Listing / GC-Code

Als erstes wäre bei Cachelistings wohl der GC-Code zu nennen. Also dieser 6-7 Zeichen lange und mit GC beginnende Code, über den jeder Cache eindeutig zu benennen ist.

Hierzu lohnt es sich zu wissen, dass Groundspeak seine Caches seit Anbeginn durchnummeriert hat und diese laufende Nummer in den GC-Code umwandelt. Ganz am Anfang war das nur der Hexadezimalwert der laufenden Nummer, der ein GC vorangestellt worden ist. 2003 reichte dieser Wertebereich nicht mehr aus und man nutzte fortan ein eigenes Zahlensystem. Im Prinzip ein Stellenwertsystem mit der Basis 31, nur das nicht das Alphabet bis zum 21. Buchstaben genommen wurde, sondern das komplette mit Ausnahme einzelner Buchstaben. Es fehlen I, L, O, S und U, angeblich um zu vermeiden, dass Schimpfwörter als GC-Code möglich sind. Bis 2006 reichte dies sechsstellig, seitdem ist der GC-Code siebenstellig.

Die Umrechnung in und aus diesem Groundspeak-eigenen Base-31 kann man zum Beispiel online bei fizzymagic oder über die Handy-App GCC erledigen.

Mein Cache mit dem GC-Code GC5DWQB hat die laufende Nummer 4620439.

Ruft man ein Cache-Listing auf geocaching.com zum Beispiel nur mit Angabe des GC-Codes über den URL-Verkürzer http://coord.info auf und schaut nun auf die URL, auf die der Browser weitergeleitet worden ist, steht dort wesentlich mehr als nur der GC-Code.

Mein Cache http://coord.info/GC5DWQB wird weitergeleitet auf http://www.geocaching.com/geocache/GC5DWQB_duzzels-nutzlose-suche?guid=11f1e948-cfa1-48a5-bf12-44aac0177f7b .

Das Listing heißt auf den Groundspeakseiten offensichtlich "GC-Code plus Cachename" (ist auch gleich viel suchmaschinenfreundlicher) und hat hinten eine Guid dran gehängt. Guid bedeutet "Globally Unique Identifier" und ist eine global (mehr oder minder) eindeutige Zahl. Jedes Listing bei Groundspeak bekommt eine solche Guid, genau wie jeder Logeintrag, jedes hoch geladene Bild und jedes Benutzerprofil. Diese Guids kann man als Mystery-Owner nicht beeinflussen, aber man kann die darin verwendeten Zeichen natürlich irgendwie verwurschteln und vom Rätselnden eine Koordinate draus erstellen lassen.

So eine ID wie hier (genauer geschrieben handelt es sich bei der von Groundspeak benutzten um eine UUID random 4 http://de.wikipedia.org/wiki/Universally_Unique_Identifier ) ist immer aus dem gleichen Muster aufgebaut und besteht aus fünf Gruppen mit Hexadezimalwerten im Format XXXXXXXX-XXXX-XXXX-XXXX-XXXXXXXXXXXX , wobei jedes X für ein Zeichen aus dem Hexadezimalsystem steht ( Ziffern 0-9 und Buchstaben a bis f).

Wandelt man die obigen Hexadezimalwerte aus der Duzzel-Listing-guid um, bekommt man einen Schwung Dezimalzahlen, von denen zumindest die mittleren beinahe schon als Koordinate durchgehen könnten:

11f1e948 = 301066568
cfa1 = 53153
48a5 = 18597
bf12 = 48914
44aac0177f7b = 75500157894523

Trickreiche Owner können natürlich noch irgend geartete Rechenoperationen in ihr Rätsel einbinden.

Profile

Genau wie das Listing und sein GC-Code erhalten auch die Benutzerprofile bei geocaching.com eine laufende Nummer und werden über das „GC-Base-31“ in eine Art Profil-Code (analog zum GC-Code) umgewandelt. Netterweise würde der URL-Verkürzer http://coord.info diese mit einem PR vorne dran zu dem richtigen Profil verlinken. Dummerweise ist es gar nicht so einfach herauszufinden, welchen Code bzw. welche laufende Nummer ein Benutzerprofil denn nun hat.

Klicke ich zum Beispiel auf mein Benutzerprofil, erhalte ich folgenden Link mit einer Guid:

http://www.geocaching.com/profile/?guid=749fe082-37c5-4439-8855-431c6dba5e77

Möglicherweise hängt sogar noch eine weitere Guid hier hinten dran; je nach dem, von wo aus ich auf das Profil gelangt bin. Diese eindeutige ID bringt aber weder die laufende Nummer noch den Profil-Code zu tage. Schaut man sich nun allerdings den Link "See the Forum Posts for This User" auf der Hauptseite irgendeines Benutzerprofils an, hat diese ganz am Ende die laufende Registrierungsnummer! Mein Account war offensichtlich der 2.892.759 geocaching.com Account (ich fühle mich, als hätte ich einige Jahre zu spät mit diesem Hobby angefangen!). Wandele ich diese laufende Nummer nun über die obigen Links in den GC-base-31 um und füge statt GC PR vorne dran, habe ich die Profil-ID PR3hwyq, die ich über http://coord.info/PR3hwyq tatsächlich nutzen und mich auf mein Profil verweisen lassen kann.

Travel-Bugs

Travelbugs sind ja von jeher gern genutzte Objekte für die „Vemystifizierung“ gewesen. Auch sie haben eine laufende Nummer, z.B.: 1880999, die sich über „GC-Base-31“ in einen TR-Code umwandeln und über den URL-Verkürzer als http://coord.info/TB2EY4A als http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=1880999 aufrufen lässt.

Bei der Suche nach der Mystery-Lösung lohnt es sich sowieso oft, nach den TBs des Owners bzw. den zuallererst eingeloggten TBs im Listing zu gucken.

Logeinträge, Bilder, Waypoints und Attribute

Da jeder Logeintrag eine eigene Guid hat (z.B.: http://www.geocaching.com/seek/log.aspx?LUID=6b1d5e5f-7c4b-4bd8-a93d-da8c13707534 ), kann man natürlich auch im Rätsel irgendwo diese vergraben und den Rätselnden damit auf einen Logeintrag stupsen, der für die Rätsellösung nötige Informationen enthält. Ebenso verhält es sich mit Bildern, die man bei geocaching.com hoch laden kann (z.B.: http://imgcdn.geocaching.com/cache/large/e6395a95-f788-4572-bf60-089835130a05.jpg). Seit einigen Tagen lagert Groundspeak diese offensichtlich bei cloudfront.net aus, da die Links aus den Listings automatisch dahin umgeleitet werden (https://d1u1p2xjjiahg3.cloudfront.net/e6395a95-f788-4572-bf60-089835130a05_l.jpg).

Auch Waypoints haben eine eigene Guid, z.B.: http://www.geocaching.com/seek/wpt.aspx?WID=17625587-748c-4673-bfee-f94a3a686f71 .

Und zuletzt noch ein Hinweis auf die Attribute, die man auch hervorragend für einen Mystery nutzen kann. Der Owner kann sie ja selber auswählen. Nimmt er zum Beispiel 10 Stück und nutzt im Listing die Begriffe dieser Attribute, lassen sich darüber Zahlen generieren.

Außerdem haben auch die Attribute IDs. Die kann man zum Beispiel in der GPX-Datei eines Caches sehen, der sie eingebunden hat. Oder ihr geht, sofern ihr schon einen eigenen Cache veröffentlicht habt, in den Bereich, in dem die Attribute editiert werden können und schaut mal in den Quelltext. 17 sind zum Beispiel die Schlangen, 32 das Fahrrad, 1 ist der Hund, 3 das Kletterseil.

Und zu guter Letzt gibt es ja auch noch die Smilieys, die man einem Log hinzufügen kann und dessen Reihenfolge (oder der Buchstabenwortwert der Bezeichnungen oder die Ziffern, die sich unterhalb der Sonderzeichen befinden, aus denen man den Smileycode generiert) gerne mal für einen Smiley-Cache genutzt werden.

Wesentlich ausführlicher als ich es tat, hat sich "West468" auf seinem Blog mit den Geheimnissen rund um die GC-Seite auseinandergesetzt: GC: Klug suchen nach Geocaching-Seiten.

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Geocaching Mysteries lösen - Inhaltsverzeichnis

Geschrieben von Nina • Sonntag, 12. Oktober 2014 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen


Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 - Einleitung
Kapitel 2 - Analysen von Listing, Rätsel und Codes
2.1 Listinganalyse
2.2 Geocachingspezifische Kryptoanalyse
Kapitel 3 - Zahlen, Zahlen, Zahlen,...
3.1 : Einleitung, Fremdsprachen und das Zahlensystem der Maya
3.2: Binär-, Oktal- und Hexadezimalzahlen
3.3: Binärcodes
3.4: Malen von Zahlen
Kapitel 4 - Sprache und Schrift
4.1 : Sprache und Schrift - Teil 1
4.2 : Sprache und Schrift - Teil 2
4.3 : Tastaturen
Kapitel 5 - Dateianalyse: Bilder - Musik - Video - Browser
5.1 : Einleitung und optisches Verstecken
5.2 : Technische Bilderverstecke
5.3 : Musikdateianalyse
5.4 : Browser-Spielereien
Kapitel 6 - Verschlüsselungen
6.1.1: Monoalphabetische Substitution
6.1.2: Geheimtexte manuell entschlüsseln
6.2 : Enigma (Maschinelle, polyalphabetische Substitution)<
6.3: Vigenère entschlüsseln
Kapitel 7 - Logikrätsel
Kapitel 8 - Weiteres
8.1 : Barcodes, Strichcodes, Datamatrix
8.2 : Noten und Notenverschlüsselungen
8.3 : Farben
8.4 : Steganographie
8.5 : Esoterische Programmiersprachen
8.6 : Geocaching.com-spezifische Rätsel
Kapitel 9 - Tools und Links
Kapitel 9.1 : Codelisten und Links
Kapitel 9.2 : Geocaching-Tools für Zuhause und Unterwegs

Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 9.1 - Codelisten und Links

Geschrieben von Nina • Samstag, 11. Oktober 2014 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Kapitel 9 - Links und Codelisten
(zuletzt aktualisiert: 13. März 2015)

Hier findet sich ein Abriss meiner Lesezeichen, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Über Hinweise auf weitere Links wäre ich sehr dankbar!

Codelisten
Bergziege OWL
Codelisten Geocaching-Franken.de
MyGeotools/
Code-Knacker (Codes, Symbolen und Kurzzeichen)

Chiffrierungen
cryptool-online Chiffren, Kodierungen, Kryptoanalyse - die Besten der Besten, Sir!
Kryptographiespielplatz
Secret Code Breaker


Decodierungssammlungen, Ciphertools, diverse Umwandler
netteleuthe.de verschiedene Geocachingtypische Umwandler
Happy Security diverse eher klassische Verschlüsselungen
rumkin.com Cipher Tools
cacheblogger.de decrypter
Mystery-Master riesige Sammlung GC-typischer Verschlüsselung
Multi Dec Univerelle Sammlung an Tools zur Konvertierung/Codierung
cachebrett.de converter
http://www.yellowpipe.com/
easycalculation sehr viele Umwandler und Umrechner
thematrixer.net Binäre Umwandler
paulschou.net Binäre Umwandler <- TOP
ascii to hex und mehr
dasumo.com Binäre Umwandler
patshaping.de Base64
mobilefish.com Passworthashes erzeugen
manuelles chiffrieren
Häufigkeitsanalyse
Baudot automatisch in allen Spielarten
cryptii konvertiert in diverses, von Baudot bis Navajo
Stefan Beyer Morsecode auch ohne Trenner entschlüsseln

Vigenère
Automatic Vigenere Decoder knackt Vigenère in 6 Sprachen
Java-Script zum manuellen knacken
f00l.de Vigenère analysieren und knacken
Vigenère plaintext attack
geocachingtoolbox

Buchstaben-in-Ziffern:
rentfort.de buchstaben-in-zahlen-umwandeln
oliver-rahe.de buchstaben in zahlen umwandeln
nummerologie quersumme-berrechnen.php inkl. Römisch

Rot
rot13.com
ROT-Irgendwas
DecodeRot (alle Varianten auf einen Blick!)
harald.ist.org Codeknacker für Buchstaben-Verschiebe-Codes
Rot13 / Rot 47

Bilderanalysen online
regex Online Exif-Viewer mit Thumbnail-Anzeige
metapicz Exif und mehr
img-ops weiterführende Links zur Bilderanalyse und Veränderung
http://fotoforensics.com

Zahlensysteme umrechnen
mahoplus Umrechner für Zahlensysteme
www.welt-zeit-uhr.de zahlensysteme/
convertworld.com /
arndt-bruenner Zahlensysteme.htm

Anagramme
http://anagramme.spieleck.de/app/neu?0
http://wordsmith.org/anagram/index.html
http://www.buchstabensalat-knacken.de/
http://www.sibiller.de/anagramme/

Farben
widerstand-farbcode-rechner-
Farbcodes von Widerständen
www.bader-frankfurt.de - Widerstandscode
geocaching-sued.de farbcodes
Farbenrechner
RAL Farbtabelle

Fibanocci
Fibonacci - Fingerzahlen
Fibonacci Zahlenreihe

Bildersuchmaschinen
www.tineye.com DIE Bildersuche
http://www.revimg.net/
googles Bildersuche

Koordinaten, Umrechnung und mehr
cache-test-dummies koordinatenumrechnung
http://www.gpsvisualizer.com/map_input konvertieren, Kreisabstände
Wegpunktprojektion
http://www.mygeoposition.com/
Deine Berge - umfangreicher, sehr guter KO-Umrechner
zwanziger (Wegpunktprojektion, KO konvertieren)
Kartesische und Polarkoordinatenkonvertierer

Maps und Umrechner
Flopps wirklich tolle Karte
gpso
twcc (Umwandlung sehr vieler Koordinatensysteme)
maptools (konvertieren, Radius)


