Ninas Schmierblo(g)ck

Konservierungsmittel...

Geocaching Mysteries lösen - 4.3 Tastaturen

Geschrieben von Nina • Montag, 3. August 2015 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Kapitel 4.3 - Tastaturen

Manchmal hat man als Rätsel ein Zahlen- oder Zeichensalat vor sich, der sich mit Hilfe von Tastaturen in Klartext übersetzten lässt.



Tastaturverschiebungen und -Position

Eine Variante der Tastaturverschiebungen funktioniert üblicherweise mit einer Standard-QWERZ-Tastatur - also die, die wir üblicherweise in Deutschland unter den Fingern haben. Wobei dies keine zwingende Notwendigkeit ist, die hier beschriebenen Verfahren funktionieren mit anderen, standardisierten Tastaturen ebenfalls mehr oder minder eindeutig - ich hoffe nur, dass der Owner in so einem Fall auch einen entsprechenden Hinweis angebracht hat...

Bei den rechts-links-oben-unten-Verschiebungen nimmt man zum Verschlüsseln nicht den Buchstaben, den man eigentlich nutzen will, sondern den rechts oder links daneben, oder den darüber oder darunter liegenden, manchmal auch gemischt. So zu verschlüsseln funktioniert allerdings nur so mäßig gut, weil manche Nachbartasten ja keine Buchstaben mehr sind. Daran lässt sich diese Tastaturverschiebung dann aber wenigstens recht gut erkennen.

„Sommersonne“ wird einen Staben nach rechts verschoben zur „dp,,rtdpmmr“, nach links zur ainnweaobbw, nach unten vermutlich etwa zu „w9jj34w9hh3“ (da die Tasten leicht schräg übereinander liegen, gibt’s hier immer noch Ratespielraum).

Man kann auch die „Lage“ der Taste, die man dem Ratenden verraten möchte, über ihrer Position beschreiben. So eine Tastatur hat ja normalerweise oben eine Zeile mit Ziffern (und Sonderzeichen), und darunter drei mit Buchstaben. So ließe sich also mit Zeile 4, Taste 8 - von links gezählt - also z.B. mit 4/8, ein N „verschlüsseln“.

Ähnlich verhält es sich, wenn man die 10-Finger-Tipptechnik als „Verschlüsselung“ benutzt und nur verrät, welcher Finger jetzt gerade am Tippen ist. Möglicherweise noch mit der Angabe der Zeile, die er bedient. „rz4“ wäre rechter Zeigefinger, vierte Zeile. Also wieder das „N“ (oder das "M", der Zeigefinger bedient hier beide Tasten) „rm2“ das „i“, … Wohl dem, der im Adlersuchsystem tippt aber trotzdem weiß, welche Taste von welchem Finger bedient werden soll. ;)


Sonderzeichen und Shift


Habe ich einen Wust von Zeichen vor mir, die keineswegs zufällig aus diesen hier bestehen: !“§$%&/()=, dann hilft es, bei der Tastatur mal auf die Reihe mit den Ziffern zu schauen – da hat ein Schlaukopf einfach die Shift-Taste gedrückt und Ziffern monoalphabetisch mit den auf ihnen liegenden Shift-Sonderzeichen „verschlüsselt“. Selbiges gibts übrigens - etwas schwieriger - gern auch mit der amerikanischen Tastatur.

Malen von Zahlen / Nummernblock
(siehe auch Kapitel 3.4 )

Schaut man sich die „Matrix“ des Ziffernblockes mal an, kann man mit diesem Ziffern oder Buchstaben „beschreiben“. 1-4-7-5-3-6-9 ergäbe, wenn man sich diese Ziffern in der Reihenfolge auf dem Ziffernblock anschaut und nachmalt, ein N . 9-8-7-4-5-6-3-2-1 eine fünf...