Barcode Online Decoder

http://www.onlinebarcodereader.com/
http://zxing.org/w/decode.jspx

MHD5/SHA1 Hashes
web-max.ca
http://md5cracker.org/
http://www.md5.cz/

Schriften
omniglot.com
Science Fiction Schriften
Alte Schriften

Leet-Key
leet-key/ Firefox-Plugin
robertecker leet-converter


Enigma
sternenhimmelstuermer
enigmaco.de
cryptomuseum
rijmenants Enigmasim Der m.E. beste Enigmasimulator

Nonogrammlöser
teall.info/nonogram/
griddler.co.uk Solve
comp auto nonogram

Hieroglyphen
Gardiner-Liste
philognosie.net


esotherische Programmiersprachen
http://esolangs.org/wiki/Language_list
http://www.dangermouse.net/esoteric/
splitbrain.org (ook/Brainfuck)


Töne
DTMF Töne
Frequenzbelegung der Telefontastatur

Steganographie-Tools
stegano.net (JPG, PNG)
Carmouflage (eher nicht mehr aktuell, läuft in der kostenlosenWindows-Version nur bis Windows XP)
steghide (Bild- und Audio-Dateien)
Grafik-Key (BMP)
steganog (BMP)
Openstego
OpenPuff (Bilder, Audio, Video, Flash)
Outguess (JPG)
data-stash
silent eye
GpgSX 0.67b
Stealth Files 4.0 (diverse Dateitypen EXE-, DLL-, OCX-, COM-, JPG-, GIF-, ART-, MP3-, AVI-, WAV-, DOC-, BMP- und WMF-Dateien )
PGE - Pretty Good Envelope
mp3stego
Snow - versteckt Daten in ASCII-Text, genauer in dessen Leerzeichen
spammimic verschlüsselt Text in etwas, was wie Spam aussieht
MP3Stegz


Orte und Länder
Autobahnatlas
Bahnhofsnummern
Flughafencodes
Länderkennzeichen nach ISO 3166-1

Sonstiges
Gauß-Weber-Telegrafen
Ogham
Astrologische Symbole
Waldläuferzeichen
Blowfish
7-Segment-Anzeige
Farbumrechungen
ICD-Code (Krankheiten)
Verkehrszeichen
Genetischer Code
Diverse Maßeinheiten umrechnen
HTTP-Fehlermeldungen
Die Zahl PI inklusive Suchfunktion
Primzahlen
Gleichungslöser
http://codeconverter.onlinetoolkit.org/
rexswain - Analyse des http-Datenstrom
Emulator für diverse Programmiersprachen
ICD-Code, Krankheiten

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Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 8.4 – Steganographie

Geschrieben von Nina • Sonntag, 14. Juli 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 8.4 – Steganographie

Steganographie bedeutet, eine Information in oder auf etwas so zu verstecken, dass ein nicht Eingeweihter von der Existenz der Information nichts mitbekommt. Als Trägermedium kann so ziemlich alles in Frage kommen, sogar Menschen: in der Antike wurde Sklaven der Kopf geschoren, auf diesem etwas tätowiert und wenn die Haare nachgewachsen waren, wurden sie als lebende „Datenträger“ losgeschickt. Aber auch so klassische Agentenmethoden wie Geheimtinte oder der doppelte Boden in Paketen oder Koffern, hohle Absätze in Schuhen und die Nutzung von Mikropunkten ist Steganographie. Für Geocacher eher von Bedeutung ist die linguistische Steganographie, also das Verstecken von Text in einem Text (zum Beispiel über Schlüsselwörter mit besonderer Bedeutungen) oder das von Informationen in einem Bild (optisch: zum Beispiel über Grashalme als Morse) oder computergestützt mit entsprechender Software.

Der Nachteil dieser eigentlich hübschen Methoden: Sender und Empfänger müssen sich über die Art des Verstecke(n)s austauschen. Und das ist auch der große Nachteil, wenn computergestützte Steganographie in (Geocaching-)-Rätseln verwendet wird: der Rätselnde sollte wenigstens grob eine Ahnung haben, ob und wenn mit welchem Tool hier etwas versteckt worden ist, weil das Durchprobieren aller üblichen oder unüblichen Verdächtigen, teils mit (diversen) Passwortmöglichkeiten, ergeben eine fast unendliche und vor allem recht langweilige Suche nach der Koordinate. Schließlich lässt sich etwas was mit einer Steganographie-Software verborgen worden ist, immer auch nur exakt mit dieser wieder zurückholen.

Solltet ihr mal über ein Listing stolpern, bei dem sich einfach kein Weg zu einem Koordinatenversteck ergeben möchte, welches aber eine Datei, meist ein Bild, aber möglicherweise auch ein mp3-File, ein Video oder eine unbekannte Dateiart enthält, die der Owner auf einem eigenen Webspace abgelegt hat, dann könnte eine genauere Untersuchung dieser Datei weiterhelfen. Ist diese Datei vom Datenvolumen her größer, als sie typischerweise sein sollte? Dann könnte eine weitere in ihr versteckt sein. Ist es ein Bild und dieses ist ungewöhnlich groß (ich meine hier die Pixelanzahl), könnte optisch etwas verborgen sein, was man vielleicht nur in voller Bildgröße erkennen kann. Ich fand mal in einer hübschen schwarz-weiß-Zeichnung bei voller Auflösung seltsam wirkende Punkte an einer Türzarge. Eine Websuche ergab, dass das Originalbild diese nicht aufwies. Die Lösung war dann simples Abzählen um die Ost- und Nordminuten zu erhalten.

Handelt es sich um ein JPG-Bild mit einer möglicherweise vorhandenen, computergestützten Steganographie, untersuche ich es immer erstmal mit der kleinen, uralten Software „stegdetect“. Das ist allerdings ein Kommandozeilentool ("stegdetect -t p dateiname.jpg“). Selbst wenn stegdetect nicht erkennen kann welches Tool hier zum Verstecken benutzt worden ist, so gibt es häufig wenigstens einen Hinweis darauf, ob das JGP überhaupt manipuliert worden ist. Ähnlich deutliche Hinweise hab ich aber auch schon mit anderer Steganographie-Software erhalten. So meldete mal steghide einmal, dass an einer BMP-Datei etwas nicht stimmen würde, die allerdings mit einer ganz anderen Software, nämlich Grafik-Key, verschlüsselt worden ist. Immerhin war ich mir von da an wenigstens sicher, auf der richtigen, nämlich der Steganographie-Spur, zu sein.

An dieser Stelle bleibt mir nicht mehr viel zu schreiben, als das simple (und keineswegs vollständige) Aufzählen von mehr oder minder üblichen Steganographie-Programmen und den Datentypen, die sie verschlüsseln können. Sollte die Software die Möglichkeit von Passwörtern bieten, ist der GC-Code des Listings, der Name des Owners, des Caches oder etwas, was im Text deutlich heraus sticht, ein guter Kandidat. Alternativ: der Dateiname.

Viel Erfolg beim Suchen nach versteckten Informationen zum Beispiel mit:

stegano.net (JPG, PNG)
Carmouflage (eher nicht mehr aktuell, läuft in der kostenlosen Windows-Version nur bis Windows XP)
steghide (Bild- und Audio-Dateien)
Grafik-Key (BMP)
steganog (BMP)
Openstego
OpenPuff (Bilder, Audio, Video, Flash)
JPHS (Audio, Video, Bilder, Text)
Outguess (JPG)
data-stash
silent eye
GpgSX 0.67b
Stealth Files 4.0 (diverse Dateitypen EXE-, DLL-, OCX-, COM-, JPG-, GIF-, ART-, MP3-, AVI-, WAV-, DOC-, BMP- und WMF-Dateien )
PGE - Pretty Good Envelope
S-Tools 4.0 (scheint es frei im Web nicht mehr zu geben?)
F5 (scheint es frei im Web nicht mehr zu geben?)

mp3stego
Snow - versteckt Daten in ASCII-Text, genauer in dessen Leerzeichen
spammimic verschlüsselt Text in etwas, was wie Spam aussieht

Sogar der momentane Freewareverschlüsselungs-Marktführer TrueCrypt bietet eine Form der Steganographie. Man kann nicht nur einfach Dateien oder Laufwerke hiermit verschlüsseln, man kann in ihnen einen „hidden-Container“ anlegen, von dessen Existenz man nur erfährt, wenn man das richtige Passwort eingibt. Es gibt eins für den „normalen“ Container und ein weiteres für den steganographisch versteckten „hidden-Container“. Verschlüsselung und Verstecken in einem. Weniger etwas für Geocaching-Mysteries, aber definitiv etwas für Leute, die doch etwas zu verbergen haben.
(Nachtrag vom 23.12.2014: truecrypt hat inzwischen seine Dienste eingestellt. Man munkelt, dass die US-amerikanische Regierung ein Hintertürchen in diese Software erzwungen hat. Truecrypt ist also nicht mehr sicher. Der wieder als sicher geltende Nachfolger heißt VeraCrypt. )

Und zum Schluss noch ein Besserwisserhinweis für zukünftige Rätsel-Owner: eigentlich entsprechen computergestützte Steganographie-Rätsel nicht den GC-Richtlinine, da man für die Entschlüsselung eine Software installieren muss.

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Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 6.2 - Polyalphabetische Verschlüsselung - Die Verschlüsselungsmaschine Enigma

Geschrieben von Nina • Montag, 17. Juni 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Kapitel 6.2 -Polyalphabetische Verschlüsselung



Die Verschlüsselungsmaschine Enigma


Enigma_Verkehrshaus_Luzern.jpg: cropped by OS Die Enigma (vom griechischen Wort "ainigma" = Rätsel) ist der unangefochtene Star unter den Verschlüsselungsmaschinen des zweiten Weltkrieges. Nicht weil sie die Beste, sondern weil sie die mit Abstand bekanntest ist. Wobei sie wirklich gut und beinahe nicht zu knacken gewesen ist.

Rein technisch ist Enigma eine Rotor-Schlüsselmaschine, bei der jeder Buchstabe des Klartextes mit einem anderen Schlüsselalphabet verschlüsselt wird. Sie beherrscht also die polyalphabetische Substitution, die damit dank der maschineller Unterstützung ab ca. 1920 einfach und – theoretisch - für Jedermann sicher anwendbar war. Relativ sicher zumindest, sofern man bestimmte Regeln beachtete und auch nur, solange es noch keine Maschinen gab, die beim Entschlüsseln helfen.

Arthur Scherbius hat die Enigma erfunden. Etwa zeitgleich mit ihm sind in anderen Ländern ähnliche Geräte patentiert worden. Anfangs war sie für zivile Zwecke konzipiert worden. Da der erste Weltkrieg aber einen deutlichen Mangel an sicheren und dennoch einfach zu bedienenden Verschlüsselungsmethoden deutlich gemacht hatte, zeigte das Militär recht bald Interesse an den Geräten des Herrn Scherbius. Dieser konnte den Siegeszug seiner Erfindung leider gar nicht mehr genießen, er starb 1929 an den Folgen eines Verkehrsunfalls (mit einem Pferdefuhrwerk!). Dafür blieb es ihm auch erspart mitzuerleben, dass sein Baby eben doch nur FAST unknackbar gewesen ist. Letztlich schreiben viele Historiker, dass Enigma kriegsentscheidend gewesen ist. Vor allem des Umstandes wegen, dass in den letzten Kriegsjahren viele deutsche Funksprüche vom Feind mitgelesen werden konnten. Dank dem Geschick der Alliierten, was die Nutzung dieser Informationen anging, blieben die Deutschen bis zum Kriegsende von der Sicherheit ihrer Verschlüsselung überzeugt. Ein in meinen Augen sehr spannendes Stück Zeitgeschichte, was wohl auch den Reiz der Enigma als Rätselinhalt erklären dürfte.

Ein bisschen zur Technik

Es gab im Laufe der Jahre eine Fülle an Enigmas. Die bekanntesten (und beim Geocachen auch am häufigsten benutzten) sind die Enigma I, Enigma M3 und die Enigma M4. Die Zahlen drei und vier beziehen sich hier auch auf die Anzahl der Walzen, die sich mit jedem verschlüsselten Buchstaben um eine Position weiter drehen und jeweils eine neues Verschlüsselungsalphabet erzeugen. Die M4 war somit sicherer als ihre kleine Schwester mit nur drei Walzen und wurde bei der Marine zur Kommunikation mit den U-Booten benutzt.

<a class="serendipity_image_link"  href='/blog/uploads/400px-Enigma_beschriftet_cropped.jpg'><!-- s9ymdb:219 --><img class="serendipity_image_left" width="110" height="82"  src="/blog/uploads/400px-Enigma_beschriftet_cropped.serendipityThumb.jpg"  alt="" /></a> Neben den Walzen (austauschbar, bis zu 8 verschiedene normale plus Beta und Gamma als vierte Walze bei der M4) hatten die hier relevanten Enigmas noch eine Umkehrwalze (UKW-B oder C), außerdem eine Tastatur, ein Lampenfeld, was den ver-/bzw. entschlüsselten Buchstaben darstellte und ein Steckbrett, mit dem die Buchstaben noch einmal paarweise verwürfelt worden sind; wodurch die Sicherheit der Verschlüsselung noch einmal enorm verstärkt worden ist.

Die genaueren technischen Details spare ich mir hier, da es schon mehr als genug wirklich gute Erklärungen, Bau- und Schaltpläne sowie mathematische Betrachtungen zu Schlüsselstärken und Entschlüsselungsalgorithmen im großen, weiten Web gibt.

Ich helfe dafür hoffentlich in ausreichender Kürze dabei, mit den im (Geocaching-) Rätsel vorhandenen Informationen den verschlüsselten Text in Klartext zu übersetzen.

Die Enigma entschlüsseln nur echte Freaks „zu Fuß“, die letzten dürften es vor etwa 60 Jahren getan haben. Weniger tapfere Naturen bedienen sich heutzutage der dafür reichlich vorhandenen Software. Empfehlen kann ich den Download von Dirk Rijmenants hervorragender Enigma-Simulation . Ebenfalls empfehlenswert sind diese online-Varianten der Sternenhimmelsstürmer und Enigmaco. Und vermutlich viele weitere, die ich nicht näher kennengelernt habe.

Und wie geht das nun?

Enigma kann nur Großbuchstaben, keine Ziffern oder Satzzeichen verschlüsseln. Letztere wurden einfach durch ein X ersetzt, Ziffern ausgeschrieben. Eigennamen wurden üblicherweise verdoppelt und mit X umschlossen. Außerdem das „ch“ durch den Buchstaben Q ersetzt. Anschließend wurde der Text in Fünfergruppen dargestellt und nun verschlüsselt.

Dazu benötigte man den Tagesschlüssel, der die Grundstellung der Enigma beinhaltete. Also die Angabe, welche der Walzen benutzt wird (die sogenannte Walzenlage I, II, III, … sowie Gamma und Beta, falls es eine M4 war), welche Umkehrwalze (UKW-B oder -C), die Grundstellung des inneren Rings dieser Walzen (Ringstellung, Walzenstellung, entweder in Buchstabenwerten A=1, B=2,… oder in Buchstaben ausgedrückt), sowie die Buchstabenvertauschungen (Steckerverbindungen) vom Steckbrett.

Zum Entschlüsseln werdet ihr irgendwo diese Informationen finden, die seinerzeit in der Realität und heutzutage, wenn wir damit spielen, gerne auf Monatsblättern, von unten nach oben aufsteigend, dargestellt werden. Von unten nach oben, damit man den Schlüssel vom Vortag abscheiden und wegwerfen kann. Gedruckt wurden diese Blätter häufig auf Löschpapier, damit man sie bei Bedarf einfach vernichten kann.

Beispiel-Tagesschlüssel (Enigma I):



Es gab viele verschiedene Tagesschlüssel, je nach Anwendungsgebiet bzw. Empfängergruppe. Damit der Entschlüsselnde sich sicher sein konnte, dass die Nachricht für ihn bestimmt war und er sie in Klartext umwandeln konnte, gab es häufig beim Tagesschlüssel noch eine (ebenfalls täglich wechselnde) Kenngruppe. Diese wurde dann der verschlüsselten Nachricht unverschlüsselt vorne angestellt.

Das alles wirkt zwar schon ausreichend wirr, reichte als Sicherheit aber noch nicht, da mit dieser Methode eine große Anzahl von Funksprüchen eines Tages auf die gleiche Art verschlüsselt worden wären. Also musste der Verschlüsselnde sich häufig noch die äußere Walzenstellung (den Spruchschlüssel) selber ausdenken und ihn mit einer ebenfalls selbst ausgedachten Buchstabenfolge verschlüsseln.

Die Enigma stellte er dann (innen) in die Grundstellung des Tages laut Tagesschlüssel, wählt die drei (oder vier) Buchstaben des selbst ausgedachten Spruchschlüssels an den äußeren Walzenstellungen und tippte seine drei ausgedachten Buchstaben. Die Verschlüsselungsmaschine verschlüsselte diese und lieferte als Antwort drei andere Buchstaben. Dieser so verschlüsselte Spruchschlüssel wird zusammen mit der gewählten Grundstellung der Enigma Nachricht – unverschlüsselt – vorangestellt.

Eine korrekt verschlüsselte Enigma-Nachricht hatte im Kopf die Uhrzeit (als vierstellige Zahl, z.B. 1130 für halb zwölf Uhr), die Zeichenlänge des Funkspruches, die Grundstellung sowie den damit verschlüsselten Spruchschlüssel. Anschließend folgte die verschlüsselte Nachricht in Fünfergruppen, gegebenenfalls mit der vorangestellten dreistelligen Kenngruppe, die um zwei Füllbuchstaben zu einer üblichen Fünfergruppe aufgestockt worden ist.

Ein Beispiel zum Nachspielen und Verstehen

1. Verschlüsseln

Nimmt man als Beispiel den oberen Tag 29 und stellt die Enigma M3 auf folgende Grundstellung innen (der Bereich, der sich nur täglich einmal änderte):
UKW-C
Walzen Nummer I IV III
Ringestellung der Walzen 12 18 22
Steckerverbindungen CY EL FH GS IJ KQ MW PV RZ TU

Außen (der Bereich, den der Verschlüsselnde sich selber jedesmal neu ausdenken musste)
die Grundstellung PLR und tippt nun den ausgedachten Spruchschlüssel: NVD

Die Enigma gibt als Antwort ein WGT zurück.

Der somit als WGT verschlüsselten Spruchschlüssel wird dem Empfänger zusammen mit der zufällig gewählten Grundstellung PLR im Kopf des Nachricht mitgeteilt.

Verschlüsselt wird Text des Funkspruches dann mit dem gewählten Spruchschlüssel, hier also NVD, auf den die Walzen (außen) eingestellt und der Text eingegeben wird. In meinem Beispiel lautet dieser:

Hier wäre ich ohne Geocaching nie hingekommen!


Also in Enigma-Schreibweise:


HIERW AEREI CHOHN EGEOC ACHIN GNIEH INGEK OMMEN X


Verschlüsselt schaut er so aus:

JOPVV QKJZS FNXNJ RUMXT NLQGQ RPEPJ HTLGI SKWLT Z


Das ergäbe nun mit einem korrekten Schlüsselkopf folgenden Funkspruch:

2333 55 PLR WGT
YZUIX JOPVV QKJZS FNXNJ RUMXT NLQGQ RPEPJ HTLGI SKWLT Z


2. Entschlüsseln

Der Empfänger guckt nun zuerst ob er die Kenngruppe (irgendwo in den ersten 5 Buchstaben) in seinem Tagesschlüssel hat. ZUI gibt es dort, also kann er die Nachricht entschlüsseln. Er stellt die Enigma passend ein

C I IV III 12 18 22 CY EL FH GS IJ KQ MW PV RZ TU

und erhält den noch fehlenden Spruchschlüssel, in dem er die Walzen auf PLR stellt und WGT aus dem Kopf der Nachricht tippt. Die Enigma antwortet mit dem unverschlüsselten Spruchschlüssel NVD. Dieser (NVD) wird nun auf der (äußeren) Walzenlage eingestellt und der verschlüsselte Text (ohne die ersten fünf Zeichen mit der Kenngruppe) eingegeben.

JOPVV QKJZS FNXNJ RUMXT NLQGQ RPEPJ HTLGI SKWLT Z


Und schwuppdiwupp (*hüstel*) erhält man die unverschlüsselte Variante zurück:

HIERW AEREI CHOHN EGEOC ACHIN GNIEH INGEK OMMEN X


Und wer bis hier erstmal etwas verwirrt ist, kann sich beruhigt zurücklehnen: das geht wohl den meisten so. Am besten spielt man dies Szenario tatsächlich einfach einmal nach und tröstet sich anschließend mit dem Gedanken, dass viele Enigma-Caches gar nicht die komplizierte Variante mit einem verschlüsselten und im Kopf der Nachricht mitgesendeten Spruchschlüssel arbeiten, sondern sie verschlüsseln plump ihren Text und geben dann die ganzen Daten inklusive Grundstellung heraus. Da muss man dann nur die Enigma dementsprechend einstellen, den verschlüsselten Text hineinwerfen und erhält die entschlüsselte Nachricht zurück.

Ebenfalls einwerfen muss ich aber noch den Hinweis, dass sich im Laufe der (Kriegs-)Jahre der Umgang mit der Enigma, den Verschlüsselungen und ihren Regeln, gern auch abhängig von den jeweiligen Nutzergruppen und Enigmaversionen, geändert hat. Somit ist das hier dargestellte noch nicht ganz die einzige Wahrheit, aber, wenn man das Grundprinzip erstmal verstanden hat, ist der größte Schritt in Richtung Entschlüsselung sicher schon getan!

Nochmal, nochmal?

Wer jetzt noch etwas üben möchte, dem hab ich etwas vorbereitet ;) :

Tagesschlüssel Kriegsmarine, M4 vom 17.6.2013

UKW B
Walzenlage: Gamma, VIII, V, VI
Ringstellung: 15, 5, 16, 12
KENNGRUPPEN: liu aer vpu

AN BO DQ FS GT HU IV LY ER

Funkspruch

1141 183 ASDFJHGF
XAER QRHG REYX BXWB MTBY VDWF BGOB XWVW TPEX EKTZ ZLTC OFWS BQEJ UNLQ ZTMT ELIO FSHM HXHU WSZP EXHQ XMHN ZDJA ERZD WJBD DCJD UFLH WCQR EIXA PHPR QLAH OUAK VDEE FUCF YHGD PKPC GBRJ URXJ TIV

Viel Erfolg! :)

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Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 8.3 – Farben

Geschrieben von Nina • Samstag, 27. April 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 8.3 – Farben

Viele Mysteries verschlüsseln die Koordinaten mit Hilfe von Farben. Hat ja auch gleich den Vorteil, dass es das Listing hübsch bunt macht. ;)

Widerstandsfarbcode

Mit am Häufigsten begegnen einem dabei der Widerstandsfarbcode. Meist ohne, manchmal aber auch mit Berechnung der Stromstärke, die übrig bleibt. Aber auch hierfür gibt es genügend Rechner im Internet.

Widerstandsfarbcode

In der einfachen Variante entspricht eine Farbe einfach einer Ziffer, die dann, je nach Rätsel, weiterverwendet werden kann.

RAL-Farben

Auch sehr häufig werden die normierten RAL-Farben benutzt. Entweder als benutzte Farbe oder als benutzter Farbwert (Zitronengelb ist zum Beispiel RAL 1012 und Erdbeerrot RAL 3018 ). Die Farbwerte gibt es auch auf Englisch.

Hex-Farbcodes

Wenn diese beiden nicht zur Rätsellösung nutzen, dann vielleicht der HEX-Farbcode. Hier ein paar Beispielfarben und ihre Hexadezimalwerte:



Hex-Wert-Spielereien sind unter Mysteryerstellern sowieso sehr gefragt und praktischerweise kann man Farben auf Webseiten im Hex-Code darstellen. Somit hilft mal wieder ein Blick in den HTML-Quellcode . Ist dort Text in zwei verschiedenen Farben geschrieben, könnten das vielleicht schon die Nord- und Ostkoordinaten sein.

Die beiden Worte "Koordinaten " und " Verschlüsselung "
haben im Quelltext diese Farbdefinitionen:

font color="#500AEE" und font color="#E6E0E"


Die beiden verwendeten HEX-Zahlen in Dezimalzahlen umgerechnet ergibt 5245678 und 945678 . Also wunderschöne Koordinaten, wenn man nur ein paar Pünktchen und Gradzahlen hinzufügt. N 52° 45.678 und E 9° 45.678 (diese Koordinate ist natürlich nur ein Beispiel. Falls dort oder an anderen, hier im Blo(g)ck genannten Punkten wirklich Dosen liegen, bitte ich um einen freundlichen Hinweis, damit ich (sie loggen???? *hihi* nein! natürlich) diese Beispiele hier abändern kann.

Neben den Farbwerten können die 16 Grundfarben in HTML auch über ihren englischen Namen (z.B. blue oder yellow) angesprochen werden.

RGB-Farben

Die HEX-Darstellung der Farben ist nur eine andere Darstellung der RGB-Farben. RGB bedeutet Red-Green-Blue und beschreibt einen additiven Farbraum; also die Darstellung von Farben durch das Mischen der drei Grundfarben (rot, grün und blau). Dieses in Zahlen von 0 bis 255 ausgedrückt, ergibt die Darstellung im RGB-Farbraum. Gängige Bildbearbeitungsprogramme wie Gimp oder Photoshop zeigen für jeden Bildpixel die RGB-Farben an. Gibt es im Listing zum Beispiel ein Bild mit nur zwei Farben, könnten auch deren RGB-Farbwerte ein Lösungsansatz sein.



Und was es sonst noch alles geben könnte

Das waren jetzt die häufigeren Farbentsprechungen. Je nach Owner, seinen Präferenzen und dem Thema des Listings gibt es natürlich noch ungefähr unendlich viele weitere Möglichkeiten. Zum Beispiel der HKS-Farbfächer, die Farben von TÜV-Plaketten, Leuchtdioden, die Wellenlängen von Licht, Hexahuhe, die Farbzahlen der Eddingstifte, Farbfilterfolien und noch wesentlich mehr, welches einzeln zu erwähnen, hier nicht mehr sinnvoll erscheint.

Bunt aber außerhalb von Geocaching-Codelisten fast unbekannt: Honey-Code und Color Takki Code. Es handelt sich hierbei schlicht um Alphabete bestehend aus bunten Rauten oder Strichen.

Auch möglich wäre eine Durchnummerierung des Regenbogenfarbspektrums: Rot 1, orange 2, gelb 3, gruen 4, blau 5, violett 6 (Danke an Thomas aus den Kommentaren).

Nur eins noch: sind es vielleicht bis zu 10 verschiedenen Farben im Rätsel, die sich abwechselnd wiederholen? Dann steht möglicherweise eine Farbe für eine Ziffer? Sind es mehr als 20? Dann steht vielleicht eine Farbe für einen Buchstaben? Da hilft möglicherweise (neben Fleiß) das Kapitel über Buchstabenhäufigkeiten und manuellem Entschlüsseln.

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Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 6 - Verschlüsselungen - Teil 1: Monoalphabetische Substitution

Geschrieben von Nina • Sonntag, 3. März 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

6.1.1Verschlüsselungen - Teil 1: Monoalphabetische Substitution

Monoalphabetische Substitution meint eine Verschlüsselung, bei der jeder Buchstabe oder jede Buchstabengruppe durch genau einen Buchstaben, eine Buchstabengruppe oder ein Zeichen ersetzt wird. Es gibt also genau ein Schlüsselalphabet.

Der Vorteil hier liegt in der Einfachheit des Ver- und Entschlüsselns. Der Nachteil in der Möglichkeit der Häufigkeitsanalyse und des "logischen" Entschlüsselns. Je länger der verschlüsselte Text ist, um so einfacher ist es zu raten, welcher häufig vorkommende Buchstabe des Geheimtextes wohl dem zum Beispiel im Deutschen am meisten verwendeten E entspricht. Tabellen zur Buchstabenhäufigkeit und Tools im Internet (Crypt-Online oder kas-bc.de oder zum Herunterladen der Code-Brecher ) machen dies sehr einfach. Und je simpler ein Text aufgebaut ist, je wahrscheinlicher bestimmte Wörter (Nord, Ost, Cache, ausgeschriebene Zahlen, Punkt, Grad), Phrasen oder Wortteile vorkommen, um so einfacher lassen sich monoalphabetische Chiffres auch von Laien mit einem Zettel, einem Stift und etwas Zeit entschlüsseln.