Vanity

Vanity - siehe auch Kapitel 4.1 - bezieht sich nicht mehr auf die Computer, sondern auf die Telefontastatur, bei der ja zu jeder Ziffer auch Buchstaben zugeordnet sind. Das ergibt einen Code, der aus Ziffern besteht, die sich häufig wiederholen und in denen die 1 normalerweise NICHT vorkommt!

Das war es hier erstmal von mir. Wenn ihr weitere Ideen oder Fragen habt, könnt ihr sie einfach in die Kommentare schreiben. Ich freue mich über so beinahe jedes Feedback, was ich zu meinen Beiträgen hier bekomme!

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Geocaching Mysteries lösen - Kapitel 4 - Sprache und Schrift (Teil 2)

Geschrieben von Nina • Dienstag, 19. Februar 2013 • Kategorie: Mysteries lösen
Geocaching Mysteries lösen

Kapitel 4 - Sprache und Schrift (Teil 2)

Nachdem im vorherigen Artikel dieses Kapitels, Sprache und Schrift (Teil 1), schon einige eher einfache Möglichkeiten zur Verschlüsselung von Koordinaten im Text gezeigt worden sind, geht es nun weiter.

Römische Zahlschrift

Ein Chronogramm ist ein Satz oder Satzteil, üblicherweise in lateinischer Sprache, in dem die vorhanden Buchstaben, die römische Zahlensymbole sind (I, V, X, L, C, D, M), eine Jahreszahl (meist das Baujahr des Gebäudes) ergeben. Häufig wird dabei die übliche, römische Substraktionsregel außer acht gelassen und die Zahlenwerte einfach addiert.

Nutzt man die Substraktionsregel, soll damit vermieden werden, dass mehr als drei gleiche Zeichen nebeneinander geschrieben werden, so dass das nächstgrößere Zeichen gesetzt und das jeweils kleinere davor geschrieben, und daher von der größeren Zahl subtrahiert werden muss. Klingt komplizierter als es ist. Normalerweise werden Römische Zahlen von groß nach klein notiert. 2013 ist in römischen Zahlen ausgedrückt: MMXIII M=1000, X=10, I=1. Alles hübsch der Größe nach sortiert aufgeschrieben, also wird hier in jedem Fall nur addiert. M=1000 + M=1000 + X=10 + I=1+ I=1+ I=1 = 2013.

I=1, II=2, III=3. IIII wären vier Mal ein Zeichen, und wird daher in der Substraktionsschreibweise IV ausgedrückt. Das eine, kleine Zeichen vor dem großen = subtrahieren! IV bedeutet also 4, VI somit 6.

Natürlich gibt es ne Menge Ausnahmen, außerdem ist die Subtraktionsregel auch mehr eine Richtlinie, kein Gesetz. Und beim Chronogramm wird sowieso überwiegend einfach nur addiert, und sogar die Reihenfolge der römischen Zahlensymbole oft ignoriert.

Der letzte Absatz enthält die die römische Zahl ALICIMAAMADMIDIAILACMIICLIIIDIMCAMMIDIIDIACADDIDADIILDMICALMLII, was dezimal 65193 ergibt.
Bei vereinfachter Umrechnung (ohne A und ohne Subtraktionsregeln) ergibt sich: 14921 (einfach errechnet durch die Internetseite Nummerologie).

Üblicherweise werden in Mysteries nur die römischen Zahlzeichen bis 1000 benutzt, also: I=1, V=5, X=10, L=50, C=100, D=500, M=1000.

Soviel zu den alten Römern. Aber was machen wir mit einem Text, in dem der eine oder die andere Deutsche Stadt genannt wird? Möglicherweise lohnt es sich ja, nach dessen Postleitzahl oder Vorwahlen zu gucken? Oder suchen wir vielleicht Flughafencodes, Bahnhofsnummern, Autobahnen oder Ländercodes?