Ceasar-Chiffre

Der erste, bis heute bekannte Nutzer einer monoalphabetischen "Geheimschrift" war Julius Caesar, der einfach das Alphabet um drei Stellen verschoben hat. Die 3 entspricht dem Buchstabenwert von dem C aus Ceasar. Aus dem A wurde so also ein C, aus dem B ein D, aus dem C ein E. Aus dem Wort Kryptologie wird somit das Kaudawelsch: Nubswrorjlh.

Rot13, Rot5, RotX

Natürlich kann man auch jede andere der 25 möglichen Alphabetverschiebungen nehmen. Diese werden meist ROT für Rotation abgekürzt. Weiterhin lassen sich auch Zahlen und Sonderzeichen hinzunehmen, wobei dann besser irgendwie definiert sein sollte, welche Reihenfolge dem Klartextalphabet zugrunde liegt. ROT5 nur mit Ziffern ist mir beim Cachen aber schon häufiger begegnet. Aus 1 wird somit 6 oder, auf der 10er-Achse gespiegelt, aus 1 wird 9, aus 2 wird 8, aus 3 wird 7,...

Es gibt immens viele Webseiten, die einem das manuelle Entschlüsseln dieser Rotationschiffres abnehmen. Sogar welche, auf denen alle 25 Alphabet-Möglichkeiten mit einem Klick dargestellt werden. Sehr hilfreich, wenn man nicht weiß, um wie viele Buchstaben das Alphabet denn nun verschoben worden ist.

Ein solcher Verschiebechiffre als monoalphabetischen Substitutionschiffres ist gleich doppelt schön für denjenigen, der es entschlüsseln möchte, da man, wenn man erstmal zwei Buchstaben sicher entschlüsselt hat, die anderen 24 gleich mitgeliefert bekommt. Nichts desto trotz galt er noch Jahrhunderte nach Ceasar als hinlänglich sicher und wird bis heute gern benutzt. Allerdings weitestgehend nur noch um Geschriebenes nicht auf den ersten Blick lesbar zu machen. Im Falle von Geocaching-Hints mit dem beliebten ROT13 ein lobenswerter "Entspoiler".

Möchte man die Entschlüsselung von monoalphabetischen Substitutionen wenigstens ein bisschen erschweren, tut man gut daran, die verräterischen Leerzeichen und Satzzeichen, aus denen sich typische Wort- oder Satzanfänge oder Endungen erraten lassen, möglichst zu entfernen und vielleicht, um einen schwierigeren Verschlüsselungsansatz vorzutäuschen, den verschlüsselten Buchstabensalat noch in hübsche 5-er-Buchstabengruppen aufteilen. Gegen Häufigkeitsanalysen hilft das zwar auch nicht, aber zumindest verwirrt es kurzzeitig den Entschlüsselnden ;).

Atbasch

Fast so einfach wie ein Verschiebechiffre ist Atbasch , wobei hier das Alphabet symmetrisch "gespiegelt" wird. Aus A wird Z, aus B wird Y, aus C wird X, usw. Atbasch stammt aus dem hebräischen, daher auch ihr Name, der aus den ersten beiden (Aleph und Beth) und den beiden letzten Buchstaben (Taw und Schin) des hebräischen Alphabets besteht.

Verwürfelte Alphabete mit Schlüsselwörtern

Natürlich kann man auch jede andere Alphabetsverwürfelung benutzen, welche dann immerhin den Vorteil hat, nicht durch reines Verschieben entschlüsselt zu werden, sondern etwas mehr Kopf- und Hand bzw. Rechenarbeit bedeutet. Da eine Entschlüsselung derartig verwürfelter Alphabete immer bedeutet, dass der Empfänger einer solchen Nachricht Kenntnis über das Verschlüsselungsalphabet haben muss, dieses aber natürlich nicht mitgeliefert werden darf (höchstens auf einem anderen Wege), liegt es nahe, zum Erzeugen des Geheimalphabets Schlüsselwörter zu benutzen. Das funktioniert auch bei einfachen, monoalphabetischen Substitutionen. Legt man sich zum Beispiel auf das Schlüsselwort SCHMIERBLOG fest, entfernt nun alle doppelt vorhandenen Buchstaben (praktischerweise sind in SCHMIERBLOG derer nicht vorhanden) und stellt sie nun dem zu erzeugenden Geheimalphabet vorne an. Buchstaben, die im normalen Alphabet abzüglich der schon mit SCHMIERBLOG verwendeten nun noch übrig sind, werden hinten angehängt.

Und so wird aus dem normalen Alphabet:
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Geheimalphabet "Schmierblog"
SCHMIERBLOGADFJKNPQTUVWXYZ

Mit diesem Geheimalphabet wird nun aus der NINA eine verschlüsselte FLFS.

Je länger das Schlüsselwort ist, um so besser, da weniger Buchstaben mit sich selbst "verschlüsselt" werden müssen. im Beispiel Schmierblog bleiben alle Buchstaben ab dem T sie selbst. Es ist daher keineswegs unüblich, den hinteren Teil des Schlüsselalphabets noch einmal umzudrehen, also nach dem Schlüsselwort (SCHMIERBLOG) mit dem Z das Alphabet aufzufüllen.

Statt
SCHMIERBLOGADFJKNPQTUVWXYZ

erhält man:
SCHMIERBLOGZYXWVUTQPNKJFDA

Die multiplikative Substitution

Auch eine Variante der monoalphabetischen Substitution, bei der das Alphabet durchgewürfelt statt nur verschoben wird, ist die multiplikative Substitution. Hierbei wird jedem Buchstaben des Klartextalphabetes gemäß seiner Position im Alphabet die entsprechende natürliche Zahl zugeordnet (A=0, B=1,...). Multipliziert man den Wert eines jeden Klartextbuchstaben mit einer frei wählbaren Zahl und ersetzt diese Zahl nun wieder mit dem Buchstaben des Alphabets (A=0, B=1,...), entsteht ein neues Geheimtextalphabet.

Nehme ich die 7 als Multiplikator, erhalte ich folgendes Geheimalphabet:

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
AHOVCJQXELSZGNUBIPWDKRYFMT

Wobei das A aus A=0, 0 mit 7 multipliziert = immer noch 0, also das A ein A bleibt (bei der Zählweise A=0 wird dies immer der Fall sein).
Das B mit dem Wert 1 multipliziert mit 7 ergibt die 7, welches dem Buchstabenwert von H entspricht.
Das F mit dem Wert 5 multipliziert mit 7 ergibt 35. Bisschen zu viel für das 26-Zeichen-Alphabet, daher rechnet man 35 modulo 26. Es ergibt sich ein Rest von 9, was wiederum dem J entspricht.

Playfair

Ebenfalls mit einem Schlüsselwort arbeitet die Playfair-Verschlüsselung. Keine reine monoalphabetische Substitution, sondern eine "bigraphische, monoalphabetische". Soll heißen, hierbei wird jedes Buchstabenpaar des zu verschlüsselnden Textes durch ein anderes Buchstabenpaar ersetzt. Dafür wird das Alphabet in ein 5*5er Raster gelegt (I=J, sonst passt es nicht), das Schlüsselwort (um doppelte Buchstaben bereinigt) vorn angestellt und mit dem Rest des Alphabets aufgefüllt. Zum Verschlüsseln werden die Buchstaben nun in diesem Quadrat nach zwei Regeln vertauscht:
1. liegen die zu verschlüsselnden Buchstabenpaare in einer Zeile oder einer Spalte, wird der jeweils nächste (untere oder rechte) Buchstabe benutzt
2. liegen die zu verschlüsselnden Buchstabenpaare in unterschiedlichen Zeilen oder Spalten, nimmt man den Buchstaben in der selben Zeile aber der Spalte des jeweils anderen Klartextbuchstabens.

Begegnet euch also mal ein Code wie dieser:
UE QP XY XK KE EN BC RV HL

Probiert mal euer Glück mit diesem Quadrat



Oder auf einer Seite wie Crypt-Tool:
Das verwendete Schlüsselwort lautet: Kryptographie.

Aber auch die Playfair-Verschlüsselung, immerhin schon eine schwieriger als eine einfache, monoalphabetische Methode, ist noch relativ leicht zu knacken; sind doch die selben Buchstabenpaare immer durch die selben Chiffrebuchstaben verschlüsselt.

Albertis Chiffrierscheibe

Das sich monoalphabetisch Verschlüsseltes leicht entschlüsseln lässt, wusste man schon vor etwa 400 Jahren und so hat der Herr Alberti den vernünftigen Einfall gehabt, man könne statt eines einzigen Schlüsselalphabets mehrere benutzen und zwischen diesen nach einer bestimmten Anzahl von Buchstaben oder Wörtern wechseln. Das macht eine Häufigkeitsanalyse nicht unmöglich aber, da man erstmal den Schlüssel für den Alphabetswechsel benötigt, doch zumindest schwieriger. Und damit man diesen Alphabetswechsel schnell vollziehen kann, gab es eine praktische Chiffrierscheibe von ihm. Wie recht der Herr Alberti mit dem Alphabetswechsel hatte, sieht man daran, dass auch die "Königin" unter den Verschlüsselungsmaschinen, die Enigma, genau nach diesem Prinzip arbeitet. Sie wechselt allerdings sogar nach jedem Buchstaben das Schlüsselalphabet.


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Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 8.2 - Noten und Notenverschlüsselungen

Geschrieben von Nina • Freitag, 8. Februar 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Kapitel 8.2 - Noten und Notenverschlüsselungen

Musik ist ein Betätigungsfeld, mit dem sich viele Cacher in den Pausen vom Dosensuchen erholen zu scheinen. Zumindest erkläre ich mir so die gefühlte Häufigkeit von Mysteries, die irgendwelche Noten enthalten. Für mich immer ein kleiner Horror, hab ich diese runden "Bubbel" schon zu Schulzeiten gehasst und erfolgreich mit Verachtung gestraft. Was neben der pädagogischen Unfähigkeit des Lehrpersonals sicher auch daran lag, dass ich in etwa so musikalisch wie ein Kühlschrank bin. Letztlich taugt das aber nicht als Ausrede, die damals entstandenen Wissenslücken musste ich mir nun, wo ich endlich einen sinnvollen Einsatzzweck dafür gefunden habe (Mysteries zu entschlüsseln ;) ), mühsam zusammenflicken.

Die meisten Notenmysteries sind ziemlich simpel gestrickt. Irgendwie muss man den Notengnubbel ja Zahlen gegenüberstellen, also hat irgendwer mal damit angefangen, einfach nur durchzuzählen. Die erste Note ist eine 1, die nächsthöhere eine 2 und so weiter. Praktischerweise ist das ein Noteneinsatz, den sogar ich auf Anhieb durchschauen konnte. Dummerweise ist diese Zählweise nicht unbedingt "genormt", so dass man vielleicht noch etwas mit den Ziffern hin- und herjonglieren muss. Man könnte auch bei 0 anfangen zu zählen und musikalische Laien wie ich würden auch eher auf den Notenzeilen beginnen zu schreiben und zu zählen anstatt irgendwie im Nichts darunter ;) .

Englisch bzw. Deutsch oben, italienisch unten.
Etwas schwieriger sind die Fälle, in denen die Verschlüsselung auf die Notenbezeichnung fußt. Johann Sebastian Bach hat gerne seinen Namen, also die Noten B-A-C-H in seinen Stücken untergebracht. Andere Künstler taten dies ebenfalls, nur hatten die wenigsten einen von den Buchstaben bzw. Noten her so tauglichen Namen.

Nimmt man für derartige Wortbildungen nun noch die Halbtöne:
-is für um einen halben Ton erhöhte Noten, zum Beispiel cis, mit einem kleinen Doppelkreuz markiert
-es für um einen halben Ton erniedrigte Noten, zum Beispiel des, durch ein kleines b vor der Note gekennzeichnet
kann man schon beinahe sinnhafte Worte bilden. Oder möglicherweise zumindest hübsche Vorlagen für weitere Buchstabenwertberechnungen liefern. Richtig fiese Naturen mischen noch die italienischen Notenbezeichnungen (do-re-mi-fa-sol-la-si) dazwischen. Das braucht dann eine Menge Leseverständnis oder Notenliebe zum Entschlüsseln.

Neben den Notenbezeichnungen und der Höhe auf den Notenlinien unterscheiden sich die Noten auch noch durch ihr Aussehen. Es gibt die hier gezeigten schwarzen Noten mit Stiel dran, das sind Viertelnoten. Haben sie ein Stiel, sind aber nicht schwarz ausgefüllt, handelt es sich um eine halbe Note. Ist die Note komplett schwarz, hat aber noch ein kleines Fähnchen (oder sind mehrere mit einem Strich oben verbunden), gehören diese zu der Gattung der Achtelnoten und fehlt der Stiel völlig, ist es eine ganze Note. Manchmal sind Noten unten mit einem Bogen verbunden, dann spielt man sie in der Musik zusammenhängend. Für die Mysteryberechnung könnte es bedeuten, dass man diese hier vielleicht addieren muss. Aus den verschiedenen Notenarten kann man sich nun allerlei lustiges ausdenken, um den Mysterylöser zu quälen. Zum Beispiel könnten nur die ganzen Noten zur Koordinatenberechnung benutzt werden, und dann ihren Zahlenstellenwert wie oben beschrieben. Man könnte auch Mathematik ins Spiel bringen, immerhin bieten die Brüche (Halbnote, Achtelnote) eine gefällige Vorlage dafür (die Notengattungen einzeln zählen und durch ihren "Bruch" teilen?). Sicher hilft es hier mal wieder, wenn man das Notenblatt versucht möglichst logisch zu betrachten, die Anzahl der Noten der üblichen Anzahl der Koordinatenziffern gegenüberstellt. 52° 12.345 und 009° 12.345 sind sieben und acht Ziffern, also 15. Hab ich praktischerweise 15 Noten (oder einzelne Notenarten), weiß ich schon, wo die Lösung steckt und muss nur noch über das "wie" nachdenken.

von en.wikipedia.org/wiki/Musical_cryptogram Wem dies noch nicht zur Entschlüsselung ausreicht, kann das Alphabet durch Noten ersetzen. Francis Poulenc und Giovanni della Porta taten dies im 16. Jahrhundert (Versteckte Botschaften von Klaus Schmeh, Seite 27 und 28). Als "Französische Notenverschlüsselung" bekannt ist eine ähnliche Variante, bei der die obere Zeile die üblichen Notenbezeichnungen sind (das B ist im Deutschen die Note H) und diese verschiedenen Entsprechungen haben können. Geschickt komponiert, zum Beispiel mit verschiedenen Tonlagen garniert, kann man so lustige Notengeschichten in die Listings bringen.

Ebenfalls möglich wäre eine simple Notenhäufigkeit, die dann dem Alphabet gegenüber gestellt wird. Die häufigste Note könnte dann dem A entsprechen, die zweit häufigste dem B. Alternativ könnte man die Notenhäufigkeit der üblichen Buchstabenhäufigkeit in der deutschen Sprache gegenüberstellen. Dies hat sogar mal jemand im großen Stil gemacht: Christiane Licht hat 40.000 Musiktitel dementsprechend untersucht und ich bin mir sicher, irgendwer hat ihr Forschungsergebnis doch bestimmt schon in einem Mystery benutzt, oder?

Der russische Komponist Alexander Nikolajewitsch Skrjabin (*1872 - 1915) verknüpfte bestimmte Tonarten bzw. Töne mit speziellen Farben und schuf damit den Skrjabin-Code.

Da die Fingersätze bei den verschiedenen Instrumenten meist genormt sind (also wo welcher Finger bei welcher Tonart zu liegen hat), könnte auch dies ein trefflicher Lösungsansatz sein, wenn im Listing ein bestimmtes Instrument genannt ist.

Und sollte jemand von euch einen weiteren dieser lustigen Notenverschlüsselungscaches basteln wollen, mit auf Scorio.com kann man (und sogar ich! ;) ) hervorragend einfach Noten malen lassen.

Nachtrag: Noch eine Variante, mit Noten und dem dazugehörigen Liedtext Koordinaten verschlüsseln: man nimmt die Noten und legt sie über den Text - und nimmt die Buchstaben, die von einer Note "getroffen" wurden.

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Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 4 - Sprache und Schrift (Teil 1)

Geschrieben von Nina • Sonntag, 27. Januar 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Kapitel 4 - Sprache und Schrift (Teil 1)

Die Kapitel Zahlen und Sprache und Schrift verschwimmen ein bisschen, das lässt sich aufgrund der Thematik aber ebenso schwer trennen wie vermeiden. Der Schwerpunkt hier liegt ein bisschen eher in mehr oder minder sinnvollem Text, der verborgenes in sich trägt.

Buchstabenwerte

Den Anfang machen aber trotzdem erst einmal nackte Buchstaben, die letztlich ja fast immer irgendwie Zahlen ergeben sollen. Am häufigsten und einfachsten sind einfach nur die Buchstabenwerte gesucht, also die Position, die der Buchstabe im Alphabet hat. A=1, B=2, C=3, ... Das Wort Nina hat somit die Buchstabenwerte 14-9-14-1. Manchmal muss man das Alphabet auch bei 0 beginnend durchzählen, dann wäre es eben 13-8-13-0. Ggf. auch rückwärts gezählt, von 0 oder 1. Hiermit kann man nun so allerlei anstellen. Manchmal braucht man nun die Summe der Buchstabenwerte (38 bei der üblichen, bei eins beginnenden Zählung). Manchmal braucht man die Quersumme (die Ziffern einer Zahl addiert), mal von den einzelnen Buchstabenwerten, mal von der Gesamtsumme. Mal die einfache Quersumme (Ziffern nur addiert), mal die iterierte (so lange die Quersumme aus dem Ergebnis der Quersummenbildung errechnen, bis das Ergebnis einstellig ist). Manchmal muss man die ermittelten Ziffern miteinander multiplizieren oder andere Rechenoperationen anstellen, die sich hoffentlich aus dem Listing ergeben. Manchmal braucht man nur von bestimmten Buchstaben die Werte, zum Beispiel von allen Anfangsbuchstaben oder allen großgeschriebenen, kurstivgeschriebenen, in einer bestimmten Farbe geschriebenen.

Stellenwert

Ist ein Buchstabe anders, als die anderen (Farbe, Stil), kann auch seine Stelle im Wort der Schlüssel sein. Ist also im Wort "Buchstabe" zum Beispiel das h kursiv, könnte die Ziffer 4 gesucht sein. Sticht mehr als nur ein Buchstabe heraus, könnte mal wieder eine Binärcodierung gesucht sein. Dieses "Testwort" ergäbe zum Beispiel, wenn man die fettgeschriebenen Buchstaben als 1 annimmt und die normalen als 0: 0110 0110. Wäre es eine Binärzahl, ergäbe es dezimal 102. Da dieses "Binärwort" praktischerweise aus 8 Buchstaben, also auch aus acht Bits (demnach einem Byte) besteht, wäre auch ASCII ein toller Kandidat. Da ist 01100110 / 102 mit dem Buchstaben "f" belegt. Welches- und hier schließt sich ein Mysterykreis - dem Buchstabenwert 6 entspricht.

Manchmal liegt des Texträtsels Lösung auch einfach in der Anzahl der Buchstaben eines oder aller Wörter. Oder die Anzahl der Silben. Konsonanten. Vokale. Vielleicht muss man nur bestimmte Buchstaben zählen? Oder welche, die bestimmte Eigenschaften haben. Zum Beispiel Striche nach oben, wie das l und das h. Oder nach unten reichen, wie das p und das g. Vielleicht braucht man die Anzahl von runden Bereichen, wie im O oder im d. Solch Buchstaben- oder auch Zahlenbereiche, die sich ausmalen lassen, waren bereits mehrfach der Schlüssel des einen und anderen Mysteries, den ich von der Karte tilgen konnte. Vielleicht muss man derartiges auch wieder einer Binärcodierung gegenüberstellen. Hat man auf eine solche Art eine große Anzahl von Zahlen ermittelt, wäre es auch denkbar, dass man die gefundenen Zahlen einfach nur als gerade und ungerade Zahlen betrachten und demgemäß in einen Binärcode übersetzen muss.

Man könnte auch die Anzahl der Buchstaben bis zum nächsten Leerzeichen oder Interpunktionszeichen zählen. Oder nur den jeweils ersten, oder dritten oder meinethalben auch achten Buchstaben jedes Wortes zur Entschlüsselung benutzten (um das zu probieren empfiehlt es sich, die einzelnen Wörter untereinander zu schreiben).

Apropos erster Buchstabe: ein gewisser, aber längst verstorbener John Laird McCaffrey hat in Montreal diese wunderhübsche Grabinschrift:

"John
Free your body and soul
Unfold your powerful wings
Climb up the highest mountains
Kick your feet up in the air
You may now live forever
Or return to this earth
Unless you feel good where you are!
”Missed by your friends"

Seine Freunde scheinen keine sonderlich guten gewesen zu sein, wenn man die Anfangsbuchstaben der einzelnen Zeilen von oben nach unten liest.

Zahlen als Wörter

Allerdings hat diese Grabinschrift keine Koordinate ergeben, wir suchen aber immer noch nach Ziffern. Oder suchen wir doch Wörter? Natürlich kann man Zahlen auch in Buchstaben ausdrücken und somit verschlüsselte Texte ordentlich in die Länge ziehen, die damit zwangsläufig schwieriger zu entschlüsseln werden. Eine 0-9er Reihe habe ich mit etwas Logik oft sehr einfach und am eigentlich Rätsel vorbei gelöst. Vorausgesetzt, die gesuchte Zahl ist die komplette Koordinate, die ja in den ersten 3-4 Stellen vorne bekannt ist (durch die Koordinate, an der das ? gelistet ist - der Cache selber darf laut Richtlinien von geocaching.com seit einigen Jahren nur 2-3 Kilometer von diesem Punkt entfernt sein). Handelt es sich aber um Buchstaben als Text, um "eins", "zwei", "drei" oder noch schlimmer "zweiundfünfzig" oder "dreiundzwanzig", wird es für den Rätselnden viel schwieriger.

Derartig ausgeschriebene Ziffern lassen sich auch prima in völlig unverdächtigen Texten unterbringen. ZWEIfelnd beobACHTete ich die AktiVIERung der prACHTvollen VerEINscoin. Gut, um da jetzt einen hübschen Mysterytext draus zu basteln, brauchts wohl noch etwas Feinschliff, aber um das Prinzip darzulegen reicht mein Beispiel hoffentlich grad so eben noch aus.

Verwürfeln

Findet sich nur Buchstabensalat? Vielleicht ist dieser nur Rückwärts geschrieben und/oder die Lücken zwischen den Wörtern sind nicht da, wo das Auge sie gern zum Lesen hätte? Möglicherweise steht aber auch der erste Buchstabe für ein Wort der Nord- der zweite für eines der Ostkoordinate, der nächste dann wieder für Nord usw.. Dieser Code hier: "znwuelilunnudlflünnefuznisgeacchhstuunndddzrweainszsiiggderienihzuenhdnert" ergibt, derartig enttüddelt: zweiundfünfzigachtundzwanzigdreizehn und nullnullneunsechsunddreissigeinhundert.

Der Lattenzaun- oder Jägerzaun-Chiffre funktioniert ähnlich, nur das hier der zu verschlüsselnde Text diagonal nach unten und dann wieder nach oben geschrieben wird und am Ende zeilenweise verwendet wird. Aus zweiundfünfzigachtundzwanzigdreizehn wird dieser Gartenzaun



und damit dieser verschlüsselte Text: zdgnziwnfiaudniezeunzctzagrenifhwdh.

Ähnlich funktioniert es mit dem "Pflügen". Der zu verschlüsselnde Text wird normal aufgeschrieben, aber ein Raster von X Zeichen pro Zeile. Anschließend wir dieser mehrzeilige Text Zeilenweise von oben nach unten, und dann, wenn man unten angekommen ist, von unten nach oben, genommen. Quasi wie beim Pflügen eines Feldes. Man hätte es auch "Rasenmähen" nennen können ;) .

Einfacher zu ent- und verschlüsseln ist der Trick, bei dem man auf der Tastatur immer nur den jeweilig links oder rechts, oben oder unten vom abgedruckten Buchstaben drückt. Aus zweiundfünfzig wird, rechts verschoben, ueroimfg+mguoh .

Handytastaturcode (Vanity-Code)

Vielleicht ist es aber auch nur die gute, alte (und von mir viel zu oft vergessenen) Handytastatur? Hier gibt es ja zum Beispiel für die Ziffer 2 a, b und c, die 3 ist mit d, e und f belegt. Der Buchstabenwust Kcbadnz steht so dann für die hübsche Nordkoordinate: 52 22.369 . Diese Form der Verschlüsselung passt in beide Richtungen. Hat man mal einen Zifferncode, der keine 1en aufweist, aber häufige Ziffernwiederholungen, schadet es sicher nichts, mal eben das Handy zu Rate zu ziehen. 69997777833777999 ergibt das Wort Mystery.

Für fortgeschrittene Daumentipper gibt es noch die T9-Textgerkennungsvariante. Man nutzt den Vorschlagsalgorithmus der Handys. Das ist aber eher schlecht weil selten eindeutig, das interne Wörterbuch kann vom Nutzer erweitert sein und damit Fehlvorschläge bringen und nicht jedes Handy nutzt T9 (Motorola zum Beispiel kocht ein eigenes Texterkennungssüppchen). Trotzdem wird diese Verschlüsselung manchmal benutzt.

Weiter: Kapitel 4- Sprache und Schrift - Teil 2
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Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 5 - Bilderanalyse - Teil 2: Technische Bilderverstecke

Geschrieben von Nina • Montag, 14. Januar 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

5.2 Bilderanalyse - Teil 2: Technische Bilderverstecke

Neben dem rein optischen Varianten lassen sich mit digitalen Bildern auf technische Weise eine Menge Scheußlichkeiten anstellen. Bei Geocaching-Mysteries am Schlimmsten finde ich computergestützte Steganografie. So schön es ist, unsichtbar und fast unknackbar mit kostenlos erhältlichen Programmen fast alle erdenklichen Dinge in Bildern zu verstecken, so ist es für den Mysterylöser eher mühsam, da man zum Entschlüsseln genau die Software benutzen muss, mit der auch verschlüsselt worden ist. Weiß man welche es ist, muss man möglicherweise nur noch ein Passwort ermitteln und ist eine Runde weiter. Kennt man die Software nicht, ist es ein frustrierend langweiliges Durchprobieren der üblichen Verdächtigen.



Es gibt aber viel schönere und einfachere Methoden, Informationen in Bildern zu verstecken und wiederzufinden. So könnte einfach die Bildgröße, Höhe und Breite in Pixeln, die fehlende Nord- und Ostkoordinate sein (oder doch wenigstens deren letzte drei Ziffern). Alternativ könnte auch die Stelle eines relevanten Pixels die Koordinate anzeigen.



Ist das Bild ein JPEG (die Endung des Bildes .jpg), kann es EXIF-Zusatzinformationen beinhalten. Gedacht sind diese für Autorenvermerke, Kommentare oder Daten zu Kameras und Fotoeinstellungen. Neuere Fotoapparate enthalten oft schon einen GPS-Empfänger und speichern die Koordinate, an der das Bild gemacht wurde, gleich mit. Smartphones können dies ebenfalls. Und so mancher Mystery verrät seine Finalkoordinaten so schon durch unachtsame Geocacher, die Fotos mit derart interessanten Zusatzinformationen unwissentlich in ihren Logs mit hochladen.



Für das Sichtbarmachen dieser Zusatzinformationen (EXIF, IPTC, Comments) kann man Bildbetrachter benutzen (das erwähnte IrfanView oder xnview) oder das Internet bemühen (Jeffreys Exif viewer) . Bildbearbeitungsprogramme zeigen dieses ebenfalls an. Mein Favorit hierbei ist die Freeware Gimp, die ihrem großen Bruder Photoshop zumindest in meinen semi-professionellen Anwendungsgebieten in nichts nachsteht. Wer Firefox nutzt, kann auch auf einige entsprechende Add-ons zurückgreifen, welche das Herunterladen des Bildes möglicherweise überflüssig machen. Bei meinen Tests funktionierten diese aber eher nur mäßig gut.