Rechtschreibfehler und andere Unterscheidungen

Gibt es viele Rechtschreibfehler? Auch wenn heutzutage nicht mehr in jedem Cachemobil ein Duden dabei zu sein scheint, kann eine Fehlerhäufung auch als Verschlüsselung funktionieren. Als Schlüssel könnte hier Wörterzählen funktionieren, also zum Beispiel in jedem Satz bis zum falsch geschriebenen zählen. Vielleicht muss man die falschen und richtigen Wörter als 0 und 1 in einen Binärcode übersetzen? Vielleicht sind aber auch die Korrekturen als Buchstabenwerte der Schlüssel? Alternativ die falschen Buchstaben in Buchstabenwerte (A=1, B=2,...) übersetzt? Ebenso könnten bestimmte Buchstaben kursiv oder fettgedruckt sein, wie bei einer alten Schreibmaschine leicht nach oben oder unten verrutscht, mit einem winzigen "Farbkleks" verschmiert oder (der Blick in den Quelltext zeigt es!) in einer ganz leicht anderen Farbe geschrieben? Oder steht die Lösung einfach weiß auf weiß zwischen dem Listingtext, der nur der Ablenkung dient? Einfach mit der Maus das Listing markieren enttarnt derartiges.

Codewörter / Jargon-Code

Codewörter waren schon früher gern genommene aber auch leicht zu durchschauende Verschlüsselungen. Manchmal muss man allerdings zweimal hinschauen, um sie zu enttarnen. So kann man zwar Zahlwörter wie ACHTung noch leicht der 8 zuordnen, aber das "nicht autorisiert" für die Zahl 401 stehen könnte (http-Fehlermeldungen), ist schon von etwas weiter weg daher geholt . Im Zweifel hilft eine Suchmaschine oder eine Seite wie Code-Knacker, um merkwürdige Begrifflichkeiten zu enttarnen. Wer ein wenig mehr über derartige Jargon-Codes lesen möchte, dem kann ich Klaus Schmeh und seine Bücher wärmstens ans Herz legen. Sie sind spannend, witzig und informativ, quasi die Überraschungseier unter derartiger deutschsprachiger Literatur.

Auch unter Nichtfunkern bekannt ist diese Sammlung von Codewörtern, die Buchstaben nicht unbedingt verschlüsseln, immerhin fangen sie mit diesen an. Trotzdem und der Vollständigkeit halber: die Buchstabiertafel. Anton, Berta, Cesar, Dora, Emil...

Noch 'n Gedicht!

Ist der Listingtext ein bekannter Text, vielleicht sogar ein Lied oder ein Gedicht? Dann unterscheidet es sich möglicherweise in winzigen Details vom Original und die Unterschiede sind (als Buchstabenwerte oder Stellenwert) der Schlüssel?

Manchmal findet man auch unter einem irgend gearteten Text Zahlensalat wie 4-3-1, 7-3-3, 8-8-8. Meist bedeutet das einfach nur, daß man im x-ten Absatz das x-te Wort und davon den x-ten Buchstaben benutzen soll. Und davon dann - wie fast immer - natürlich dessen Buchstabenwert.

Schreibt der Cache-Owner in merkwürdigen Hieroglyphen, so wie: ""$%§&/(()" ? Dann schaut doch mal etwas genauer auf eure Tastatur (sofern ihr noch mit einer Standardtastatur herum surft), vor allem auf die Zeile mit den Ziffern.

Buchstabensalat

Ist es absoluter Buchstabensalat, dann könnte es sich um Base64 handeln. Dies dient der Kodierung von 8-Bit-Binärdaten in ASCII-Zeichen und enthält Klein- und Großbuchstaben, sowie die Ziffern 0-9 und die Zeichen + und /. Ein naher Verwandter ist Base85, welches zusätzlich noch diverse Sonderzeichen enthält. Gibt es Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern von 0-9 und die Zeichen + und - dürfte es sich um UUencode handeln.

Absoluter Buchstabensalat kann auch nur zur Verwirrung dienen. Manchmal lohnt sich konzentriertes "Lesen" dieser Buchstabensuppe, um aus ihrem tiefsten Inneren noch Sinn entnehmen zu können.

Weiter mit Kapitel 4.3 - Tastaturen
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
gratis Counter by GOWEB