Findet sich in den Bildereigenschaften nichts sinnvolles, sollte man sich das Bild mal in einem Hexeditor anschauen. Im IrfanView kann man dies mit View -> Show hex view bzw. durch das Drücken der Taste F3. Im IrfanView werden dann in einem Extrafenster links die Hexadezimaldaten angezeigt, rechts der "Klartext", der bei einem Bild natürlich weitestgehend nicht menschenlesbar ist.

Ein normaler Hexeditor (wie z.B. HxD) tut selbiges natürlich ebenfalls. In der Hexansicht kann man nun vielleicht Informationen oder auch Manipulationen entdecken, die man dem Bild selber nicht ansieht. Das Format jpg ist zwar grundsätzlich an feste Regeln gebunden, nur kann man diese ziemlich beugen und das Bild wird noch immer fehlerfrei angezeigt. So lässt sich an einigen Stellen (im oberen Bereich und ganz unten) Text verbergen, den der geneigte Leser nur in der Hexansicht zu lesen bekommt. Beim Geocaching gern benutzt ist das Anhängen eines Zips, also einer gepackten Datei, an das jpeg-Bild. Öffnet man dieses jpg in einem Zip-Programm (z.B. Winrar), öffnet sich das Archiv und man kann den Inhalt entpacken. Manchmal hat der Owner des Mysterys noch ein Passwort eingebaut, was sich dann hoffentlich aus dem Listing ergibt (vielleicht Cachetitel, GC-Code oder Ownername?).



Ob einem Jpeg-Bild etwas angehängt worden ist, lässt sich über die Hex-Ansicht leicht überprüfen. Laut den JPEG-Spezifikationen muss ein JPEG-Bild mit dem Hexadezimal-Wert FF D8 beginnen und mit FF D9 enden. Endet es anders, ist es manipuliert. Etwas ist wie das Gezippte ist angehängt worden, oder möglicherweise einfach Text am Ende eingefügt. Um diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen, muss man - wenn die Infos nicht schon direkt ablesbar sind - mit einem Hex-Editor alles, was nach dem eigentlichen Ende des JPEG-Bildes, also dem Hex FF D9 , abschneiden und in eine neue Datei packen (das FF D9 kann, beabsichtigt oder nicht, mehrfach vorkommen! Dann müssen eventuell alle möglichen "Schnittvarianten" ausprobiert werden). Dieses neue Dokument nun unter einem passenden Namen speichern und mit sinnvollen Programmen öffnen. Es könnte sich ja ebenfalls um ein Bild handeln, dann wäre ein Bildbetrachter angebracht. Vielleicht auch ein Texteditor. Ein Video- oder Musikplayer vielleicht? Mag möglicherweise ein PDF-Reader Inhalte anzeigen?

Auch an PNG-Dateien lassen sich Daten anhängen. In HEX betrachtet fängt ein PNG mit den HEX-Zahlen 89 50 4E 47 an und endet mit 49 45 4E 44 AE 42 60 82 . Gibt es nach der Endung noch weiteren Hexcode, würde ich den per HEX-Editor mal abschneiden, abspeichern und gucken, was es wohl sein könnte. Sollte es wieder mit 89 50 4E 47 beginnen, ist es ein neues PNG. Alternativ kann man unbekannte Dateien mit den typischen Programmen (Bildbetrachter, Audioanalyser, Notepad, o.äh.) zu öffnen versuchen. Oder das Internet bemühen und die ersten HEX-Zeichen einer Suchmaschine geben. Die allermeisten Dateiformate haben spezielle Startsequenzen.

Zur tieferen Analyse von PNG-Dateien kann ich das Tool tweakpng empfehlen.

Eine weitere Entzauberung fieser Bilderrätsel kann man über die Farb-/Kontrast-/Sättigungs- und Gammaregler einer geneigten Bildbetrachtungs- oder -bearbeitungssoftware durchführen. Einfach mal die vorhandenen Regler (im IrfanView unter Image / Color correction zu finden, im Gimp gibt es verschiedene Fenster unter dem Menüpunkt Farben) hin und her schieben. Besonders den Gammaregler auch gern komplett mal an beide Enden bewegen, so manches Mal taucht dann, wie von Zauberhand, etwas im Bild auf, was vorher definitiv unsichtbar gewesen ist. Nun... eigentlich nicht ganz unsichtbar, je nach Bildart und Farbfüllung wäre man diesem Trick auch auf die Schliche gekommen, wenn man die Bearbeitungsfunktion (zB. Im IrfanView Edit, Paint Dialog) benutzt und mit diesem schicken Eimerchensymbol Farbe über diverse, optisch einfarbige Bereiche kippt (Toleranzschwelle auf so klein wie möglich setzen). Dieser Gegenzauber hilft aber nur bei Bildern mit wenig Details und großflächig einfarbigen Stellen. Alternativ kann man auch mit dem "Zauberstab" der Bildbearbeitungssoftware und einer Empfindlichkeit von "0" oder "1" versuchen, alle exakt gleichfarbigen Stellen zu markieren und erhält so die, die sich vielleicht nur marginal und optisch unsichtbar unterscheiden.

Hat man ein Bild vorliegen, was nur aus zwei Farben besteht oder besonders auffällige Bildbereiche besitzt, könnten die Farbwerte der Schlüssel sein. Mit Gimp und der Pipette im Werkzeugfenster kann man den Farbwert "aufnehmen" und mit einem Doppelklick auf das Quadrat, welches nun im Werkzeugfenster nun die Farbe angenommen hat, erfährt man Details zu ihr. Zum Beispiel die RGB-Farbwerte, bei denen Rot, Gelb und Blau jeweils mit einer Zahl dargestellt werden (R 52/G 12/B 33) oder der Hexadezimalwert der Farbe, wie #4fad91. Oh wie hübsch, dezimal ist das 5221777, eine Nordkoordinate! ;) . Was man alles mit Farben in Geocaches anstellen kann, habe ich hier versucht zu erklären.

Hat man eine GIF-Datei vorliegen (endet mit .gif), kann diese aus mehreren Teilen bestehen, die nach einer vorbestimmten Zeit wie ein Daumenkino ablaufen. Das kann so schnell sein, dass es wie ein solches aussieht, oder so langsam, dass man vermutlich gar nicht mehr hinschaut, wenn das Bild endlich mal wechselt. Daher sollte man GIFs immer auseinandernehmen. Im Gimp geöffnet erkennt man dann im Ebenenfenster die verschiedene Ebenen, in xnview kann man unter Ansicht -> Frame zwischen den einzelnen hin und herspringen und sieht deren Anzahl und die eigene Position unten links in der Statusleiste. Jeffreys Exif viewer zeigt alle Einzelbilder auch online an.

GIFs und PNGs können Informationen beinhalten, die man vor einem weißen Hintergrund nicht sieht (der sowohl bei geocaching.com als auch bei den üblichen Bildbetrachtern üblich ist). Vor einem anders farbigen erkennt man vielleicht, was vorher nicht zu sehen war.

Handelt es sich um ein bekanntes Bild oder ist das Bild vielleicht zwei Mal im Listing, lohnt es sich, nach Unterschieden zu suchen. Sollten die nicht optisch offenkundig sein, kann man in einem Bildbearbeitungsprogramm, welches Ebenen beherrscht (gimp zum Beispiel mal wieder als Vertreter der Freeware-Fraktion oder natürlich der fast-alles-Könner Photoshop), diese beiden Bilder als solche übereinander legen. Dann das oben liegende Bild durchscheinend (transparent) machen, vielleicht noch etwas an den Kontrast- und Transparenzreglern spielen oder den Modus auf Abziehen stellen und gucken, ob der Zauber wirkt.

Kann man auf dem Bild nichts erkennen außer einer wirren "Tapetengrafik" eines Designers unter LSD, könnte es sich um ein Stereogramm handeln. Mit ausreichend Training, etwas schielen und den passenden Augen lassen sich von vielen Menschen nach einer Weile Dinge hier drin sehen, die ich leider nicht erkennen kann. Ich nehme, wenn ich gerade keinen passenden "Schieler" in der Nähe habe, Software, die mir die verborgene Information im Stereogramm anzeigt. Derer gibt es inzwischen eine wahre Flut, so dass ich mir eine Empfehlung lieber spare. Wer gut mit Bildbearbeitungssoftware umgehen kann, dem mag auch diese hierfür reichen: das Bild in eine neue Ebene kopieren, auf Differenzmodus stellen (in Gimp im Ebenenfenster, Modus, Abziehen). Nun hat man ein schwarzes Bild und kann die neue Ebene so lange hin- und herschieben, bis sichtbar wird, was versteckt sein wollte. Die Verschiebung kann gut und gern 50 Pixel betragen.

Mein vorerst letzter Bildertipp, den ich fast täglich nutze: tineye und (meist noch ergiebiger) die Google-Bildersuche! Will man bestimmte Informationen zu einem bestimmten Bild, weiß man nicht, wer oder was hier gerade abgebildet ist, diese beiden Dienste leisten großartige Arbeit! Tineye gibt es als Firefox-Plugin, mein absolutes Lieblingsplugin. Dafür kann die google-Bildersuche mehr finden, tineye findet nur, was genau den gleichen Ausschnitt hat, wie das gesuchte Bild. Die google Bildersuche benutzt sich für mich am einfachsten, in dem ich die komplette URL des Bildes bei Google ins Suchfenster packe und im folgenden Fenster oben auf "Passende Bilder finden Sie mit der Bildersuche" klicke.


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Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 5 - Bilderanalyse - Teil 1: Einleitung und optisches Verstecken

Geschrieben von Nina • Sonntag, 13. Januar 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

5.1 Bilderanalyse - Teil 1: Einleitung und optisches

In Bildern lassen sich auf erschreckend viele Arten Informationen verbergen. Und auch die Bilder selber sind gar nicht immer auf Anhieb zu finden. Ein komplett weißes Hintergrundbild zum Beispiel muss man erst mal aktiv suchen, um es als vom Mystery-Ersteller integriertes Bild wahrzunehmen.

Befinden sich Bilder im Listing, sollte man immer - am sichersten per Quelltext * nachschauen, ob nicht noch weitere Bilder hinter diesem sichtbaren verlinkt worden sind. Man kann einen Link hinter ein Bild legen oder ein weiteres Bild. Gern auch das gleiche Bild in größerer Auflösung. Möglicherweise soll das größere Bild aber auch nur den Anschein wecken, genau gleich zu sein und enthält in Wirklichkeit den gesuchten Hinweis?

Etwas nervig sind die Bilder, bei denen nur ein winziger Bildpunkt mit einem Link versehen ist, was den Rätselnden dazu bringt, Ewigkeiten mit der Maus hin und her zu fahren, bis er diesen gefunden hat. Schneller erledigt man die Suche auch hier über den Quelltext. Hierzu beispielsweise mit dem Firefox den Bereich mit dem Bild markieren, mit der rechten Maustaste auf das Listing klicken, View Selection Source / Quelltext anzeigen klicken und nun den blau hervorgehobenen Bereich untersuchen. Ein Bild beginnt im HTML-Code mit < img src = " dargestellt, Links mit href = ".

Folgen dem Bild Eintragungen wie: < area shape = " rect" coords="0,0,603,105 " href = " befinden sich diese Verweis-sensitive Grafiken (Image Maps) hinter dem Bild. Die Links kann man nun über das Quelltextfenster direkt öffnen oder kopieren.

Liegen die verlinkten Bilder auf einem anderen Webspace, sind also nicht bei Geocaching.com hochgeladen, sind sie gleich ein Stückchen verdächtiger. Wo die Bilder im Internet liegen sieht man zum Beispiel im Firefox, in dem man mit der rechten Maustaste auf das Bild klickt und "view Image" oder "Bild anzeigen" wählt. Der Pfad, in dem das Bild zu finden ist, steht nun oben in der Adresszeile. Alternativ lässt sich diese Information auch über Eigenschaften (auch in anderen Browsern, sogar im Internet Explorer 10) anzeigen.

Wenn man Bilder bei geocaching.com oder Bilderhostern wie z.B. Imagehack hoch lädt, kann man den Dateinamen nicht beeinflussen. Anders bei eigenem Webspace. Findet man gar keinen Einstieg in das Rätsel, könnte hier dann auch der Bildername von Bedeutung sein. Rot13? Hex? Base64? Irgendwas, was man mit google entzaubern kann?

Liegt das Bild auf einem privaten Webspace, wäre es auch möglich, dass sich das im Listing verlinkte Bild zu bestimmten Uhrzeiten verändert, dann also ein ganz anderes zu finden ist. Gibt es im Listing oder im Bild einen Hinweis darauf, dann sollte man zur passenden Uhrzeit mal die ganze Seite neu laden. Dies am Sichersten, in dem man den in den Webbrowsern normalerweise verwendete Cache (gemeint ist hier der Zwischenspeicher vom Browser, keine Dosensuche ;) ) umgeht, sonst würde ein verändertes Bild gar nicht neu geladen werden. Drückt man (bei allen typischen Windowsbrowsern) die Taste Strg und F5 wird der Cache umgangen, die gesamte Seite neu geladen und ein eventuell verändertes Bild auch angezeigt.

Optisches Versteckspiel

Die einfachste Art, in einem Bild weitere Informationen zu verstecken, ist es, diese deutlich sichtbar einfach drauf zu schreiben. Hat dieses Bild eine sehr große Auflösung und wird daher auf dem Bildschirm stark verkleinert dargestellt, kann derartige Beschriftung - je nach Untergrund - fast unsichtbar sein. Sehr große Bilder sollten daher immer ganz besonders unter die - wortwörtliche - Lupe genommen werden, also in einem Bildbetrachter geöffnet und vergrößert angeschaut werden. Mein Lieblingsbildbetrachter ist seit einer digitalen Ewigkeit die Freeware IrfanView. Ebenfalls aus meiner kleinen Weltsicht empfehlenswert ist xnview. Von diesen beiden abgesehen gibt es aber eine Hülle und Fülle an weiteren, nützlichen Tools, die als Bildbetrachter gute Dienste leisten.

Eine durchaus klassische, optische Methode, Informationen in Bildern zu verbergen, die schon lange vor Geocachingspielereien genutzt worden, ist, ist das Anbringen von kleinen Details in einem Bild, die sich, wenn man den Code kennt, entschlüsseln lassen. Ein Beispiel ist dieses Bild mit den Grashalmen am Bachlauf (wegen unklaren Besitzverhältnissen an den Rechten hab ich es nur verlinkt und nicht selbst im Blog dargestellt).

Die kurzen und langen Grashalme sind Morsecode und ergeben den Text:
"Compliments of CSPA MA to our chief Col. Harold R.Shaw on his visit to San Antonio May 11th 1945."

Einen Gruß an den damaligen Chef der US Zensurbehörde, die sich viel Mühe gegeben hat, die Post auf Auffälligkeiten zu untersuchen. Überliefert sind so nette Geschichten wie die, dass man bei einer Lieferung von Uhren alle Zeiger verstellt hat, da man fürchtete, in der voreingestellten Uhrzeit wäre einen Code verborgen. In einem anderen Brief fand man ein Strickmuster und lieferte diesen erst aus, nachdem eine Mitarbeiterin dieses nachstrickte und somit bewies, dass es wirklich einen Pullover ergibt. Niemand geringerer als Charles Dickens hat eben diese Verschlüsselungsform in einem seiner Romane, "Eine Geschichte aus zwei Städten" benutzt und damit vermutlich auch erfunden. Umgekehrt wurden im zweiten Weltkrieg von deutschen Agenten in England Pullover verschickt, die, beim Geheimdienst wieder aufgeribbelt, Fäden ergaben, in denen in bestimmten Abständen angebrachte Knoten einen Code enthielten.

Punktchiffres sind historisch belegt und wurden schon vor 400 Jahren benutzt. Hierbei wird ein Achsenkreuz benutzt, wobei eine Achse die Buchstaben und eine die Reihenfolge dieser Buchstaben im Text ist. Als Punkte können dann zum Beispiel Sterne wie in Blaise de Vigeneres Buch "Traicte des Chiffres, ou Secretes Manires d Escrire" oder Bienen wie in der französischen Zeitschrift Spirou benutzt und mit ausreichend Tarnung zu einem Bild verknüpft werden.

Man kann von den Geheimdienstmethoden der Zeit und die beiden Weltkriege und den kalten Krieg viel lernen, waren computerbezogene Verschlüsselungen ja noch unbekannt und mussten Informationen gut verborgen und verschlüsselt übertragen werden. So ist es geheimdiensttechnisch klassisch, bestimmte Buchstaben oder Wörter eines Textes unauffällig zu markieren. Mit einem fast unsichtbaren Punkt über bestimmten Zeichen oder einem verrutschten Schreibmaschinenbuchstaben, einer fast zufällig angebrachten Verschmierung auf dem Papier. Irgendwas, was Teile des Textes von anderen unterscheidet. Das Verstecken von Informationen in irgend gearteten Containern (zum Beispiel Bildern oder Texten) nennt man Steganographie. Eine Unterart davon, das Verstecken in Details dieser Texte und Bilder hat den schönen Namen Semagramm.

Hat man das Verschlüsselte gefunden, oder weißt das Bild sowieso sehr deutlich darauf hin, wo es die für die Koordinatenermittlung benötigten Informationen enthält, muss man diese ja "nur noch" entschlüsseln. Am Einfachsten, in dem man erst mal die bekanntesten Techniken und Codelisten dagegen hält. Wie viel unterschiedliche Codezeichen gibt es denn? Zwei? Dann vielleicht Dualzahlen, Morse, Braille, (siehe Binärcodes). Oder muss man etwas bestimmtes Recherchieren und hierbei benutzten? Dann ergibt das Listing, der Titel oder der Hint hoffentlich einen kleinen Stubser in die richtige Richtung.

Hat man nichts gefunden, kann man es ja mal mit dem folgenden Beitrag, der technischen Bilderanalyse versuchen

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Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 3 - Zahlen, Zahlen, Zahlen (3) - Binärcodes

Geschrieben von Nina • Freitag, 4. Januar 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Kapitel 3.3 Binärcodes

Beim Mystery Enträtseln begegnen einem ziemlich häufig Nullen und Eisen. Oder etwas, was verschlüsselt auf zwei Zustände herunter gebrochen werden kann: zwei verschiedene Farben oder Töne, etwas ist wahr oder falsch, etwas ist da oder weg, lang oder kurz. Oder zum Beispiel GroSsBucHstaben, wo sie nich hingehören (GroSsBucHstaben könnte, wenn das Großgeschriebene die 1 symbolisiert, die Binärzahl 100101001000000 ergeben).

Und dann steht man vor den Nullen und Einsen, die keineswegs immer nur Dualzahlen sein müssen. Das Beispiel oben ergäbe immerhin eine 19008, was da, wo ich wohne, eine schlüssige Nordkoordinate ergibt- wenn man sich vorn noch ein 52° herandenkt und nach der 19 einen Punkt setzt. Die Verschlüsselung kann aber auch an einem anderen Binär-Code erfolgt sein, als dem der Dualzahlen. Ich bemühe mich hier, einige der üblicheren Binärcodes vorzustellen.

Hilfreich bei der Suche nach dem passenden Binärcode, ist die Länge der Binärzahl. Ist sie 5 Stellen lang, oder durch 5 teilbar, könnte sie Baudot bzw. Baudot -Murray-Code sein (ITA-1 und ITA-2, bzw. CCITT-2) . Dieser stammt aus der Zeit der Telegraphie und ist im Original geteilt in einen Bereich mit 2 Bits und einen mit 3 Bits. Hiermit lassen sich Zahlen und Buchstaben, sowie einige Sonderzeichen darstellen, Häufig finden sich in den Listings derartiger Caches Bilder von Lochstreifen, die Baudot-Code darstellen. Die größte Schwierigkeit hier ist es, herauszufinden, von welcher Seite des Lochstreifens gelesen wird und welcher Baudot/ITA benutzt worden ist.

Nicht so richtig Nullen und Einsen, sondern die Buchstaben A und B benutzte der Herr Bacon für seine Bacon-Chiffre . Er hat einfach jedem Buchstaben im Alphabet einen fünfstelligen Code, bestehend aus den beiden Buchstaben A und B, zugewiesen. Das Wort Mysterie in Bacon-Chiffre lautet demnach: ababb babba baaab baaba aabaa baaaa babba
Diese Codierung kann durchaus unauffällig im Text versteckt sein. Man könnte, auch wenn es etwas Mühe kostet, einen Text zusammenschreiben, bei dem die vorhandenen Buchstaben A und B Bacons Chiffre ergeben. Oder wieder die Groß- und kLeinSchReibUNG benutzen, und den GROSSGESCHRIEBENEN Buchstaben zum Beispiel das A zuweisen, den kleinen das B. Die Buchstaben könnten auch teilweise fett oder kursiv geschrieben werden, um die zwei Zustände, hier a oder b darzustellen. Möglichkeiten gibt es genug, und Mystery-Owner auch trickreich genug, beinahe unendlich viele davon zu erfinden ;) .

ASCII ist wohl der bekannteste Vertreter der binär-Codes, von den Dualzahlen mal abgesehen. Die "American Standard Code for Information Interchange" ist eine von Computern benutzte 7-Bit-Zeichenkodierung, die schon 1963 als Standard veröffentlich wurde. Sie kann 128 Zeichen darstellen (das lateinische Alphabet, arabische Ziffern, einige Satzzeichen) und wird von einer unzähligen Masse von Geräten und Programmen verstanden und unterstützt. Das überzählige achte Bit (ein Ascii-Zeichen wird üblicherweise in einem Byte gespeichert, hätte also Platz für acht Bits) wird entweder als Prüfziffer missbraucht, oder um länderspezifische ASCII-Zeichensätze darzustellen. Die deutschen Umlaute zum Beispiel. Mit dem ASCII-Zeichensatz kann man hervorragend Caches verschlüsseln, zumal man ihn nicht nur direkt in binär, sondern auch in HEX oder Oktal darstellen kann.

BCD (Binary Coded Decimal ) ist ein weiterer, bekannter Binär-Code. Es gibt ihn als 4- und als 6-Bit-Code. Der 4er ist ein 8-4-2-1-Code. Also ein nummerischer Code, dessen Wertigkeit dem bekannten Dualsystem entspricht. Es lassen sich Ziffern von 0-9 darstellen. Theoretisch könnte man 16 statt 10 Dezimalzahlen mit einem derartigen "Halbbyte" darstellen, man hat sich aber drauf geeinigt, dass man derartiges per BCD nicht tut. Ein Byte sind ja 8 Bits, also 8 Stellen, der 4-Bit-BCD-Code ist somit ein halbes Byte lang. Man nennt dieses Halbbyte auch Nibble. Diesem bin ich bei einem Nachtcache tatsächlich schon begegnet.

BCD gibt es auch als 6-Bit-Code . Dieser kann neben Ziffern auch Buchstaben und einige Sonderzeichen darstellen.

Der BCD-Zählcode ist 10 Bits lang, wobei jedes Bit die Wertigkeit 1 im Dezimalsystem hat. Man bekommt die gesuchte Zahl durch plumpes addieren der Einsen. Dieses simple addieren der Einsen, anstatt kompliziert nach Codierungen zu suchen, ist etwas, was man beim Mystery-Entschlüsseln auch mal probieren könnte.

Selten aber möglich ist auch der 1-aus-n-Code, bei dem es 10 bits gibt, von denen 9 immer 0 sind und die 1 als Zähler dient. Steht sie auf der 7. Position von rechts (0001000000 ), steht sie für eine dezimale 6, steht sie auf der 2. Position von rechts (0000000010), ist sie Eins wert, ganz rechts (0000000001) ist es eine dezimale Null.

Weitere 4-Bit-Sonderformen: der Aiken-Code, bei dem die vierte Stelle von links nicht 8 wert ist, wie bei 4-Bit-BCD, sondern 2. Es ist also ein 2-4-2-1-Code. Oder der Gray-Code http://de.wikipedia.org/wiki/Gray-Code, den es auch als 2-Bit, 3-Bit, 4-Bit, 5-Bit und 6-Bit-Code gibt. Er zeichnet sich dadurch aus, das benachbarte Codewörter sich nur in einer einzigen dualen Ziffer unterscheiden und ist entwickelt worden, um Ablesefehler zu minimieren.

Braille, die Blindenschrift mit den kleinen Punkten, ist ebenfalls binär, also hat zwei Zustände. Es gibt 'nen Hubbel oder es gibt keinen Hubbel. Hiermit haben mich schon mehrere Mysteries geärgert, weil ich viel zu spät und von all den Computercodierungen geblendet auf das im Format 3-hoch-2-breit geguckt hab um an das Braille-System zu denken.

Morse ist auch ein Kandidat, der eigentlich nicht so wirklich und dann wieder doch binären Codes. Es gibt zwei Zustände, nur heißen die bei Morse eigentlich lang und kurz, Punkt und Strich. Prinzipiell ist es hier aber das gleiche, irgendwo finden wir die binäre Verschlüsselung und der Schlüssel hierzu könnte das Morsealphabet sein. Allerdings hat Morse einen gravierenden Nachteil, der beim Erkennen helfen könnte: die einzelnen Zeichen sind unterschiedlich lang. Häufig benutzte Buchstaben, wie zum Beispiel das E haben kurze Morsezeichen (ein . ), lange Morsezeichen haben fünf Striche und Punkte (Sonderzeichen oft sogar sechs). Um Morse sicher übersetzen zu können, benötigt die verschlüsselte Botschaft Leerzeichen zwischen den einzelnen Zeichen. Ziffern hingegen sind bei Morse immer fünf Morsezeichen lang und dank ihres symmetrischen Aufbaus sogar relativ leicht zu erlernen.





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Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 8.1 Barcodes - Strichcodes - Balkencodes - Datamatrix

Geschrieben von Nina • Dienstag, 1. Januar 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
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Kapitel 8.1 - Barcodes

Strichcodes kennen wir alle. Schon seit einigen Jahrzehnten prangen die Balkencodes auf allen Waren um an der piependen Kasse zu verraten, was genau gekauft werden will. Mit der Verbreitung von Smartphones bekamen wir mit den quadratischen, schwarz-weißen Data-Matrix-Kästchen einen weiteren Barcode in unserem Alltag, der inzwischen allerorts auf Werbetafeln und in Zeitungen weiterführende Links und Informationen verspricht (aber dieses Versprechen aber leider oft nicht einlöst - meist verpassen die Ersteller dieser Codes es, mehr als nur einen simplen Link zu hinterlegen).

Neben diesen beiden bekannten Barcode-Varianten gibt es noch eine Fülle weiterer, vor denen natürlich auch die technikgebeisterten Cacher nicht halt machen um ihre Informationen möglichst menschenunlesbar anzubringen. Wirklich verschlüsselt sind diese Inhalte aber nicht, nur braucht man in aller Regel eine passende Software auf Smartphone oder PC um den Strichinformationen menschenlesbare zu entlocken. Natürlich geht dies meist auch mit Hirn und Wissen, wenn man nur weiß, wie ein bestimmter Strichcode aufgebaut ist und welchen man gerade zu entschlüsseln versucht. Die Codeliste, aus der Code 39 aufgebaut ist, kann man bei Wikipedia - Code 39 bewundern. Diesen gibts auch als ttf-Schriftart.

Hat man das weltweite Netz zur Verfügung, erschlägt es einen beinahe mit dem Angebot von Webseite, um zumindest die Standardcodes zu übersetzen. Wird es etwas komplizierter, der Code schlechter lesbar, nutze ich gern die Software bcTester. Unterwegs hab ich die Erfahrung gemacht, dass mehrere Barcodeleser im Smartphone die bessere Wahl sind. Mehrere Smartphones die Beste. Im schlimmsten Fall kann man das Gefundene auch abfotografieren und mit einem weiteren Gerät - hoffentlich - lesen und entschlüsseln.

Entstanden sind Barcodes aus der Anforderung, maschinenlesbare und möglichst eindeutige Informationen anbringen zu können. Aus diesem Grund enthalten die bekannten EAN-Warencodes Prüfsummen, eine Fehllesung ist somit fast ausgeschlossen. Ansonsten enthält dieser Code nur Ziffern, dargestellt in unterschiedlich breiten Strichen und Lücken. Andere Codes können auch Ascii-Zeichen oder erweiterte Zeichensätze darstellen. Am meisten Inhalt bekommt man in die zweidimensionalen Codes, die Datamatrixen.

Hier eine kleine und keineswegs vollständige Übersicht bekannterer Barcodes:

"EAN - Nummerischer Code 0-9, Striche und Lücken enthalten Information, 8 oder 13 Zeichen "


Code 39: Alphanumerischer Code, 0 - 9, 26 Buchstaben, 7 Sonderzeichen. Jedes Zeichen besteht aus 9 Elementen (5 Strichen und 4 Lücken, 3 breit, 6 schmal).


Code 128: voller ASCII-Zeichensatz mit Hilfe von 3 Zeichensätzen, die über ein Startzeichen gewählt werden. Besteht aus 11 Zeichen, aufgeteilt in 3 Striche und 3 Lücken.


Code 2/5 Interleaved: Nummerischer Code 0-9, besteht aus breiten und schmalen Strichen und Lücken.


Deutsche Post Identcode: Nummerischer Code, 0-9, 12 Zeichen lang, Prüfziffer.


Code Postnet: Code des US Post Office, nummerischer Code, 0-9 darstellbar. Prüfsumme, Start und Stoppzeichen.


Code Royalmail: enthält Ziffern 0-9 und 26 lateinischen Buchstaben. Code "kix" sieht diesem hier sehr ähnlich.


Zielcode: wird von der Deutschen Post benutzt.


Code PDF417: Stapelcode mit starker Fehlerkorrektur. Besteht aus einzelnen Elementen, den "Codewörtern", welche aus je 17 Modulen aufgeteilt in 4 Striche und 4 Lücken bestehen.


Codablock: gestapelter Code39/128. Jede Zeile hat einen Zeilenindikator (gleicher Start) und Prüfsumme.


Datamatrix: variable, rechteckige Größe zwischen 10x10 und 144x144 Zeichen. Enthält den erweiterten Asciicode. Waagerechte und senkrechte Umrandung beschreibt eine Ecke zur Orientierung des Lesegerätes.


QR-Code: Markierung in 3 von 4 Ecken zur Orientierung des Lesegerätes. Große Fehlertoleranz. Ascii-Zeichen.


Aztec: Ziffern und Buchstaben, kreisförmig um den Mittelpunkt angeordnet.


Maxicode: sechseckige Zeichen um runden Mittelpunkt. enthält bis zu 93 alphanummerische oder 138 nummerische Zeichen. Große Fehlertoleranz. Ähnlich beetag-Code.


Microsoft Tag: einziger farbiger Code, kann sehr verschiedenartig aussehen, auch in Bilder integrierbar. Closed Code, generieren und lesen nur über von Microsoft bereitgestellte Wege http://tag.microsoft.com/home.aspx.


Weitere Microsoft-Tag Beispiele


Weitere Codebeispiele:
http://www.logicalconcepts.eu/wDeutsch/autoid/barcodetypen/index.html?navid=21
http://www.activebarcode.de/codes/


Wer gerne selber Barcodes unter Windows erstellen möchte, dem kann ich (Stand: Erstellung dieses Blogbeitrages) den Zint Barcode Generator empfehlen. Simpel, selbsterklärend und erstellt über 50 verschiedene Barcodes.

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Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 3 - Zahlen, Zahlen, Zahlen (2) - Binär-, Oktal- und Hexadezimalzahlen

Geschrieben von Nina • Dienstag, 18. Dezember 2012 • Kategorie: Mysteries lösen
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Kapitel 3 - Zahlen, Zahlen, Zahlen (2)

Teil 2: Binär-, Oktal- und Hexadezimalzahlen

"Es gibt 10 Sorten von Menschen. Die, die Binärcode verstehen und die, die es nicht verstehen."

Ein anderes, wesentlich bekanntere Stellenwertsystem ist das Binärsystem. Ein Stellenwertsystem mit der Basis zwei. Es gibt nur zwei Zustände, Null und Eins, an oder aus, Punkt oder Strich, da oder weg, wahr oder falsch. Computer arbeiten so, weil Schaltkreise so arbeiten. Weil Strom nur diese beiden Zustände annehmen kann. Er ist da oder er ist weg.

Das gibt gerade beim Verschlüsseln von Botschaften immens viele Möglichkeiten, die oft binär (also auf zwei Zuständen beruhen), aber nicht unbedingt im Dualsystem (also mit Null und Eins) geschrieben sind. Sehr vieles kann zwei Zustände haben. Groß- und Kleinbuchstaben zum Beispiel. Striche und Punkte (auch völlig "unbinäres", wie z.B. Morse). Etwas kann wahr oder falsch sein, zum Beispiel im Text versteckt. Was die binäre des Koordinatenversteckens zu den mit am Häufigsten, aber auch mit am kreativsten genutzten Geocaching-Verschlüsselungsarten macht.

Die Dechiffrierung von Dualzahlen, also Binärcode aus Null und Eins, ist sehr einfach. Dualzahlen werden hintereinander weg geschrieben. Die erste Stelle ganz rechts zählt 2^0, also eins (in unserem Dezimalsystem) , sofern sie mit einer 1 (Strom da) besetzt worden ist. Steht dort eine 0 zählt sie auch Null, also nix. Die nächste Stelle, links neben der ersten, hat den Wert 2^1, also zwei. Ist sie mit einer 0 besetzt, hat sie den Wert Null, ist sie mit einer 1 besetzt, besitzt sie - dezimal - den Wert zwei. Weiter geht es mit der dritten Stelle (2^2), einer, also vier, dann kommt die acht (2^3) , und so geht es dann immer so weiter:

Dualsystem

Derartige Dualzahlen lassen sich zwar leicht in unser gewohntes Dezimalsystem übertragen (zumindest bis zu einer gewissen Länge auch im Kopf), haben aber den Nachteil, dass sie extrem lang werden können. Eine in der Form dargestellte Koordinate, beispielsweise 52 45 123, einfach als große Zahl zusammengeschrieben, hat in Nullen und Einsen ausgedrückt schon eine beeindruckende Länge:

10100000000100011000011

Aus diesem Grund ist man im Bereich der Datenverarbeitung auf die Hexadezimaldarstellung gekommen. Hexa = aus dem griechischen für die 6, dezimal aus dem Lateinischen für 10. Also ein gemischtes Stellenwertsystem auf der Basis 16, wobei neben den Ziffern von 0 bis 9 auch die Buchstaben A bis F benutzt werden. Man zählt hier ganz normal mit den Dezimalziffern bis 9 und nutzt dann, wenn es im Dezimalsystem einen Sprung auf die nächste Stellenwertebene (zehn) gibt, statt diesen die Buchstaben. A (hexadezimal) ist somit eine 10 (dezimal), F eine 15. Erst bei der 16 gibt es einen Sprung auf die zweite "Dimension", eine zweite Stelle, nur das diese nicht zehn wert ist, wie in unserem Dezimalsystem, sondern eben 16.

Dualsystem und Hexadezimalsystem

So weit, so klar? Auswendig lernen muss man das aber natürlich nicht, es gibt diverse Umwandlungstools im Internet und sogar der sonst eher verpönte Windows-Taschenrechner schafft die Umrechnung von Hex/Dual/Dezimal und sogar Oktal in der Programmieransicht (im Taschenrechnermenü unter Ansicht -> Programmierer). Ja, jetzt hab ich mich als Windowsnutzer geoutet, aber ich bin mir sicher, andere Betriebssysteme haben ähnliche Taschenrechner dabei. Und Smartphones passende Apps.

Die eben erwähnte Oktaldarstellung ist ein weiteres Stellenwertsystem, diesmal zur Basis 8. Es wird von 0 bis 7 gezählt, dann folgt ein Stellenwertsprung auf die 10, die dezimal acht wert ist!

Oktalsystem, Dualsystem, Hexadezimalsystem, Dezimalsystem


Zusammenfassung :
- Findet sich in einem Rätsel 0+1 oder eine irgend geartete "binäre", zweistufige Darstellung? Vielleicht Binärcode?
- Codes, die Ziffern von 0-9 und Buchstaben von A-F beinhalten, könnten hexadezimal verschlüsselt sein.
- Zahlen, die nur Ziffern von 0-7 enthalten, "riechen" stark nach oktal...


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Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 3 - Zahlen, Zahlen, Zahlen (1) - Einleitung, Fremdsprachen und das Zahlensystem der Maya

Geschrieben von Nina • Dienstag, 11. Dezember 2012 • Kategorie: Mysteries lösen
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Kapitel 3 - Zahlen, Zahlen, Zahlen,...

Teil 1: Einleitung, Fremdsprachen und das Zahlensystem der Maya

Zahlen sind in aller Regel das, wonach wir suchen. Koordinaten. Ein Pärchen, Nord und Ost. Manchmal auch eine Peilung, wobei man hier dann noch einen Punkt braucht, von dem aus gepeilt werden muss. Meist ist das die Koordinate, an der das Listing platziert wurde.

Ist eine Koordinate versteckt, dann entweder in Gänze und der bei uns üblichen Grad-Dezimalminutenschreibweise (z.B. N 52° 12.345 E 009° 59.876). Oder als Teilmenge davon. Vielleicht nur die letzten 3 Ziffern von Nord und Ost (wobei dann, wenn es nich anders angegeben worden ist, die Listingkoordinate die fehlenden Koordinatenteile beinhaltet), oft sind es die letzten 5 Ziffern.

Wer die Rätselnden verwirren möchte, nutzt andere Koordinatenformate, z.B. die Dezimaldarstellung. Wodurch aus dem obigen Beispiel nun diese Schreibweise werden würde: 52.20575 9.997933. In Grad, Minuten und Sekunden ausgedrückt: N52° 12' 20.7" E9° 59' 52.56" . Taugt prima zur Verwirrung, wenn der Mysterylöser seinen Blickwinkel zu sehr auf die vermeintliche Koordinate in üblicher Schreibweise eingestellt hat. Umrechner zu den Koordinatenformaten hierzu finden sich im Internet und in nahezu jeder größeren Geocaching-App für unterwegs.

Soviel zu dem, was wir suchen. Jetzt dazu, wie wir es finden können. Die Kapitel hierzu werden sich zwangsläufig ständig überschneiden, also bitte nicht wundern. Somit beginnt dieser Bereich mit einem Thema, was hervorragend auch in den Bereich der "Sprache und Schrift" gepasst hätte:

Zahlen lassen sich schön verstecken, in dem man sie in fremden Sprachen darstellt. One, two, three werden wir ja alle noch frei übersetzt bekommen, aber was ist mit aon, M?t trà oder hai, ba? Glücklicherweise gibt es Suchmaschinen, die uns aus solchen Schwierigkeiten heraushelfen. Gemeiner wird es, wenn der Owner sich die Mühe gemacht hat und seine eigene Zählsprache entwickelt hat. Sofern diese nur aus den ersten 10 Ziffern besteht, hat man oft noch eine gewisse Chance, allein über Logik und den ungefähren Koordinatenbereich im Ausschlussverfahren weiter zu kommen.

Man sollte den Gedanken im Hinterkopf behalten, dass ein Mystery-Fragezeichen nur 2-3 KM von seinem Versteck (oder dem Startpunkt des Caches) liegen darf. Die gesuchte Koordinate lässt so schon mal ein wenig einkreisen.

Neben den Ziffern können natürlich auch 10er, 100er oder 1.000er Zahlworte in Fremdsprachen benutzt werden. Diese finden sich oft nicht mehr ganz so einfach über Wikipedia und co und erfordern im schlimmsten Fall etwas Kombinationsgabe. Erst einmal um herauszufinden in welcher Sprache man sich befindet und dann, wie dort gezählt wird. Oft ist es ja wie im Deutschen, wo der Aufbau der Zahlwörter sich auf eine logische Art ähnelt (zumindest hinter der zwölf, übrigens ein Überbleibsel aus der Zeit, als das Dezimalsystem nicht die einzige Zählweise war und man sich gerne Zählsystemen bis 12, bis zum Dutzend bediente. ). Zwanzig, einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreißig, einunddreißig, zweiunddreißig. Auch ein Ausländer, der der deutschen Sprache nicht mächtig ist, wird hier die Ähnlichkeiten erkennen und möglicherweise Schlussfolgern können, dass zweiundfünfzig in lateinischen Zahlen eben 52 ist. Die 3 zum Beispiel ist egal ob nun dree, drie, tre, tri, thrie, tres oder trais geschrieben, in fast allen bei Wikipedia aufgeführten Beispielen für Zahlwörter (http://de.wikipedia.org/wiki/Zahlen_in_unterschiedlichen_Sprachen) leicht zu identifizieren.

Was aber, wenn wir die uns bekannten reinen Zahlen und Zahlenwörter verlassen und uns in andere Stellenwertsysteme begeben? Wenn wir nicht mehr wie in unserem Dezimalsystem bis 10 zählen (was nicht zufällig mit der Anzahl unserer Finger harmoniert), sondern vielleicht bis zwanzig, wie im Vigesimalsystem. Eine bei Cachern häufig benutzte Variante davon sind die Maya-Ziffern:

Urheber: Bryan Derksen Lizenz: GFDL

Vielleicht zählten die Maya mit Fingern und Zehen. Auf jeden Fall teilten sie in vier Blöcke zu je fünf Ziffern, wobei ein Punkt 1 zählt und ein Strich 5. Alles war hübsch sortiert, die Striche, also die 5er unten, die Punkte, also die Einer oben. So kommt man bis 19. Alle Zahlen, die größer waren, wurden einfach höher, also oben drüber über die Zahlenblöcke bis 19 geschrieben. Sowas nennt man Stellenwertsystem, wobei der zweite Block von unten mit 20 multipliziert wird, der darüber dann mit 400, dann kommt 8000, ...

Das Maya Zahlensystem

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